Persönliches / Eindrücke
22:04 / 13.07.2010
Mein Tag heute am IMBA war zwar recht einseitig, jedoch nicht unspannend. Auf uns warteten 20 BALB/c-Wildtyp-Mäuse die operiert werden mussten. Natürlich freute ich mich schon auf die Erfahrung :) .
Zuerst stärkten wir uns noch beim Frühstück, dann gings schon ab ins Labor um das Anästhetikum für die Mäuse zu mischen.
Dann noch das Besteck für die Eingriffe zusammengesucht, kleine Insulinspritzen mit kurzer Nadel für die Anästhesie und schon gings runter ins MouseHouse.
Wieder die gewohnte Umkleideprozedur (ich fand diesmal sogar einen XXL-Overall der mir passte :D ) gleich zum Raum indem wir die Mäuse operieren würden.
Verena klärte mich auf: Ovarektomie, also Entfernung der Eierstöcke bei der einen Hälfte, die andere wird sham-operiert (-> Methoden). Ich durfte die Mäuse mal betäuben, also wie ich es schonmal beim Klipsen der Ohren gemacht habe, am Fell im Genick genommen und den Schwanz zwischen den Fingern eigeklemmt. Ein kleiner Piks in den Bauch und die Sache war erledigt. Ging eigentlich richtig gut. Einige Mäuse fetzten herum und sprangen die ganze Zeit, was echt arg aussah, aber Verena meinte das das bei BALB/c-Mäusen öfters vorkommt.
Dann kam die eigentliche Operation, welche Verena gekonnt ausführte, ich sah erstmal zu und machte Fotos. Zuerst wird das Fell auf einer Flanke der Maus ca 5mm weit aaufgeschnitten. Dann sieht man das Peritoneum, das ist die "Bauchwand", Muskeln, die die unteren Organe einschließen. Auch dieses wird aufgeschnitten und man hat freie Sicht ins Innere (aber nur einen kleinen Ausschnitt). Wenn man die Schnitte gut gesetzt hat, fährt man mit einer Pinzette ein wenig hinein und das Erste was man herausziehen kann ist schon der Eierstock mit Eileiter und einer Menge Fettgewebe dran. Das wird geklemmt damit es draußen bleibt, eine Naht knapp unter dem Eierstock der Eileiter abgebunden (was ich auch einmal machen durfte :) ) und dann der Eierstock inklusive Fettgewebe entfernt. Die Naht bleibt am Eierstock und das ganze wird ins Peritoneum zurück"gestopft". Dann wird das Peritoneum zusammengenäht, ein Stiich mit Doppelknoten reciht und das gleiche mit dem Fell auch noch. Dann ist eine Seite fertig, und die Andere kommt dran.
Ich passte auf die schlafenden Mäuse auf, damit sie nicht auskühlten, ihr Kreislauf ist ja ganz unten durch die Narkose. Aber mit der Wärmelampe die wir aufgestellt hatten war das kein Problem. Ich versorgte die Mäuse, richtete Käfige her und nach 8 Mäusen waren schon mehr als 3 Stunden vergangen. Da hatten wir uns die Mittagspause verdient :) .
Wir besorgten uns vor der Rückkehr noch zusätzliche Nadel und Faden zum Nähen und Klipser für die Ohren zum Markieren. Unten waren die Mäuse schon wieder aufgewcht, jedoch stand noch eine Ovarektomie für 2 Mäuse an, die anderen durfte ich sham operieren :). Das war schon ein ziemlich cooles Gefühl und ich stellte mich, denke ich mal, garnicht schlecht an :) trotzdem musste mir Verena grad am Anfang beim Nähen noch etwas helfen, da der Knoten mit Pinzetten etwas fummelig ist.. Aber schließlich waren wir doch noch fertig geworden und ich habe erfolgreich Mäuse operiert :) voll super :D
Unsere Patienten brachten wir in unseren Raum zurück, füllten ein Experimentblatt und Käfigkärtchen aus und stellten die Mäuse zurück ins Rack. Eine kleine Überraschung zum Schluss: ein breeding pair, bei dem erst vor einer Woche neuer Nachwuchs geboren wurde, hat das zweite Weibchen auch Junge bekommen. Gleich 12 Stück! Noch rosa und sehen aus wie Minialiens, aber bald sehen sie aus wie Mäuse ;) danach noch umgezogen, und ich konnte Heim...
