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    <title>Bernhard&apos;s Lab Log</title>
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    <description>Summerschool @ IMBA</description>
    <dc:publisher>bernhard.zatloukal</dc:publisher>
    <dc:creator>bernhard.zatloukal (mailto:&amp;#98;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#110;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#100;&amp;#46;&amp;#122;&amp;#97;&amp;#116;&amp;#108;&amp;#111;&amp;#117;&amp;#107;&amp;#97;&amp;#108;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#109;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#111;&amp;#111;&amp;#108;&amp;#46;&amp;#97;&amp;#116;)</dc:creator>
    <dc:date>2009-10-04T21:08:56Z</dc:date>
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    <title>Bernhard&apos;s Lab Log</title>
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  <item rdf:about="http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/31433/">
    <title>Von der Maus zum Gewebeschnitt</title> 
    <link>http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/31433/</link>
    <description>Wir wollen &amp;uuml;berpr&amp;uuml;fen, ob ein bestimmtes Konstrukt in Transgenen M&amp;auml;usen so funktioniert wie wir es erwarten. Es ist ein MMTV-RANK-IRES-Cre-Konstrukt (MMTV RIC). IRES ist eine Internal Ribosomal Entry Site. Nach der Transkription in mRNA kommen Ribosomen zum Einsatz, welche die Translation von mRNA zu Proteinen erm&amp;ouml;glichen. IRES ist eine einfach eine &amp;#8222;Anlaufstelle&amp;#8220; zwischen den beiden Sequenzen (RANK, Cre) f&amp;uuml;r die Ribosomen um eine vollst&amp;auml;ndige Translation der gesamten mRNA zu garantieren, da die Sequenz (RANK und Cre) insgesamt sehr lange ist. Mit Kreuzungen aus M&amp;auml;usen mit diesem Konstrukt (Zum Beispiel RANK fl/&amp;#916; mit MMTV RIC) w&amp;uuml;rde also folgendes passieren: Einerseits schneidet Cre das RANK-floxed-Allel heraus und damit w&amp;auml;re es eine &amp;#916;/&amp;#916;-Maus, also eine Knockout-Maus, aber in RIC haben wir ja auch noch eine neue transgene RANK Sequenz, welche durch MMTV expremiert wird. Vielleicht kompensieren sich die beiden Effekte? Das k&amp;ouml;nnten wir zum Beispiel mit diesen M&amp;auml;usen untersuchen. Zuerst m&amp;uuml;ssen wir einige MMTV RIC M&amp;auml;use und Wildtypen als Kontrolle t&amp;ouml;ten. Das machen wir mit der CO2-Kammer (mit Trockeneis), weil wenn wir ihnen das Genick brechen w&amp;uuml;rden, k&amp;ouml;nnten Organe besch&amp;auml;digt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen untersuchen, in welchen Organen RANK wie stark expremiert wurde. Dazu schneide ich Lunge, Herz, Leber, Thymus, Milz, Niere, Hoden/Uterus, Lymphknoten und Leber heraus und sie kommen in kleine beschriftete Plastikboxen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;117&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.summerschool.at/static/bernhard.zatloukal/images/organ.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;ber Nacht kommen die Gewebe in eine Maschine, die das in den Organen enthaltene Wasser langsam gegen reinen Alkohol austauscht. Jetzt sind die Gewebe bereit, in Paraffin eingebettet zu werden. Eigentlich ganz leicht: Fl&amp;uuml;ssiges Paraffin kommt in eine vorbereitete Kammer und diese wird auf eine gek&amp;uuml;hlte Platte gestellt. Nachdem sich die unterste Schicht Paraffin verfestigt hat, gebe ich das Gewebe hinein und nach einer Stunde k&amp;uuml;hlen ist der Paraffinblock mit dem Gewebe bereit geschnitten zu werden. Vuk aus dem Histolab hat mich extra eine Stunde das Schneiden gelehrt, da ich sonst nicht alleine arbeiten darf (Gefahr sich an den Klingen zu verletzen etc.). Aber die richtigen Schnitte unserer Gewebe werden wir erst morgen machen. Anschlie&amp;szlig;end werden wir ein Staining auf Cre und RANK machen, ich bin schon gespannt&amp;#8230;</description>
    <dc:creator>bernhard.zatloukal (mailto:&amp;#98;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#110;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#100;&amp;#46;&amp;#122;&amp;#97;&amp;#116;&amp;#108;&amp;#111;&amp;#117;&amp;#107;&amp;#97;&amp;#108;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#109;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#111;&amp;#111;&amp;#108;&amp;#46;&amp;#97;&amp;#116;)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bernhard.zatloukal</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-26T17:16:53Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/31432/">
    <title>Ergebnisse: Zellwachstum unter RANKL-Einfluss</title> 
    <link>http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/31432/</link>
