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David Chromy
Letztes Update: 19:18 / 04.09.2009

Ich bin 17 Jahre, am 3. August startet mein Praktikum am IMBA in Wien

Donnerstag, 13. August 2009

  querschnitte von organen erstellen

dies geschieht in der histologie (lehre von gewebe etc.) und es gibt im grunde 2 varianten diese schnitte zu erstellen.

1. die paraffin-variante:
Sie ist vermutlich die unkompliziertere und bedarf nicht so viel übung, dafür ist ein größerer zeitaufwand notwendig.
Man beginnt damit, dass man die frisch entnommenen organe zunächst eine nacht in formaldehyd einlegt. Die nun konservierten Proben schließt man anschließend in kleinen, gitterartigen plastikboxen ein. Die boxen werden zuvor beschriftet - immerhin will man ja am ende wissen welche maus es war, in der Organ A so und so ausgesehen hat.
Dann geht es auf zu einer maschine, bei dem man mit flüssigem paraffin (~55-60°C) hantiert. So schließt man schließlich die organe im Paraffin, welches schon bei zimmertemperatur wieder aushärtet, ein.
Die gut gekühlten Blöcke kann man nun in einem eigenen gerät schneiden. Hierzu wird der Block in das gerät eingespannt und durch eine von hand betätigte kurbel auf und ab bewegt, wobei er sich jedesmal eine bestimmte distanz nach vorne schiebt. Diese distanz kann man individuell wählen - dadurch bestimmt man die dicke der querschnitte. Üblicherweise wählt man 2-5 µm.
Die schwierigkeit besteht nun diese hauchfeinen "scheiben" in ein wasserbad zu bringen, wo sie kontrolliert von der wasseroberfläche auf einem glas aufgebracht werden können. Nun brauchen sie nur noch eine weitere nacht zu trocknen und können schon eingefärbt, fixiert und schlussendlich unterm lichtmikroskop betrachtet werden.

2. die kryo-variante:
wie der name schon sagt wird hier mit sehr niedrigen temperaturen gearbeitet.
Ihr vorteil ist, dass sie sehr schnell durchführbar ist. Deswegen wird sie zB in der medizin/pathologie verwendet, wenn ein ein chirurg eine operation durchführt und noch während seiner arbeit auskunft über ein bestimmtes, entnommenes gewebe des patienten benötigt.
Das prinzip ist ansich das gleiche, wie bei der paraffinvariante. Zuerst wird die probe in medium eingeschlossen, dies geschieht hier mit einem gel, welches bei minusgrade ziemlich fest wird, sich jedoch noch gut mit einem sehr scharfen messer schneiden lässt. Sobald man nun einen tiefgefrohrenen block erhalten hat, friert man diesen auf einem kleinen metallstück fest. dann wird mit einer aperatur geschnitten, die vom prinzip genaus wie die beim paraffinfunktioniert. Allerdings arbeitet man hier mit den händen in einem gerät, welches stätig -20°C gewährleistet, damit die probe nicht auftaut und weich-flüssig wird.
Die "scheiben" können hier direkt auf den glasträger aufgebracht werden. Durch die wärme des trägers schmilzt die "scheibe" augenblicklich und klebt nun am glas. trockenen, einfärben, ansehen - das wars.

Montag, 10. August 2009

  die erste woche

Zwischenzeitlich durfte ich schon viele spannende dinge hier am IMBA miterleben und selbst ausprobiern.

Genauso wie bei meinem Kollegen Bernhard Zatloukal, den ich mittlweile auch schon getroffen habe, steht bei meiner Betreuerin das Protein RANK im Vordergund (infos dazu könnt ihr in Bernhards Blog nachlesen - er hat es schon äußerst aufschlussreich dargestellt!). Uns interessieren speziell die auswirkungen auf den Thymus und somit auch auf die T-Zellen. Um dies zu erforschen, muss vor allem auf Versuchsmäuse zurückgeriffen werden, die eigens hierfür gezüchtet werden (Knock-Out etc.).

Somit kommen wir gleich zu einem der wichtigsten Arbeitsschritte...von jeder Maus muss einmal der Genotyp ermittelt werden, um zu überprüfen, ob eine Maus ein Gen hat bzw. nicht hat. Dies geschieht natürlich mittels PCR. Ich denke das Prozedere muss ich nicht genau beschreiben, nachdem die Polymerase-Kettenreaktion sowieso überall gang und gebe ist und vermutlich viele von euch sie mittlerweile selbst erfahren durften.

Ein anderer wichtiger Arbeitsschritt ist natürlich auch das Entnehmen der für uns interessanten Organe eine Maus. Damit steht auch das umbringen der Maus in Verbindung.
Ich selbst durfte schon von mehreren jungen Mäusen den Thymus entnehmen, was eine wirklich einmalige erfahrung war!!

Dann gibt es im Grunde mehrere Optionen, wie weiter verfahren werden kann.
Eine Variante wär, die Organe so zu bearbeiten, dass man schließlich ein heterogenes Gemisch der einzelnen, verschiedenen Zellen, aus denen das Organ aufgebaut war, erhält. Nun kann man sie färben (dies funktioniert fast immer über bestimmte Antikörper) und die gesuchten Zellen von einer Apparatur zählen lassen.

Ich habe mich aber vor allem mit einer anderen, sehr üblichen Vorgangsweise beschäftigt - sie zählt zum gebiet der histologie.
Dabei werden Gewebequerschnitte (2–5 µm) erstellt, eingefärbt und schließlich unterm Lichtmikroskop analysiert.

Sonntag, 9. August 2009

  wirklich einmalig!!

Sehen wir überhaupt einmal vom klasse inhalt des praktikums ab - schon allein dann bin ich voll und ganz begeistert. Die Institution ist wirklich schön und soweit ich das beurteilen kann ausgezeichnet ausgerüstet. Auch die Tatsache, dass die Arbeitszeiten sehr individuell sind bzw meist später begonnen, aber eben dafür länger gearbeitet wird, gefällt mir gut.
Die Mitarbeiter haben jetzt schon einen sehr positiven eindruck bei mir hinterlassen. Insbesondere über betreuerin Paolino Magdalena lässt sich nur gutes berichten. Bei ihr bekommt man wirklich alles erklärt und darf vor allem praktisch alles auch sofort selbst ausprobieren und sich konstruktiv beteiligen!

Montag, 3. August 2009

  Heut gehts los..

Ich trete heute mein Praktikum beim IMBA an. Mal sehen wies wird, ich bin echt schon gespannt!

Freitag, 17. Juli 2009

  Mein erster Beitrag! :P

Hallo allerseits,
wie ihr wohl vernehmen könnt ist mein Name David, ich bin 17 Jahre jung und Schüler eines Realgymnasiums.
Über die summerschool habe ich am IMBA (Institute for Molecular Biotechnology of the Austrian Academy of Science) in der Dr. Bohr gasse in St.Marx, 1030 Wien einen Platz bekommen. Ich muss allerdings noch etwas warten, denn mein 5 wöchiges Praktikum startet erst Anfang August. Bisher hatte ich aber schon die Möglichkeit im Rahmen eines Besuchs, mir die Einrichtung anzsehen und meine Betreuerin kennen zu lernen. Diese heißt übrigens Paolino Magdalena, und sie stammt aus Uruguay!...Laborsprache hier ist englisch!!

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