19:10 / 19.07.2006
Was ich bis jetzt eigentlich noch gar nicht so richtig erwähnt habe, ist, dass ich in den letzten Tagen immer, wenn ich mit der anderen Arbeit zu früh fertig war, noch auf einen Sprung einen Stock höher gegangen bin.
Nachdem ich meine Hausaufgabe von gestern brav erledigt habe, war nach einer halben Stunde alles durchbesprochen – also, „Was nun?“ war die Frage. Da kam mir die Idee, ich würde gern meinen Bluttest auswerten. Nach allen Kriterien, über die ich in Günthers Skript gelesen habe. Blieb nur ein Problem: Um eine Statistik aufzustellen, brauch es mehrere Messungen (zu entweder unterschiedlichen Zeiten oder an verschiedenen Personen) – aber ich hatte ja nur mein Blut.... Mein Problem bekam Ingrid mit, die mir ein paar Zettel in die Hand drückte, und ganz begeistert war von der Idee, meine Werte mit denen aus der Literatur zu vergleichen.
Und schon ging die Arbeit los... das war leichter gesagt als getan – rund 60 verschiedene Substanzen wurden in meinem Blut nachgewiesen, die auf einer Liste wiederzufinden und die richtigen Werte einzutragen, hat schon so seine Zeit gedauert.
Nach all diesen Vorbereitungen, ging es dann wirklich los, mit Günthers Hilfe programmierte ich in „R“ – gar nicht so leicht, meiner Meinung nach. Der ganzen Nachmittag ist mit dem Erstellen von zwei Diagrammen „drauf gegangen“. Aber die sind wirklich perfekt – naja – perfekt im Sinne von: übersichtlich, ordentlich, sauber, alles andere als farblos ;) – aber das Problem bei der ganzen Sache:
Eigentlich war ja mein Blut nicht für so eine Untersuchung vorgesehen nachdem ich davor was gegessen hatte, waren die Werte bei den Fetten drüber, und dann aber wieder bei anderen Substanzen um einige Kommastellen drunter. Das liegt natürlich nicht am Essen, sondern daran, dass der Versuchsaufbau der Testpersonen in der Literature wahrscheinlich generell anders war – und über die Testpersonen ist auch weiter nichts bekannt (außer, dass es nur 12 waren, was für statistische Zwecke ziemlich wenig ist...)
Meine Auswertungen sind somit richtig, aber das Ergebnis kann man halt nicht wirklich verwenden, weil es für „die reale Forschungswelt“ viel zu ungenau ist ;)
Tja, Leben ist hart ;) – ändert aber nichts daran, dass ich morgen daran weiterarbeiten werde.