    <description>Die letzte Woche war den Zellen und M&amp;auml;usen gewidmet. Zuerst das spannende Ergebnis der Zellen: Offensichtlich beeinflusst die Anwesenheit von RANKL die Proliferation verschiedener Zelllinien in unterschiedlicher Weise. Nachdem ich meine Daten ausgewertet hatte, ergab sich folgendes Diagramm: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;181&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.summerschool.at/static/bernhard.zatloukal/images/cellrankl.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeigt wird die Zelldichte (10E4 Zellen/ml) verschiedener Zelllinien am vierten Tag unseres Experiments. Die blauen Balken beschreiben die Zelldichte jeder Zelllinie in &amp;#8222;normalem&amp;#8220; Medium, die roten Balken beschreiben die Zelldichte jeder Zelllinie in Medium mit dem RANKL Protein. MEC und MCF-10&amp;#945; sind humane Epithelzelllinien. MCF-7, MDA und SKBR3 sind humane Cancer-Epithelzelllinien, das hei&amp;szlig;t, sie sind bereits mutiert und wurden also einem Tumor entnommen. Wie sich herausgestellt hat, ist bei MEC und MCF-7 kein Unterschied zwischen Zellen mit- beziehungsweise ohne RANKL festzustellen. Bei den drei &amp;uuml;brigen Zelllinien hingegen vermehren sich RANKL-Zellen offensichtlich wesentlich schneller und nach vier Tagen haben wir zum Beispiel bei SKBR3 schon dreimal so viele Zellen wie bei derselben Zelllinie ohne RANKL. Aber warum beeinflusst RANKL bestimmte Zellen mehr als andere? RANKL bindet ja an RANK, was wiederum ein Rezeptor ist (Receptor Activator of NF-&amp;#954;B), also w&amp;auml;re eine sinnvolle Schlussfolgerung, dass SKBR3 Zellen vielleicht einfach mehr RANK-Rezeptoren haben als zum Beispiel MEC-Zellen. Dazu werde ich dann Daniel fragen, f&amp;uuml;r den ich das Experiment durchgef&amp;uuml;hrt hat. Weil wir sch&amp;ouml;ne Ergebnisse bekommen haben, habe ich auch gleich ein weiteres RANKL-Experiment f&amp;uuml;r diese Woche mit anderen Zelllinien vorbereitet.</description>
    <dc:creator>bernhard.zatloukal (mailto:&amp;#98;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#110;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#100;&amp;#46;&amp;#122;&amp;#97;&amp;#116;&amp;#108;&amp;#111;&amp;#117;&amp;#107;&amp;#97;&amp;#108;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#109;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#111;&amp;#111;&amp;#108;&amp;#46;&amp;#97;&amp;#116;)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bernhard.zatloukal</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-26T17:08:28Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/31103/">
    <title>Wachstumskurven und RANKL Einfluss auf Proliferation</title> 
    <link>http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/31103/</link>
    <description>Wachstumskurven von Zellen: Ein weiterer Aspekt, den wir von RANK (bzw. RANKL) untersuchen wollen, ist dessen Einfluss auf das Zellwachstum, also wie oft sich Zellen in einer bestimmten Zeit teilen. Weil uns RANK im Zusammenhang mit dem Brustgewebe interessiert verwenden wir die Zelllinie MCF-10&amp;#945;. MCF-10&amp;#945;-Zellen sind humane Epithelzellen aus den Brustdr&amp;uuml;sen. Um eine Zelllinie zu erhalten m&amp;uuml;ssen die Zellen regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig &amp;#8222;gesplittet&amp;#8220; werden, da sie sich ja st&amp;auml;ndig vermehren und sie irgendwann aufgrund von Platz- und N&amp;auml;hrstoffmangel sterben w&amp;uuml;rden.  Weil die Zellen am Boden unserer &amp;#8222;Dishes&amp;#8220; haften, saugen wir das Medium einfach ab, waschen den Rest mit PBS und geben auf die Zellschicht etwas Trypsin. Trypsin l&amp;ouml;st die Zellen vom Boden und erlaubt uns dann, die Zellen und die Fl&amp;uuml;ssigkeit (Medium, Trypsin) voneinander durch zentrifugieren zu trennen. Jetzt kann ein Teil der Zellen resuspendiert werden und hat damit genug Platz um weiter zu leben. Weil ich jetzt die Zellen z&amp;auml;hlen will, l&amp;ouml;se ich sie wie beim Splitten mit Trypsin von den Dishes, entnehme einen kleinen Teil (circa 10&amp;micro;l) und untersuche die Dichte der Zellen unter dem Mikroskop, indem ich sie auf eine &amp;#8222;Z&amp;auml;hlplatte&amp;#8220; gebe. Die feinen Linien auf der Platte machen ein schnelles Z&amp;auml;hlen auf einer kleinen vorgegeben Fl&amp;auml;che m&amp;ouml;glich und so kann man die Zelldichte leicht hochrechnen. In dem Bild habe ich die eher schwer erkennbaren Linien mit roter Farbe angedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;276&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.summerschool.at/static/bernhard.zatloukal/images/cells.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt muss ich jeden Tag die recht langwierige Arbeit des Z&amp;auml;hlens verrichten und darf auf ein verwertbares Ergebnis hoffen. Wenn ich mir das richtig &amp;uuml;berlegt habe, sollte sehr wohl ein Unterschied feststellbar sein, da ja auch Cyclin D1 in die Signalkaskade von RANK involviert ist. Und weil dieses ma&amp;szlig;geblich an der Proliferation der Zellen beteiligt ist gehe ich davon aus, dass Zellen, die mit RANKL stimuliert werden, sich schneller vermehren, als Zellen ohne RANKL. Das Ergebnis werden wir am Ende der Woche sehen!</description>
