21:22 / 10.08.2010
Gestern haben wir mit einer Klonierung (von zwei Plasmiden) begonnen. Bei einer Klonierung wird eine DNA-Sequenz, die sich sonst nicht im Plasmid befindet, eingesetzt.
Zu Beginn haben wir Ansätze für die PCR angesetzt (PCR = PolymeraseChainReaction, dient zum vervielfätigen der DNA, in unserem Fall wollten wir das Insert, also den Teil der eingebaut werden soll, vervielfältigen).
Die vervielfältigte DNA haben wir dann auf ein Agarosegel aufgetragen. Nach der Elektrophorese haben wir die DNA-Banden aus dem Gel herausgeschnitten und in neue Eppis gegeben. Durch den hinzugefügten Capturepuffer schmilzt das Geld, wenn man die Eppis auf die Thermoplatte gibt. Nach dem Vortexen und inkubieren haben wir den Inhalt in Filtereppis umgefüllt. Nach kurzer Inkubationszeit haben wir diese zentrifugiert und anschließend einen Waschpuffer dazugegeben. Dann wurde erneut kurz zentrifugiert. Den Überstand haben wir abgeleert, da die DNA durch die Filter "gewandert" ist.
Dazu haben wir nun TE-Puffer gegeben und wieder die Proben inkubiert und zentrifugiert.
DIe Flüssigkeit unter dem Filter wird nochmal auf den Filter pipettiert und erneut zentrifugiert.
Dann wurde es Zeit die Restriktionsverdaue anzusetzen.
Wir haben zuerst mit ECORI und später mib XBAI verdaut.
(kein Doppelverdau, sondern hintereinander!)
Nach jedem Verdau haben wir die Proben wieder auf Agarosegel aufgetragen und nach der Elektrophorese aus dem Gel geschnitten. Auch der Vorgang mit dem Capturepuffer, den Filtereppis ...usw. wiederholte sich noch zwei mal.
Danach haben wir mit der Ligation begonnen. Diese dient daszu, das Insert mit dem Vektor "genetisch zu verkleben"
(In die Ligation kommt u.a. Ligase, ein Enzym dass das Plasmid mit der gewünschten DNA-Sequenz verbindet)
Parallel dazu haben wir Religationen angesetzt, die überprüfen sollen ob sich das Plasmid auch ohne Insert verbindet. Wenn dem so ist, ist wohl irgendetwas schief gelaufen.
Heute haben wir außerdem zum ersten Mal ein Polyacrylamidelektophoresegel gegossen. Dabei geht es um die Auftrennung von Proteinen. Im Gegensatz zur normalen Elektrophorese, gibt es bei der PAAE zwei verschiedene Gele hintereinander:
1) Sammelgel: sorgt dafür, dass alle Proteine auf einer Linie sind, bevor sie übergehen ins
2) Trenngel: hier werden die Proteine der Größe nach aufgetrennt
Dieses Gel braucht auch um einiges länger, wir haben es 2 1/2 Stunden laufen lassen.
Während dieser Zeit durften wir heute mit dem Flo (arbeitet im Nebenlabor) eine Transformation mit E.colis durchführen (genauere Beschreibung folgt demnächst).
Nachdem unser Gel fertig war, haben wir die Proteine auf eine Membran übertragen. Diese haben wir anschließend auseinander geschnitten und in zwei Schälchen gegeben. Diese haben wir mit Antikörper gefüllt und über Nacht bei 10°C auf eine Wippe gestellt.