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Anna Brunner
Letztes Update: 15:41 / 21.09.2006

Ich habe heuer am BG/BRG St. Veit/Glan maturiert und werde ab Oktober entweder Humanmedizin oder Molekularbiologie studieren. Vom 4. September bis 22. September arbeite ich am Institut für Zellbiologie, Histologie und Embryologie an der MedUni in Graz. Meine Betreuerin ist Frau Mag. Regine-Susanne Theuerkauf. Falls jemand Fragen hat kann er mir mailen oder über ICQ (327-415-919) Kontakt mit mir aufnehmen.

Donnerstag, 21. September 2006

  Tag 14

Am Vormittag führte ich die Schritte, die für eine DNA-Extraktion nötig sind, durch. Dadurch möchten wir aus den gestern gewonnen Erythroblasten feststellen, ob der Fetus männlich oder weiblich war. Morgen werden wir mit der polymerisierten DNA eine Elektrophorese durchführen, wozu noch Gel hergestellt werden muss.

Weiters kontrollierte ich am Vormittag meine Konfrontationen, die heute eingefroren werden sollten. Drei der sechs Gewebestückchen waren leider nicht mehr zu verwenden. Die restlichen pipetierte ich, nachdem ich in eine kleine Form das Gefriermittel Tissue-Tek hineingegeben habe, in die Form und drückte sie anschließend mit einer Nadel in das Fixiermittel. Danach wurde die Probe bei -80°C eingefroren. Nach zwei Stunden könnten Gefrierschnitte angefertigt werden.

Am Nachmittag wurde mir ein Mikroskop gezeigt, das fluoreszierende Zellen (immunhistochemisch angefärbt) selbstständig "aussortieren" kann. Weiters ist es mit diesem Mikroskop möglich, bestimmte Zellen (in unserem Fall fetale Erythroblasten) gezielt mit einem Laser aus dem Gewebe herauszuschneiden und in ein kleines Auffanggefäß zu katapultieren.
Da morgen der letzte Tag am Institut ist [ :-( ] bin ich schon fleißig am Schreiben meiner Dokumentation.

Mittwoch, 20. September 2006

  Tag 13

Am Vormittag wurden Proben der Plazenta, die Christoph in den letzten Tagen eingebettet und anschließend geschnitten hat, mit verschiedenen Antikörpern immunhistochemisch angefärbt. Wir mussten nur die richtige Verdünnung der Antikörper ausrechnen und die Seren anschließend in Röhrchen pipettiren, die restliche Arbeit übernahm ein Gerät namens Autostain, das die Proben, nachdem man es programmiert hat, selbst färbt.
Am Nachmittag kontrollierte ich die Konfrontation der Zellsphäroide mit den Deciduasphäroiden. Zu meiner Überraschung waren sogar drei der sechs durchgeführten Konfrontationen brauchbar und wurden nach einem Medienwechsel weiterkultiviert. Bei den drei anderen Proben zerfielen die Zellsphäroide nach der Konfrontation, was wahrscheinlich daran liegt, das sie bei der Konfrontation erst einen Tag alt und noch nicht kompakt genug waren.
Später lernte ich ein Forschungsprojekt kennen, bei dem versucht wird ein neues pränatales Diagnoseverfahren zu entwickeln, da die bis jetzt gebräuchliche Amnionpunktion und Chorionzottenbiopsie mit einem gewissen Risiko verbunden sind. Bei dieser neuen Methode versucht man bestimmte Zellen des Embryo (Erythroblasten=rote Blutkörperchen mit Zellkern) aus dem maternalen Blut zu erhalten. Da sich im Zellkern dieser fetalen Zellen das Erbgut des Embryo befindet, könnten durch dieses Verfahren Chromsomen-Anomalien auf schonende Art und Weise festgestellt werden

Dienstag, 19. September 2006

  Tag 10, Tag 11, Tag 12

Tag 10:
Am Freitag waren wir (Christoph und ich) am Vormittag in der Zellkultur, wo die Sphäroidbildung kontrolliert worden ist. Wie üblich fand nicht in allen Petrischalen eine zufriedenstellende Sphäroidbildung statt. In zwei Petrischalen bildeten sich Zellklumpen.
Am Nachmittag bekamen wir vom LKH Deciduagewebe. Nachdem es in ein spezielles Medium (Hormone) gegeben worden ist, schnitt ich fünf 800 mikrometer große Stücke aus dem Gewebe. Die insgesamt 25 "Gewebewürfelchen" wurden nun bis Dienstag kultiviert, anschließend sollten sie mit den Sphäroiden konfrontiert werden.

Tag 11:
Am Montag wurde mir gezeigt, wie man mononukleare Zellen mit Hilfe der MACS-Methode aus Blut isoliert.

Tag12:
Am Vormittag wurden Gewebsstücke der Plazenta in Paraffin eingebettet.
Am Nachmittag fand die Konfrontation des Deciduagewebes mit den Sphäroiden (AC1-M59) statt. Dazu wird zuerst ein kreisförmiger Silikonstreifen, der mit kleinen Trichtern versehen ist, in eine Petrischale gegeben. Auf das Silikon pipettiert man anschließend das Medium (muss sowohl für die Sphäroide als auch für die Decidua geeignet sein). Nachdem sich das Medium nach dem Entfernen der Luftblasen auch in den Trichtern befindet, werden die "Gewebewürfelchen" durch Pipettieren auf das mit Medium bedeckte Silikon gegeben. Nun versucht man jeweils ein Gewebestückchen mit Hilfe einer Reibahle in einen Trichter zu befördern.
Anschließend pipettiert man die Sphäroide auf das Silikonplättchen und versucht sie ebenfalls in die Trichter zu bekommen. Anschließend übt man mit der Reibahle und einer Pinzette etwas Druck auf die Gewebestücken aus, damit sie sich berühren und eine Invasion leichter stattfinden kann. Die Petrischale wird anschließend in den Inkubator gestellt. Morgen muss ein Medienwechsel durchgeführt werden.

Donnerstag, 14. September 2006

  Tag 9

Am Vormittag fertigten Christoph und ich wieder Paraffinschnitte an.
Am Nachmittag erhielten wir vom LKH die Nachricht, dass eine Plazenta zur Verfügung steht. Nachdem sie dort abgeholt und ins Institut gebracht worden war, wurden Gewebsstücke entnommen, um in den folgenden Tagen Paraffin- und Cryoschnitte anzufertigen. Anschließend durften wir die Plazenta betrachten - wirklich sehr intersessant! Fotos des heutigen Tages findet ihr im Bilderalbum unter Dokumentation!

Mittwoch, 13. September 2006

  Tag 8

Nachdem die Paraffinschnitte gestern gestreckt worden sind, sollten wir (Christoph & ich) heute eine HE-Färbung durchführen, um sie anschließend unter dem Lichtmikroskop betrachten zu können.
Am Nachmittag erhielten wir vom LKH die Nachricht, dass Deciduagewebe zur Verfügung steht. Nachdem wir es mit einer Kühltasche abgeholt und ins Institut gebracht hatten, durften wir es mit Hilfe des Mikroskops betrachten und sezieren.
Weitere Informationen und genauere Beschreibungen wie immer unter Methoden/Experimente (Menü->Anna`s Blog->Forschungsdokumentation->Methoden/Experimente)!

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