    <dc:creator>bernhard.zatloukal (mailto:&amp;#98;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#110;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#100;&amp;#46;&amp;#122;&amp;#97;&amp;#116;&amp;#108;&amp;#111;&amp;#117;&amp;#107;&amp;#97;&amp;#108;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#109;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#111;&amp;#111;&amp;#108;&amp;#46;&amp;#97;&amp;#116;)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bernhard.zatloukal</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-17T19:48:26Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/31039/">
    <title>Stammzellen f&amp;uuml;r Knockouts - Homologe Rekombination</title> 
    <link>http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/31039/</link>
    <description>Heute hat mir Verena endlich den Prozess der homologen Rekombination erkl&amp;auml;rt: Jede Zelle hat nat&amp;uuml;rlich sowohl einen paternalen, als auch einen maternalen DNA-Doppelstrang, also einen Teil der Mutter und einen Teil des Vaters. Die homologe Rekombination passiert normalerweise w&amp;auml;hrend der Meiose. Einer der beiden Doppelstr&amp;auml;nge bricht auf und es kommt zu einem so genannten Crossing-over. Ich habe versucht in PowerPoint eine Skizze dazu zu zeichnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;177&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.summerschool.at/static/bernhard.zatloukal/images/homo1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, der maternale Strang (rot) sei unterbrochen (1). Bestimmte Enzyme (glaube ich &amp;#8211; werde ich nochmal nachlesen) kommen jetzt zum Einsatz, die die beiden Str&amp;auml;nge noch weiter abbauen, aber in die jeweils entgegengesetzte Richtung (2). Ein weiteres Enzym kommt zum Einsatz und trennt den anderen Doppelstrang (blau) auf. Das gibt einem roten Strangarm die M&amp;ouml;glichkeit, sich in die entstandene Schlaufe &amp;#8222;einzuf&amp;auml;deln&amp;#8220; und dort mit den komplement&amp;auml;ren Basen zu binden (3). Weil sich die beiden Str&amp;auml;nge sehr &amp;auml;hnlich sein m&amp;uuml;ssen, damit sie richtig binden, nennt man es &amp;#8222;homologe&amp;#8220; Rekombination. Jetzt kommt wieder unsere Polymerase ins Spiel und erg&amp;auml;nzt den fehlenden Strang &amp;#8211; aber mit dem jeweils anderen Strang, da ja auch dort die Strangarme gebunden haben (4). Wenn alles Fehlende erg&amp;auml;nzt wurde, hat nun ein weiteres Enzym, die F&amp;auml;higkeit, DNA an bestimmten Stellen zu schneiden. Und genau das tut es dann auch (5). Jetzt haben wir wieder zwei vollst&amp;auml;ndige Str&amp;auml;nge, jedoch mit einigen Aust&amp;auml;uschen (6). Es gibt auch noch andere Stellen, an denen die Str&amp;auml;nge wieder zerschnitten werden k&amp;ouml;nnen um so andere Kombinationen am Ende zu erhalten. Diese Prinzipien n&amp;uuml;tzt man auch aus, um zum Beispiel embryonale Stammzellen zu ver&amp;auml;ndern (F&amp;uuml;r Knockout-M&amp;auml;use, et cetera). Das hei&amp;szlig;t man schleust eine Sequenz mittels Elektroporation (Zellmembran wird kurzzeitig permeabel) in eine Zelle und diese legt sich dann an die bestehende DNA an und es kommt zur homologen Rekombination. In der Regel wird eines der jeweiligen Exons deaktiviert (&amp;uuml;berschrieben etc.) um ein Gen inaktiv zu machen, also um es auszuknocken. Weil homologe Rekombination keineswegs immer stattfindet, nachdem man die fremde Sequenz eingeschleust hat, sondern auch zum Beispiel die zuf&amp;auml;llige Integration (die Sequenz integriert sich an zuf&amp;auml;lliger Stelle) stattfinden k&amp;ouml;nnte, beinhaltet ebendiese Sequenz auch positiv- oder negativ-Marker. Zum Beispiel werden Zellen gegen Antibiotika resistent, wenn die Sequenz an der richtigen Stelle eingebaut wurde, oder sie zerst&amp;ouml;ren sich selbst durch Toxine, wenn sie an der falschen Stelle eingebaut wurden. Da ich n&amp;auml;chste Woche mit Arabella arbeiten werde und sie sich mit solchen Dingen besch&amp;auml;ftigt (glaube ich) werde ich dann sicher mehr dazu sagen k&amp;ouml;nnen.</description>
