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Clemens Kohl
Letztes Update: 17:28 / 03.08.2010

  23.7. Heute sollten wir zum ersten Mal in unserem Leben DNA...

23.7.

Heute sollten wir zum ersten Mal in unserem Leben DNA auf das Geld auftragen. Dazu wurde uns im Schnelldurchgang die Theorie erklärt, sowie genaue praktische Anweisungen gegeben. Mit mehreren vollgeschriebenen Seiten machten wir uns dann ans Werk: Zuallererst mussten wir, um nur die DNA und Wasser zu haben, die Proben mit Natriumacetat und Isopropanol fällen. Nachdem wir die fertig gefällten Proben herunter zentrifugiert ( eine meiner Lieblingsbeschäftigungen  ) mit Ethanol gewaschen und die DNA in Wasser gelöst hatten, konnten wir mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Wir mischten in festgelegten Verhältnissen DNA, Enzym, Puffer und reines Wasser in einem Tube zusammen, und mischten davon wiederum einen Teil mit dem Farbstoff (der benötigt wird damit man mit freiem Auge etwas sieht). Danach konnten wir es in die Taschen füllen. Anfangs machte ich mir Sorgen, dass ich wie Jack the Ripper mit der Pipette reihenweise Löcher ins Gel stechen und damit die Taschen ruinieren würde, die Sorgen erfüllten sich aber (zum Glück) nicht.

26.7.

Gleich in der Früh beluden wir heute wieder ein Gel, mit 4 verschiedenen Targets, allerdings war das Mischverhältnis von DNA zu Farbstoff (der, da er schwerer ist und damit hinabsinkt) ein anderes. Mit weniger Farbstoff war das beladen der Taschen schon wesentlich kniffliger!

28.7.

Zusammen mit Andrea machten wir heute unsere erste PCR! Allerdings hatte sie schon einiges vorbereitet, wodurch wir nicht mehr alles herstellen mussten. Wir mussten nur noch den PCR-Mix, zusammen mit RedTaq, dem Primer-MIX und der cDNA/ RT- vermischen, und fertig war der Zaubertrank!
Anschließend war erst einmal 1 ½ Stunden warten angesagt um schließlich resigniert feststellen zu müssen, dass sich mehr heute aufgrund weiterer langer Wartezeiten nicht ausgehen würde. Daher mussten wir das Gel-beladen auf morgen früh verschieben.

29.7.

Bevor wir alles auf das Gel aufladen konnten, stellten wir noch einige weitere Proben zur Qualitätskontrolle her. Dazu machte ich mir einen Haufen Notizen (von denen ich froh sein kann, dass ich deren Sinn im Nachhinein noch verstand). Nachdem wir die verschiedenen Wells zusammenpipettiert hatten, trugen wir es zusammen mit unseren gestrigen PCR-Produkten auf das GEL auf, und warteten das Ergebnis ab. Leider mussten wir bei der Auswertung einsehen, dass mit der PCR irgendetwas schiefgelaufen war, denn man erkannte keine DNA auf dem Gel. Der Rest war (fast) wie erwartet.

30.7.

Für heute war der Verdau von IL-17, EBI 3 und IL-6 angelegt. Dazu mussten wir die Proben erst wie gewohnt Fällen, 2h warten und dann mit dem entsprechenden Enzym verdauen. Für IL-6 hatten wir leider kein Enzym, daher konnten wir nur die anderen beiden verdauen.  .
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