Forschungsdokumentation

Donnerstag, 20. August 2009

Tag 11-13

Die letzten drei Tage haben wir voll und ganz dem Obesity-Projekt gewidmet. Wir hörten uns verschiedene Diskussionen von zufällig ausgewählten Personen an, was sehr interessant war, da wir die unterschiedlichen Meinungen so klar zu hören bekommen haben. Außerdem sahen wir einige Fernsehdokumentationen, die von Fettleibigkeit und Übergewichtigen handelt (Supersize Me, Du bist wie du isst,...).
Der spannendeste Teil war eine Beobachtung, die wir bei einer Straßenbahnstation in der Nähe des Instituts durchführten. In der Station befinden sich viele Bäcker und Fastfoodläden und es war interessant zu beobachten, was und wie die Leute ihr Essen essen (hinunterschlingen, ohne darauf zu achten, oder langsam und bedächtig, aber im gehen, etc.).

Freitag, 14. August 2009

Tag 9 und 10

Heute und gestern haben wir uns auch mit dem letzten Projekt vom Institut befasst. "Hintergrund - Übergewicht und Adipositas als wissenschaftliche und gesellschaftliche Probleme" Wir haben uns Interviews und Fokusgruppen (Gruppendiskussionen) angehört und korrigiert. Es ist äußerst interessant, denn man geht dabei nicht auf Adipositas im medizinischen Kontext ein, sondern im Gesellschaftlichen. Gibt es dabei gesellschaftliche Probleme? Wieso ist Adipositas erst in der letzten Zeit so ein großes Thema? Das ist eine Herangehensweise, an die ich noch nie vorher gedacht hatte.

Mittwoch, 12. August 2009

Tag 8

Heute befassten wir uns wieder dem Projekt "Living Changes in the Life Sciences". Dazu sahen wir uns einige Videos von einer Veranstaltung (Konturen 09) an. Hierbei ging es zum einen um den Druck, unter dem Wissenschaftler stehen und auch um das Thema der Zusammenarbeit und deren Probleme. Außerdem haben wir etwas zum erstellen von Publikationen erfahren, etwas, ohne dem man keine Wissenschaftskarriere haben kann.

Tag 7

Heute haben wir die Umfrage fortgesetzt und dann begonnen die Fragebögen auszuwerten. Es war sehr interessant zu beobachten, wie sehr die Meinungen der Leute auseinander gehen. Allerdings war es ein etwas anstrengeder Tag, weil wir die ganze Zeit auf den Beinen waren und mit unseren Klemmbrettern durch Wien liefen.

Dienstag, 11. August 2009

Tag 6

Es ist wieder Montag und nach einem sehr entspannenden Wochenende ist das frühe Aufstehen zwar eine Qual, aber hier im Institut kann man das leicht vergessen. Heute haben wir mit der Umfrage zu Nanowissenschaften begonnen. Wir haben Tshirts von der Uni Wien bekommen und sind so in offizieller Mission losgezogen. Allerdings ist es gar nicht so einfach Leute zu finden, die sich bereit erklären sich von uns befragen zu lassen, darum versuchten wir unser Glück zuerst bei einer Straßenbahnhaltestelle. Hier waren wir auch durchaus erfolgreich, denn die 10 Minuten Wartezeit haben für unsere Fragen gereicht und wir haben schon einmal einen guten Einblick bekommen, was oder wie viel Menschen über Nanotechnologie wissen. Am Nachmittag haben wir es in einem Park versucht und sind daraufgekommen, dass die Leute viel eher bereit für ein paar Fragen sind, wenn sie gerade entspannt in einem Liegestuhl sitzen. So haben wir gegen Ende des Tages fast alle von uns vorbereiteten Fragebögen ausgefüllt gehabt.
Es war wirklich interessant zu hören, was die Menschen über etwas doch nicht so alltägliches wie Nano zu sagen haben.

Freitag, 7. August 2009

Tag 5

Wahnsinn, die erste Woche verging echt wie im Flug. Heute haben wir das Projekt zur transdisziplinarität diskutiert und dabei habe ich einige neue Denkansätze darüber zu hören bekommen. Hauptsächlich hatten sie mit der Frage zu tun, wie die unterschiedlichen Disziplinen zusammenarbeiten. Wann arbeiten sie? Wo arbeiten sie? Was machen die Forscher, nachdem ein Projekt wie das von proVision wieder vorbei ist?
Am Nachmittag haben wir uns wieder mit dem Thema Nano auseinander gesetzt, denn wir werden anfang nächster Woche eine Umfrage darüber starten. Dabei wollen wir herausfinden, wie sehr sich Nicht-Wissenschaftler mit dem Thema Nano auskennen bzw. sich damit auseinander gesetzt haben, was zweifellos interessant wird. Weil das Wochenende schon naht, war es hier wieder sehr ruhig.