    <dc:creator>bernhard.zatloukal (mailto:&amp;#98;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#110;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#100;&amp;#46;&amp;#122;&amp;#97;&amp;#116;&amp;#108;&amp;#111;&amp;#117;&amp;#107;&amp;#97;&amp;#108;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#109;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#111;&amp;#111;&amp;#108;&amp;#46;&amp;#97;&amp;#116;)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bernhard.zatloukal</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-16T21:42:46Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/31038/">
    <title>Genotypen bestimmen [edit]</title> 
    <link>http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/31038/</link>
    <description>Ich habe hier nur meinen alten Beitrag &amp;uuml;berarbeitet (Bilder, bessere Erkl&amp;auml;rung) und nochmal geposted, also:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelelektrophorese: Die Gelelektrophorese ist eine Methode um die Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e von DNA-Str&amp;auml;ngen zu analysieren. Damit k&amp;ouml;nnen wir zum Beispiel die Genotypen unserer Versuchstiere bestimmen, das hei&amp;szlig;t, wir untersuchen zum Beispiel, was f&amp;uuml;r Genotypen aus unseren Kreuzungen hervorgegangen sind. Wir stellen uns also ein Agarosegel her indem wir Agarose in einem Puffer aufkochen und Ethidiumbromid als Farbstoff hinzugeben. Ethidiumbromid lagert sich in die DNA ein und mach sie dann unter UV-Licht sichtbar. Das Gel verfestigt sich mit einem &amp;#8222;Kamm&amp;#8220; in einer Kammer. Unsere mit PCR vervielf&amp;auml;ltigte DNA wird noch mit einem weiteren Farbstoff versehen und wird in die durch die Z&amp;auml;hne des Kamms entstandenen kleinen Kammern im Gel hinein pipettiert. Das Gel ist jetzt in einer mit Elektroden versehenen Wanne, welche wiederum mit einem Puffer gef&amp;uuml;llt wird. Anschlie&amp;szlig;end lege ich eine Gleichspannung von circa 140 Volt an. Weil DNA negativ geladen ist zieht es sie durch das Gel in Richtung der Anode und je gr&amp;ouml;&amp;szlig;er die Sequenz, desto langsamer kann sie sich durch das Gel bewegen. Betrachten wir nach einiger Zeit (20 &amp;#8211; 30 min) unser Gel unter UV-Licht ergeben sich zum Beispiel solche Bilder: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;196&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.summerschool.at/static/bernhard.zatloukal/images/gel2.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir den Ausschnitt genauer: Im oberen Teil des Bildes erkennen wir die Kammern von denen aus die DNA hinunter, das hei&amp;szlig;t in Richtung Anode, gelaufen ist. Betrachten wir also die verschiedenen Spalten (von links nach rechts): In die erste Kammer habe ich eine so genannte DNA-Ladder gegeben. Sie beinhaltet beliebige Sequenzen zu 100, 200, 300, &amp;#8230; 1000 Basenpaaren. Die unterste Bande war die Sequenz mit 100 Bp, die zweite von unten die Sequenz mit 200 Bp und so weiter. Das Interessante kommt aber erst jetzt: Die n&amp;auml;chste Spalte ist das erste richtige Ergebnis! Wir haben hier versucht, das f&amp;uuml;r RANK zust&amp;auml;ndige Gen mittel Cre/loxP zu eliminieren. Jetzt k&amp;ouml;nnen wir also die Genotypen unterscheiden indem wir zwischen einer wildtyp-, einer gefloxten und einer &amp;#916;-Sequenz (vollst&amp;auml;ndig deletiert) differenzieren. Verena erkl&amp;auml;rt, dass die Wildtypen die k&amp;uuml;rzesten, die gefloxten M&amp;auml;use die mittellangen und die &amp;#916;-Tiere die l&amp;auml;ngsten Sequenzen haben. F&amp;uuml;r unsere Analyse bedeutet es also folgendes: In der ersten Spalte finden wir zwei Banden, eine auf oberer H&amp;ouml;he (circa 600 Bp, siehe DNA-Ladder; entspricht &amp;#916;) und eine auf mittlerer H&amp;ouml;he (circa 400 Bp, siehe DNA-Ladder; entspricht floxed). Merke: Das Tier Nr 1 ist also ein Heterozygote und zwar fl/&amp;#916; (floxed-Delta). Nr 2 w&amp;auml;re dann ein Homozygot fl/fl (floxed-floxed), Nr 3 wie Nr 1, Nr 4 fl/+ (floxed-plus), Nr 5 &amp;#916;/+ (Delta-plus) und so weiter. Das &amp;#8222;+&amp;#8220; steht f&amp;uuml;r Wildtyp. Bei Nummer sieben hat anscheinend die PCR nicht funktioniert und die beide letzten Spalten sind Kontrollspalten, von denen wir wissen, dass sie fl/&amp;#916; beziehungsweise fl/+ sind. F&amp;uuml;r alle weiteren Versuche und Z&amp;uuml;chtungen und Kreuzungen m&amp;uuml;ssen wir den Genotyp nat&amp;uuml;rlich immer genau wissen. Eine Sache ist mir jedoch w&amp;auml;hrend Verenas Erkl&amp;auml;rungen