Zuerst stärkten wir uns noch beim Frühstück, dann gings schon ab ins Labor um das Anästhetikum für die Mäuse zu mischen.
Dann noch das Besteck für die Eingriffe zusammengesucht, kleine Insulinspritzen mit kurzer Nadel für die Anästhesie und schon gings runter ins MouseHouse.
Wieder die gewohnte Umkleideprozedur (ich fand diesmal sogar einen XXL-Overall der mir passte :D ) gleich zum Raum indem wir die Mäuse operieren würden.
Verena klärte mich auf: Ovarektomie, also Entfernung der Eierstöcke bei der einen Hälfte, die andere wird sham-operiert (-> Methoden). Ich durfte die Mäuse mal betäuben, also wie ich es schonmal beim Klipsen der Ohren gemacht habe, am Fell im Genick genommen und den Schwanz zwischen den Fingern eigeklemmt. Ein kleiner Piks in den Bauch und die Sache war erledigt. Ging eigentlich richtig gut. Einige Mäuse fetzten herum und sprangen die ganze Zeit, was echt arg aussah, aber Verena meinte das das bei BALB/c-Mäusen öfters vorkommt.
Dann kam die eigentliche Operation, welche Verena gekonnt ausführte, ich sah erstmal zu und machte Fotos. Zuerst wird das Fell auf einer Flanke der Maus ca 5mm weit aaufgeschnitten. Dann sieht man das Peritoneum, das ist die "Bauchwand", Muskeln, die die unteren Organe einschließen. Auch dieses wird aufgeschnitten und man hat freie Sicht ins Innere (aber nur einen kleinen Ausschnitt). Wenn man die Schnitte gut gesetzt hat, fährt man mit einer Pinzette ein wenig hinein und das Erste was man herausziehen kann ist schon der Eierstock mit Eileiter und einer Menge Fettgewebe dran. Das wird geklemmt damit es draußen bleibt, eine Naht knapp unter dem Eierstock der Eileiter abgebunden (was ich auch einmal machen durfte :) ) und dann der Eierstock inklusive Fettgewebe entfernt. Die Naht bleibt am Eierstock und das ganze wird ins Peritoneum zurück"gestopft". Dann wird das Peritoneum zusammengenäht, ein Stiich mit Doppelknoten reciht und das gleiche mit dem Fell auch noch. Dann ist eine Seite fertig, und die Andere kommt dran.
Ich passte auf die schlafenden Mäuse auf, damit sie nicht auskühlten, ihr Kreislauf ist ja ganz unten durch die Narkose. Aber mit der Wärmelampe die wir aufgestellt hatten war das kein Problem. Ich versorgte die Mäuse, richtete Käfige her und nach 8 Mäusen waren schon mehr als 3 Stunden vergangen. Da hatten wir uns die Mittagspause verdient :) .
Wir besorgten uns vor der Rückkehr noch zusätzliche Nadel und Faden zum Nähen und Klipser für die Ohren zum Markieren. Unten waren die Mäuse schon wieder aufgewcht, jedoch stand noch eine Ovarektomie für 2 Mäuse an, die anderen durfte ich sham operieren :). Das war schon ein ziemlich cooles Gefühl und ich stellte mich, denke ich mal, garnicht schlecht an :) trotzdem musste mir Verena grad am Anfang beim Nähen noch etwas helfen, da der Knoten mit Pinzetten etwas fummelig ist.. Aber schließlich waren wir doch noch fertig geworden und ich habe erfolgreich Mäuse operiert :) voll super :D
Unsere Patienten brachten wir in unseren Raum zurück, füllten ein Experimentblatt und Käfigkärtchen aus und stellten die Mäuse zurück ins Rack. Eine kleine Überraschung zum Schluss: ein breeding pair, bei dem erst vor einer Woche neuer Nachwuchs geboren wurde, hat das zweite Weibchen auch Junge bekommen. Gleich 12 Stück! Noch rosa und sehen aus wie Minialiens, aber bald sehen sie aus wie Mäuse ;) danach noch umgezogen, und ich konnte Heim...
hey
Liebe Grüße