21:38 / 24.07.2010
Zu den letzten Methoden:
Macrophagen in Zellkultur: Zuerst muss das Nährmedium her, auf dem die Zellen gehalten werden sollen. Dieses wird speziell gemischt und in Schalen oder Platten mit kleinen Kammern zu den Zellen gefüllt. Das ganze muss natürlich möglichst steril passieren. Im Zellkulturraum gibt es dazu zwei "Abzugshauben" die mit einem Fenster verschlossen werden können. Es ist sogar ein UV-Reinigungsgerät eingebaut um es richtig steril zu halten. Das ganze muss dann auch noch auf ca 37° (Körpertemperatur) gehalten werden und man kann experimente mit den Zellen machen.
ELISA-Test: (muss noch nachgetragen werden)
21:31 / 24.07.2010
So, ich habe jetzt einiges zu posten:
20.7. : Verena hat die entnommenen Macrophagen mit verschiedenen Reizen stimuliert, wie zum Beispiel LPS (Verbindungen von Fetten und Zuckern die in der äußeren Membran von Bakterien vorhanden sind; sind Erkennungsmerkmal für Immunsystem) um zu sehen, ob sich die Macrophagen normal verhalten, oder in irgendeiner Weise überreagieren. Nachdem wurden die Macrophagen wieder in Ruhe gelassen.
Weiters wurden den ovarektumierten (ab jetzt ovx) Mäusen und den sham Mäusen zur Hälfte ein MPA Pellet und zur Hälfte garnichts implantiert. Die Hälfte der MPA Mäuse bekamen zusätzlich noch Östrogen. Sie werden über drei Tage behandelt. Nach den drei Tagen werden ihnen die Brüste entnommen und Schnitte angefertigt um zu sehen, ob es an RANKL liegt, dass sich das Brustgewebe teilt.
ovx Mäuse können von selbst kein Östrogen erzeugen, da Östrogen in den Eierstöcken produziert wird. Beide, ovx und sham Mäuse werden gleich behandelt. RANKL braucht Östrogen und MPA um induziert zu werden. Also nur in denen, in denen beides vorhanden ist, und somit auch RANKL sollte sich das Brustgewebe teilen. Ein Viertel der ovx und sham Mäuse bekommen garnichts und am letzten Tag RANKL. Wenn die Teilung von Brustgewebe RANKL-abhängig ist, sollte sich bei diesen es genauso teilen wie bei den anderen. ABer das werden wir sehen...
21.7. : Der Tag begann mit einem Lab-meeting, diesmal war Greg dran. Diesmal ging es mit dem Verständnis schon um einiges besser :)
Verena hat den Überstand aus der Zellkultur entnommen, um mit ihm einen ELISA Test durchzuführen. Was das ist erkläre ich wieder in den Methoden :) der Überstand wird eingefroren um ihn morgen verwenden zu können. DIe Zellen, die sich am Boden abgesetzt haben werden weggeworfen, für den Test braucht man nur den Überstand. In diesem sind nämlich die Proteine, die die Zellen erzeugen, die mit dem ELISA Test gemessen werden.
Ich habe in der Histologie die Organe der MPA-Tumor-Mäuse die getötet werden mussten in Paraffin eingebettet.
Dann ging es wieder ins MouseHouse: vorher noch oben schnell das Anästethikum vorbereitet, Verena hat das Östrogen und das Vehicle vorbereitet, die Substanz in dem das Östrogen gelöst ist, nur ohne Östrogen, praktisch ein Placebo.
Dann unten im MouseHouse musste ich die Mäuse anästhesieren, was garnicht so einfach war, da sie sich ziemlich wehrten, aber wenigstens hab ich diesmal keinen Krampf bekommen und Verena verpasste ihnen das passende Mittel.
Danach kontrollierten wir noch die Käfige und trennten die Mäuse, dann waren wir fertig.
22.7. : Gleich in der Früh begannen wir mit dem ELISA-Test.