aufgefallen: Wie kann es sein, dass eine &amp;#916;-Sequenz gr&amp;ouml;&amp;szlig;er ist als eine wildtyp? Wie kann es sein, dass eine Sequenz, die nicht mehr da ist (au&amp;szlig;er den Primern nat&amp;uuml;rlich), gr&amp;ouml;&amp;szlig;er ist, als eine die eben schon noch da ist? Das ganz funktioniert anscheinend so (Ich habe versucht eine Skizze in PowerPoint zu zeichnen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;226&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.summerschool.at/static/bernhard.zatloukal/images/primer1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe eine Sequenz, genauer: bestimmte &amp;#8222;Exons&amp;#8220;, also jene DNA-Sequenzen, die f&amp;uuml;r die Proteine zust&amp;auml;ndig sind, der &amp;#8222;wesentliche Teil&amp;#8220; k&amp;ouml;nnte man auch sagen. Der andere Teil der DNA sind so genannte Introns, aber sie sind noch relativ unerforscht und wurden bis vor kurzem noch f&amp;uuml;r M&amp;uuml;ll gehalten. Inzwischen nimmt man an, dass sie Regulatoren f&amp;uuml;r bestimmte Prozesse sind. Jedenfalls habe ich zum Beispiel meine f&amp;uuml;r RANK zust&amp;auml;ndigen Exons (blaue Balken, siehe Skizze). Ich setzte die ersten beiden Primer VOR diese Exons. Das hei&amp;szlig;t, eigentlich vervielf&amp;auml;ltigen wir im PCR nicht einmal das Gen selbst sondern nur ein kurzes St&amp;uuml;ck DNA, von dem wir dann auf den Genotyp r&amp;uuml;ckschlie&amp;szlig;en k&amp;ouml;nnen. Unsere insgesamt drei Primer (gr&amp;uuml;ne Pfeile) sind also wie auf der Skizze zu sehen gesetzt. Bei einem Wildtyp w&amp;uuml;rde jetzt die vermehrte DNA, genau die Sequenz zwischen forward- und erstem reverse-Primer sein. Der dritte Primer ist NACH den Exons gesetzt und damit viel zu weit weg f&amp;uuml;r die Polymerase. Bei dem gefloxten Tier haben wir eine loxP-Stelle (rot) genau in der Sequenz zwischen den ersten beiden Primern und damit ist die von PCR vervielf&amp;auml;ltigte Sequenz genau um die Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e einer loxP-Stelle gr&amp;ouml;&amp;szlig;er. Der dritte Primer kommt erst bei Delta ins Spiel. Hier wurde unser Gen bereits mittels Cre/loxP eliminiert und alles was &amp;uuml;briggeblieben ist, ist nur eine loxP-Stelle. Auch die Sequenz, an der normal der zweite Primer binden h&amp;auml;tte k&amp;ouml;nnen, ist weg. Was uns bleibt, ist eine Sequenz zwischen dem ersten und dem dritten Primer, welcher nun auch in Reichweite ist. Dass diese Sequenz die l&amp;auml;ngste ist, ist aber zuf&amp;auml;llig in unserem Fall so, und nur auf die Primerwahl zur&amp;uuml;ckzuf&amp;uuml;hren. So kann Delta durchaus auch gr&amp;ouml;&amp;szlig;er als floxed oder wildtype sein.</description>
    <dc:creator>bernhard.zatloukal (mailto:&amp;#98;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#110;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#100;&amp;#46;&amp;#122;&amp;#97;&amp;#116;&amp;#108;&amp;#111;&amp;#117;&amp;#107;&amp;#97;&amp;#108;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#109;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#111;&amp;#111;&amp;#108;&amp;#46;&amp;#97;&amp;#116;)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bernhard.zatloukal</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-16T21:09:33Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/30853/">
    <title>Tote M&amp;auml;use, ein Pathologe und seltsamer Krebs...</title> 
    <link>http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/30853/</link>
    <description>Ich habe jetzt auch die Methoden der Reverse Transkriptase-Polmerase-Kettenreaktion (RT-PCR) und der Real-Time-Quantitative-PCR (qRT-PCR) kennengelernt: Die qRT-PCR unterscheidet sich im Grunde nicht viel von der PCR, nur wird hier eben &amp;#8222;real time&amp;#8220; mit gemessen, wie schnell die Kettenreaktion stattfindet. Daraus kann man sich dann die Genexpression, also die Aktivit&amp;auml;t eines Gens ausrechnen.&lt;br /&gt;
RT-PCR stellt aus mRNA cDNA her und funktioniert &amp;auml;hnlich wie PCR, jedoch ist eine viel aufw&amp;auml;ndigere und genauere Vorarbeit zu leisten. Die genaue Prozedur werde ich erkl&amp;auml;ren, wenn ich das Verfahren noch einmal wiederholt habe, um sicherzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Arbeit mit M&amp;auml;usen: Noch am Freitag haben wir RANK-Knockout-M&amp;auml;usen Hormonpellets unter die Haut gesteckt. Das Ganze ist recht einfach: Man gibt ihnen eine Bet&amp;auml;ubungsspritze in den Bauch, rasiert und desinfiziert sie und schneidet sie vorsichtig auf und schiebt das Pellet mit einer Pinzette unter die Haut. Anschlie&amp;szlig;end wird die Wunde mit einer Metallklammer