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Beate Kranawetter
Letztes Update: 22:03 / 24.07.2011

Sonntag, 24. Juli 2011

  2. Woche am IMBA, Dr. Bohrgasse 3, Wien

Auch in der 2 Woche am IMBA habe ich wieder viele neue Erfahrungen gesammelt und neue wissenschaftliche Methoden kennengelernt.
Diese Woche haben wir uns hauptsächlich mit der Herstellung von Cryo- und Paraffinsamples beschäftigt. Wir haben sowohl Rank Knock out Mäusen, als auch Wildtyp Mäusen, welche gerade eine Schwangerschaft hinter sich hatten, den Dünndarm entnommen und diesen dann anschließend mit einer Salzlösung gereinigt. Danach wurde die Länge der Därme gemessen und sie wurden gewogen. Da sich der Dünndarm in drei Abschnitte gliedert (Duodenum, Jejunum und Illeum) haben wir jeweils ein Stück von jedem Abschnitt herausgeschnitten, diese mit OCT, einem Gefriermittel, bedeckt und bei -20°C kalt gestellt.
Die bereits am Fr. gewonnen Gewebsproben, also Thymusdrüsen, Tumore und Lungen, wurden bereits nach dem Entnehmen in Formalin gegeben. Dadurch wurden die Proteine vernetzt und das Gewebe war für die weitere Behandlung bereit. Als nächsten Schritt wird nach und nach Wasser entzogen. Zuerst kommt das Gewebe in eine 70%-haltige Ethanol Lösung, dann in eine 90%ige und zum Schluss in reinen Alkohol, bis kein Wasser mehr vorhanden ist. Nachdem wird das Gewebe in Paraffinwachs gebettet und ist somit ebenfalls bereit geschnitten zu werden.
Nachdem wir nun diese kleinen „Blöcke“, sowohl die gefrorenen als auch jene aus Paraffinwachs, vorbereitet hatten, machten wir uns auf den Weg ins Histologie Labor. Dort durfte ich meine ersten Gewebsschnitte herstellen. Für die Paraffinsamples wird ein Mikrotom verwendet. Hierbei werden 2μm Schnitte angefertigt und auf Glas-Objektträger aufgezogen. Für die Cryosamples wird ein Cryostat verwendet, welches aber so ziemlich nach demselben Prinzip funktioniert. Anschließend wurden die Gewebsschnitte bei 37°C getrocknet und dann über Nacht bei -20°C kaltgestellt. Danach werden die Schnitte mehrmals Gewaschen und in Wasserstoffperoxid eingelegt. Danach werden Antikörper aufgetragen damit die Farbe anschließend haften kann. Die erstellten Samples haben wir anschließend unter dem Mikroskop begutachtet. Vom Entnehmen der Organe, bis zur Betrachtung unter dem Mikroskop war es ein langer Weg und es hat viel Zeit in Anspruch genommen. Die Erkenntnis wie viel Arbeit hinter einem einzigen Sample steckt hat mich wirklich beeindruckt. Die Geduld, die aufgebracht werden muss, um letztendlich mehrere vergleichbare Ergebnisse zu erhalten ist wirklich enorm. Mittlerweile habe ich den Alltag im Labor wirklich verstanden und bewundere mit welchem Engagement die Mitarbeiter des IMBA an ihren Projekten arbeiten. Ich freue mich schon auf weitere interessante Einblicke in der nächsten Woche.

Sonntag, 17. Juli 2011

  Die erste Woche am IMBA, Dr. Bohr Gasse 3, Wien

Am Mo. startete ich mein Praktikum am IMBA.
Meine Betreuerin, Verena Sigl, hat mich sehr herzlich empfangen. Zu Beginn bekam ich eine kleine Führung, meine Kollegen wurden mir vorgestellt und Verena zeigte mir meinen Platz im Labor.
Die gesamte erste Woche verlief wirklich gut. Besonders die Arbeit im Maushaus hat mir sehr viel Spaß gemacht. Schon am ersten Tag arbeiteten wir mit den Tieren. Verena und ich haben die jungen, drei Wochen alten Mäuse von ihren Eltern getrennt und ihr Geschlecht bestimmt. Danach wurden ihre Ohren gelocht um sie zu kennzeichnen und um Hautstücken, also somit die DNA der Mäuse, für die PCR zu erhalten. Auch die anderen Tage haben wir viel mit den Tieren gearbeitet. Wir haben einige Operationen durchgeführt. Bei einigen Mäusen z.B. eine Ovariekotmie gmacht, also die Eierstöcke entfernt oder einigen haben wir auch Kapseln aus dem Hormon Progesteron unter die Haut gesetzt. Die Erfahrung Mäuse zu betäuben und diese auch teilweise selbst zu operieren, war für mich ganz neu, aber wirklich sehr faszinierend. Einige Mäuse die unter Brustkrebs litten und bereits Tumore an den Brustdrüsen entwickelt hatten, wurden getötet und seziert. Wir entnahmen die Tumore und die Lungen der Mäuse. Mit diesen Geweben werden wir dann nächste Woche weiter arbeiten.
Doch auch die Arbeit im Labor hat mich begeistert. Das Genotypen der Mäuse mittels PCR war wirklich interessant. Meine Betreuerin Verena kümmert sich ausgezeichnet um mich, sie ist für alle meine Fragen offen und steht mir immer mit Rat und Tat zur Seite.
Abschließend kann ich nur sagen meine erste Woche war spannend, ich habe schon jetzt viele neue Erfahrungen gemacht, hatte bis jetzt viel Spaß und ich freue mich schon auf die 3 nächsten Wochen.

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Hier findest du Platz für deine Forschungsdokumentation.
beate.kranawetter - 30. Jun, 15:58
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