querschnitte von organen erstellen
22:53 / 13.08.2009
dies geschieht in der histologie (lehre von gewebe etc.) und es gibt im grunde 2 varianten diese schnitte zu erstellen.
1. die paraffin-variante:
Sie ist vermutlich die unkompliziertere und bedarf nicht so viel übung, dafür ist ein größerer zeitaufwand notwendig.
Man beginnt damit, dass man die frisch entnommenen organe zunächst eine nacht in formaldehyd einlegt. Die nun konservierten Proben schließt man anschließend in kleinen, gitterartigen plastikboxen ein. Die boxen werden zuvor beschriftet - immerhin will man ja am ende wissen welche maus es war, in der Organ A so und so ausgesehen hat.
Dann geht es auf zu einer maschine, bei dem man mit flüssigem paraffin (~55-60°C) hantiert. So schließt man schließlich die organe im Paraffin, welches schon bei zimmertemperatur wieder aushärtet, ein.
Die gut gekühlten Blöcke kann man nun in einem eigenen gerät schneiden. Hierzu wird der Block in das gerät eingespannt und durch eine von hand betätigte kurbel auf und ab bewegt, wobei er sich jedesmal eine bestimmte distanz nach vorne schiebt. Diese distanz kann man individuell wählen - dadurch bestimmt man die dicke der querschnitte. Üblicherweise wählt man 2-5 µm.
Die schwierigkeit besteht nun diese hauchfeinen "scheiben" in ein wasserbad zu bringen, wo sie kontrolliert von der wasseroberfläche auf einem glas aufgebracht werden können. Nun brauchen sie nur noch eine weitere nacht zu trocknen und können schon eingefärbt, fixiert und schlussendlich unterm lichtmikroskop betrachtet werden.
2. die kryo-variante:
wie der name schon sagt wird hier mit sehr niedrigen temperaturen gearbeitet.
Ihr vorteil ist, dass sie sehr schnell durchführbar ist. Deswegen wird sie zB in der medizin/pathologie verwendet, wenn ein ein chirurg eine operation durchführt und noch während seiner arbeit auskunft über ein bestimmtes, entnommenes gewebe des patienten benötigt.
Das prinzip ist ansich das gleiche, wie bei der paraffinvariante. Zuerst wird die probe in medium eingeschlossen, dies geschieht hier mit einem gel, welches bei minusgrade ziemlich fest wird, sich jedoch noch gut mit einem sehr scharfen messer schneiden lässt. Sobald man nun einen tiefgefrohrenen block erhalten hat, friert man diesen auf einem kleinen metallstück fest. dann wird mit einer aperatur geschnitten, die vom prinzip genaus wie die beim paraffinfunktioniert. Allerdings arbeitet man hier mit den händen in einem gerät, welches stätig -20°C gewährleistet, damit die probe nicht auftaut und weich-flüssig wird.
Die "scheiben" können hier direkt auf den glasträger aufgebracht werden. Durch die wärme des trägers schmilzt die "scheibe" augenblicklich und klebt nun am glas. trockenen, einfärben, ansehen - das wars.
1. die paraffin-variante:
Sie ist vermutlich die unkompliziertere und bedarf nicht so viel übung, dafür ist ein größerer zeitaufwand notwendig.
Man beginnt damit, dass man die frisch entnommenen organe zunächst eine nacht in formaldehyd einlegt. Die nun konservierten Proben schließt man anschließend in kleinen, gitterartigen plastikboxen ein. Die boxen werden zuvor beschriftet - immerhin will man ja am ende wissen welche maus es war, in der Organ A so und so ausgesehen hat.
Dann geht es auf zu einer maschine, bei dem man mit flüssigem paraffin (~55-60°C) hantiert. So schließt man schließlich die organe im Paraffin, welches schon bei zimmertemperatur wieder aushärtet, ein.
Die gut gekühlten Blöcke kann man nun in einem eigenen gerät schneiden. Hierzu wird der Block in das gerät eingespannt und durch eine von hand betätigte kurbel auf und ab bewegt, wobei er sich jedesmal eine bestimmte distanz nach vorne schiebt. Diese distanz kann man individuell wählen - dadurch bestimmt man die dicke der querschnitte. Üblicherweise wählt man 2-5 µm.
Die schwierigkeit besteht nun diese hauchfeinen "scheiben" in ein wasserbad zu bringen, wo sie kontrolliert von der wasseroberfläche auf einem glas aufgebracht werden können. Nun brauchen sie nur noch eine weitere nacht zu trocknen und können schon eingefärbt, fixiert und schlussendlich unterm lichtmikroskop betrachtet werden.
2. die kryo-variante:
wie der name schon sagt wird hier mit sehr niedrigen temperaturen gearbeitet.
Ihr vorteil ist, dass sie sehr schnell durchführbar ist. Deswegen wird sie zB in der medizin/pathologie verwendet, wenn ein ein chirurg eine operation durchführt und noch während seiner arbeit auskunft über ein bestimmtes, entnommenes gewebe des patienten benötigt.
Das prinzip ist ansich das gleiche, wie bei der paraffinvariante. Zuerst wird die probe in medium eingeschlossen, dies geschieht hier mit einem gel, welches bei minusgrade ziemlich fest wird, sich jedoch noch gut mit einem sehr scharfen messer schneiden lässt. Sobald man nun einen tiefgefrohrenen block erhalten hat, friert man diesen auf einem kleinen metallstück fest. dann wird mit einer aperatur geschnitten, die vom prinzip genaus wie die beim paraffinfunktioniert. Allerdings arbeitet man hier mit den händen in einem gerät, welches stätig -20°C gewährleistet, damit die probe nicht auftaut und weich-flüssig wird.
Die "scheiben" können hier direkt auf den glasträger aufgebracht werden. Durch die wärme des trägers schmilzt die "scheibe" augenblicklich und klebt nun am glas. trockenen, einfärben, ansehen - das wars.