zugeklammert und fertig. Die Pellets, die wir verwendet haben enthalten das Hormon Progesteron. Progesteron wurde zum Beispiel Frauen in den Wechseljahren gegen Beschwerden verschrieben und pl&amp;ouml;tzlich stieg die Zahl von Brustkrebsdiagnosen erheblich. Als man mit Progesteronbehandlungen wieder aufgeh&amp;ouml;rt hatte, ist auch die Anzahl der Brustkrebserkrankungen zur&amp;uuml;ckgegangen. Wir vermuten, dass Progesteron mit RANK zusammenh&amp;auml;ngt, also RANK stark stimuliert und deswegen fr&amp;uuml;her Brustkrebs ausbricht. Diese M&amp;auml;use haben wir jetzt get&amp;ouml;tet und wollen ihre RANKL- und RANK-Expressionen untersuchen. Das T&amp;ouml;ten geht schnell und einfach: Die Tiere kommen in ein CO2 Kammer und ersticken. Mit Nadeln fixiert man sie auf einer mit Alufolie &amp;uuml;berzogenen Korkplatte und das &amp;#8222;M&amp;auml;use-Zerlegen&amp;#8220;, wie es Daniel (er arbeitet auch an RANK) liebevoll ausgedr&amp;uuml;ckt hat beginnt. Vorsichtig l&amp;ouml;st man also das Brustgewebe heraus und entnimmt der toten Maus noch etwas Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;260&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.summerschool.at/static/bernhard.zatloukal/images/mouse.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute untersuchen wir aber das Gewebe von RANK-Knockoutm&amp;auml;usen mit gro&amp;szlig;en Tumoren, oder besser: wir lassen untersuchen. Dazu fahren wir zum AKH Wien zu Lukas, einem Pathologen, den ich zuf&amp;auml;llig schon l&amp;auml;nger pers&amp;ouml;nlich kenne. Leider konnte er uns aber noch keine eindeutigen Ausk&amp;uuml;nfte geben weil er noch weitere Schnitte braucht, deswegen werden wir kommenden Freitag noch einmal vorbeischauen. Au&amp;szlig;erdem hat Lukas seltsame untypische &amp;#8222;Verhornungen&amp;#8220; im Krebs entdeckt und wir wissen noch nicht genau was das bedeutet. Es bleibt also spannend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin &amp;uuml;brigens nicht der einzige Summerschool Praktikant am IMBA. David Chromy arbeitet im selben Lab wie ich und nebenan sollen noch zwei weitere Sch&amp;uuml;ler sein, die ich aber noch nicht kennengelernt habe. Und seit heute habe ich endlich das Buch &quot;Molecular Biology of the Cell&quot; von Alberts! Da werden die Methoden nochmals sehr detailliert beschrieben. Ein super Buch!</description>
    <dc:creator>bernhard.zatloukal (mailto:&amp;#98;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#110;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#100;&amp;#46;&amp;#122;&amp;#97;&amp;#116;&amp;#108;&amp;#111;&amp;#117;&amp;#107;&amp;#97;&amp;#108;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#109;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#111;&amp;#111;&amp;#108;&amp;#46;&amp;#97;&amp;#116;)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bernhard.zatloukal</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-11T22:18:07Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/30801/">
    <title>Erste Arbeit mit M&amp;auml;usen, PCR und Cre/loxP-Methode</title> 
    <link>http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/30801/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;225&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.summerschool.at/static/bernhard.zatloukal/images/mh.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ich mit den M&amp;auml;usen arbeiten darf, bekomme ich einen sterilen Ganzk&amp;ouml;rperanzug mit Atemschutzmaske, Handschuhen, speziellen Schuhen und allem was dazu geh&amp;ouml;rt. Anschlie&amp;szlig;end werde ich noch einmal in einer Luftschleuse sterilisiert um nun g&amp;auml;nzlich rein drei Stockwerke unter der Erde mit den M&amp;auml;usen arbeiten zu k&amp;ouml;nnen. Neu gez&amp;uuml;chtete M&amp;auml;use m&amp;uuml;ssen markiert werden und ihre DNA muss extrahiert werden. Ich markiere sie, indem ich mit einem Locher Markierungen an verschiedene Stellen in ihre Ohren stanze. Mit dem heraus gestanzten Gewebe habe ich gleichzeitig ihre DNA extrahiert. Ansonsten schneiden wir hierzu ein St&amp;uuml;ck der relativ unempfindlichen Schwanzspitze ab. In einem bestimmten Mittel (Proteinase K in DNA-lysis Buffer), welches Verena hinzugibt l&amp;ouml;st sich &amp;uuml;ber Nacht die reine DNA aus dem Gewebe. Diese M&amp;auml;use sind konditionelle RANK-Knockout-M&amp;auml;use, welche wir zu einer Cre-Linie gekreuzt haben und jetzt wollen wir ihre DNA vervielf&amp;auml;ltigen um sie anschlie&amp;szlig;end mit der Gelelektrophorese zu analysieren um ihre Genotypen zu bestimmen. Bei einem konditionellen Knockout werden im Gegensatz zum konventionellen Knockout nicht alle Zellen von Geburt an ver&amp;auml;ndert, sondern nur zu einem Bestimmten Zeitpunkt oder an einem bestimmten Ort. Das k&amp;ouml;nnen wir festlegen, indem man einen Promoter verwendet. Wir wollten zum Beispiel nur das Brustgewebe der weiblichen M&amp;auml;use ver&amp;auml;ndern und haben deswegen einen Promoter namens MMTV verwendet. Er wird w&amp;auml;hrend der Pubert&amp;auml;t aktiv, also dann wenn sich das Brustgewebe entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cre/loxP Methode: Wenn man ein Gen oder eine bestimmte Sequenz der DNA gezielt ausschalten m&amp;ouml;chte, so wird diese Sequenz zuerst gefloxt. Das hei&amp;szlig;t man setzt so genannte loxP Stellen zu Beginn und am Ende der Sequenz. loxP ist eine bestimmte Sequenz die von Cre (ein Enzym) erkannt werden kann. Cre schneidet die DNA Sequenz inklusive der beiden loxP Stellen heraus und verbindet die Sequenz entweder zu einem Ringf&amp;ouml;rmigen Konstrukt, welches dann abgebaut wird, oder deaktiviert die Sequenz indem es sie einfach umdreht und damit ist ihre Funktion deaktiviert. Das ist von der Richtung der loxP Sequenzen abh&amp;auml;ngig. Aber da das Cre-Enzym nur in bestimmten Bakterien vorkommt, muss es erst in die DNA der Versuchstiere gebracht werden, indem man Vorg&amp;auml;nge der &amp;#8222;zuf&amp;auml;lligen Integration&amp;#8220; ausn&amp;uuml;tzt. Diese Tiere geh&amp;ouml;ren dann also zu den transgenen Tieren, da sie ein Gen enthalten das urspr&amp;uuml;nglich von einem anderen Organismus stammt (dem Bakterium). Das floxen funktioniert auch &amp;auml;hnlich, und zwar mit Hilfe der &amp;#8222;homologen Rekombination&amp;#8220;. Die genaue Erkl&amp;auml;rung der komplexen Prozesse der Rekombination wird mir Verena morgen geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier noch ein Link zu einer Skizze zu Cre/loxP von Wikipedia:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b7/CreLoxP_Modellversuch.png&quot;&gt;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b7/CreLoxP_Modellversuch.png&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PCR: Die Polymerase-Kettenreaktion (Polymerase Chain Reaction) ist eine Methode, die angewandt wird um DNA im Labor zu vervielf&amp;auml;ltigen. Wir haben also unsere DNA-L&amp;ouml;sung und geben nun verschiedene Primer hinzu. Einen Primer kann man sich als kurzes St&amp;uuml;ck DNA vorstellen, welches an einem bestimmten Abschnitt der zu vervielf&amp;auml;ltigenden DNA bindet und bildet einen Startpunkt, an welchem die Polymerase mit ihrer Verkn&amp;uuml;pfungsreaktion beginnen kann. Polymerasen, oder genauer DNA-Polymerasen, sind Enzyme, die als Katalysator f&amp;uuml;r die Synthese von den Nukleotiden fungieren. Das hei&amp;szlig;t, sie leiten die Bindung eines Nukleotiden an seinen komplement&amp;auml;ren ein. Die Nukleotide bestehen aus Phosphor, Zucker und einer Nukleobase, also Adenin, Thymin, Cytosin, Guanin oder Uracil. Da die meisten Polymerasen sehr temperaturempfindlich und damit nicht f&amp;uuml;r PCR geeignet sind, verwenden wir eine spezielle Polymerase, die Taq-Polymerase. Taq steht f&amp;uuml;r Thermus Aquaticus, ein Bakterium, welches in hei&amp;szlig;en Quellen lebt und entsprechend hitzebest&amp;auml;ndig ist &amp;#8211; in diesem wurde genanntes Enzym entdeckt. Zus&amp;auml;tzlich zu der DNA, den Primern, den Nukleotiden und der Polymerase kommt noch eine Pufferl&amp;ouml;sung. Anschlie&amp;szlig;end kann die PCR beginnen. Die Reaktionsgef&amp;auml;&amp;szlig;e werden in den Heizblock gestellt und das Programm startet. Nachdem der Heizblock aufgeheizt wurde, wiederholt sich jetzt ein Zyklus von drei Schritten beliebig oft. Der erste Schritt wird als Denaturieren bezeichnet. Die DNA wird auf knapp 100&amp;deg; Celsius erhitzt und trennt sich dabei in ihre beiden Einzelstr&amp;auml;nge auf &amp;#8211; sie &amp;#8222;schmilzt&amp;#8220;. Im zweiten Schritt (Primer-annealing) binden die Primer bei einer bestimmten Temperatur (50 &amp;#8211; 60 &amp;deg;C) an die aufgetrennten Str&amp;auml;nge. Im dritten Schritt (Elongation, circa 70&amp;deg; C) kommt die DNA-Polymerase zum Einsatz und bindet die Nukleotide an die getrennten Str&amp;auml;nge, beginnend bei den Primern, welche die Anfangssequenz des neuen Strangs bilden. Jetzt hat sich die gew&amp;auml;hlte vorhandene DNA-Sequenz verdoppelt und vervielf&amp;auml;ltigt sich also exponentiell.</description>
    <dc:creator>bernhard.zatloukal (mailto:&amp;#98;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#110;&amp;#104;&amp;#97;&amp;#114;&amp;#100;&amp;#46;&amp;#122;&amp;#97;&amp;#116;&amp;#108;&amp;#111;&amp;#117;&amp;#107;&amp;#97;&amp;#108;&amp;#64;&amp;#115;&amp;#117;&amp;#109;&amp;#109;&amp;#101;&amp;#114;&amp;#115;&amp;#99;&amp;#104;&amp;#111;&amp;#111;&amp;#108;&amp;#46;&amp;#97;&amp;#116;)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 bernhard.zatloukal</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-10T21:19:17Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/30777/">
    <title>Die ersten beiden Arbeitstage am IMBA - Was ist RANK?</title> 
    <link>http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/30777/</link>
    <description>Mein Betreuer ist Verena Sigl, eine Studentin die am IMBA (Institute for Molecular Biotechnology) ihre Diplomarbeit schreibt. Mit ihr werde ich an einem Protein namens RANK (Receptor Activator of NF-&amp;#954;B) in der Gruppe von Prof. Dr. Josef Penninger arbeiten. NF-&amp;#954;B ist ein Protein, welches die Transkription (RNA-Synthese) beeinflussen kann, ein so genannter Transkriptionsfaktor. Ich habe ein Mail erhalten in dem Verena die bisher bekannten Funktionen von RANK erkl&amp;auml;rt: RANK ist ein Rezeptor und wird &amp;uuml;ber seinen Liganden RANKL aktiviert. Danach kommt es zu verschiedenen Signalkaskaden, deren Verlauf Situationsabh&amp;auml;ngig ist. Das f&amp;uuml;r RANK kodierende Gen wurde fr&amp;uuml;her als Schl&amp;uuml;sselgen f&amp;uuml;r den Knochenauf und -abbau beschrieben. Die Aktivit&amp;auml;t von RANK ist notwendig, damit Osteoclasten, jene Zellen, die f&amp;uuml;r den Knochenabbau zust&amp;auml;ndig sind, richtig gebildet werden und heranreifen k&amp;ouml;nnen. Ist RANK also defekt oder funktioniert eine andere Komponente der Signalkaskade nicht mehr, kann kein Knochenabbau mehr stattfinden. RANK- und RANKL-Knockout-M&amp;auml;use leiden daher unter schwerer Osteopetrose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knockout-Maus: Das Ziel der Herstellung von Knockout-M&amp;auml;usen ist es, ein bestimmtes Gen einer Maus gezielt zu deaktivieren. Dazu werden vorerst Chim&amp;auml;ren hergestellt. Das passiert indem man gentechnisch ver&amp;auml;nderte embryonale Stammzellen, in welchen das betreffende Gen inaktiviert wurde, in einen Embryo injiziert wird und dieser ausgetragen wird. Die Zellen der resultierenden chim&amp;auml;rischen Maus haben sich also entweder aus den nat&amp;uuml;rlichen oder aus den ver&amp;auml;nderten Stammzellen entwickelt, das hei&amp;szlig;t jede Zelle tr&amp;auml;gt entweder ver&amp;auml;nderte oder unver&amp;auml;nderte DNA in sich &amp;#8211; ebenso die Keimzellen. Jetzt werden die Chim&amp;auml;ren mit Wildtypen r&amp;uuml;ckgekreuzt. Verschmilzt jetzt eine ver&amp;auml;nderte Keimzelle der chim&amp;auml;rischen Maus mit einer Wildtyp-Keimzelle, erhalten wir heterozygote Tiere, jede ihrer Zellen tr&amp;auml;gt sowohl das ver&amp;auml;nderte, als auch das unver&amp;auml;nderte Gen in sich.  Die Heterozygoten werden wiederum miteinander gekreuzt um homozygote M&amp;auml;use zu erhalten. In ihnen wurde das Gen vollst&amp;auml;ndig ausgeknockt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;88&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.summerschool.at/static/bernhard.zatloukal/images/knockout1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;122&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://www.summerschool.at/static/bernhard.zatloukal/images/knockout2.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Funktion von RANK wurde erst k&amp;uuml;rzlich herausgefunden: Wenn RANK- oder RANKL-Knockout-M&amp;auml;use (also M&amp;auml;use deren RANK-Gen gentechnisch inaktiv gemacht wurde) Junge bekommen, dann sterben diese aufgrund der nicht funktionierenden Milchproduktion der Mutter. RANK ist also auch notwendig, damit in der Schwangerschaft aus dem Brustepithel Strukturen zur Milchproduktion entstehen k&amp;ouml;nnen. Ein weiteres Gen, welches hierbei von RANK in der Signalkaskade aktiviert wird ist Cyclin D1. Man wei&amp;szlig;, dass es n&amp;ouml;tig ist um die Proliferation von Zellen voranzutreiben, das hei&amp;szlig;t die Gewebevermehrung also Zellteilung. Und da RANK also die Expression von Cyclin D1 beeinflusst, vermutet man, dass es bei der Entstehung von Mammakarzinomen eine Rolle spielt. Ob das wirklich so ist, gilt es nun herauszufinden, und genau das versuchen wir.</description>
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    <title>Pers&amp;ouml;nliches / Eindr&amp;uuml;cke</title> 
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  <item rdf:about="http://www.summerschool.at/bernhard.zatloukal/stories/29130/">
    <title>Diskussion / Auswertung</title> 
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