Donnerstag, 6. August 2009

Tag 2 und 3

Tag 2:
Auch der 2. Tag im Institut für Wissenschaftsforschung war von interessanten Erfahrungen und Erkenntnissen geprägt. Den Vormittag nutzten wir hauptsächlich, um so viel wie möglich über Nanotechnologie herauszufinden. Ich muss zugeben, dass ich davon noch nicht viel gehört hatte und noch überhaupt keine Idee davon hatte, was ich mir darunter vorstellen kann. Das Institut für Wissenschaftsforschung hat ein Projekt laufen unter dem Namen "Gegenwärtige Zukünfte. Über die Ko-Produktion von Nano und Gesellschaft im österreichischen Kontext". Hierbei wird erforscht, inwiefern sich die Bevölkerung mit dem Thema Nano auskennt oder befasst. Ein sehr interessantes Thema, weil es alltäglicher ist, als man denkt (Sonnencremen und ähnliche Produkte können Nanotechnologien enthalten), und man trotzdem (ich spreche jetzt von meinen Erfahrungen) eigentlich wenig darüber und über mögliche Schäden weiß.
Am Nachmittag führten wir schließlich eine lange Diskussion über das Thema Nano, mit besonderem Augenmerk auf gesellschaftliche Fragen wie z.B.: Wer bestimmt was geforscht wird? Darf die Öffentlichkeit mitbestimmen, ob, was und wann geforscht wird?Wer hat das Recht darüber zu bestimmen inwiefern es ok ist den menschlichen Körper zu verändern, verbessern oder zu manipulieren? Wer trägt das Risiko? Mit diesen Fragen und noch mehr haben wir uns heute beschäftigt. Es war äußerst interessant. Nun haben wir schon von zwei verschiedenen Projekten erfahren und es ist wahnsinnig spannend.

Tag 3:
Am Vormittag halfen wir ein Spiel (Decide) über Nanotechnologie zu verbessern. Das Spiel soll hauptsächlich zu Diskussionen anregen und ist besonders für Laien gedacht, die (so wie ich anfangs) nicht wirklich etwas mit dem Begriff Nanotechnologie etwas anfangen können. Bei dem Spiel erfährt man einerseits verschiedene Standpunkte von verschiedenen Grupen (Forschern, Medizinern, Unternehmer..), als auch interessante und wichtige Informationen über das Thema Nanotechnologie. Der Hauptteil des Spiels behandelt solche Fragen, wie wir sie gestern durchbesprochen hatten. "Wer darf entscheiden was geforscht wird?" "Hat die Öffentlichkeit ein Recht mitzubestimmen, oder ist es den Forschern und Politikern vorbehalten?" "Wer trägt das Risiko der Nanoforschung?" "Sollten wir uns nicht lieber auf Dritte-Welt-Länder konzentrieren, um den Unterschied auszugleichen, anstatt an etwas wie Nano zu forschen und damit den Unterschied nur größer machen?" Für mich waren das alles sehr interessante Fragen, über die ich vorher (außer gestern) noch nie großartig nachgedacht habe. Der letzte (und für mich spannendste) Teil des Spieles behandelt die Zukuft. Was glauben wir, wird in Zukunft geschehen? Wird die Nanotechnologie eine Revolution auslösen, oder wird die Gesellschaft oder die Kirche es unterbinden, bevor wir uns alle durch Nanotechnologie leistungsfähiger machen lassen? Bei den Zukunftsvisionen waren sowohl utopische, als auch distopische Ansichen zu finden.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde mir und der anderen Praktikantin je ein Interview (von einem Forscher und einem Politiker) zum Thema gegeben, sowohl als mp3-File, als auch als Word-Dokument. Nun war es unsere Aufgabe die abgetippte Word-Datei zu überprüfen. Ich finde das schwieriger als man denkt, denn manchmal kommt es vor, dass Interviewer und Interviewter gleichzeitig reden, oder sehr leise oder schnell oder manchmal undeutlich. Doch darüber hinaus war das Interview wieder äußerst Interessant (ich hörte/las über einen Forscher aus der Lebensmittelnanotechnologie, der über verschiede Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie im Lebensmittel bereich berichtete).

Montag, 3. August 2009

Tag 1

Tag 1:
Um 9 Uhr gings los mit einer Einführung in den Alltag im Institut für Wissenschaftsforschung in Wien, wo ich, zusammen mit einer anderen Praktikantin, unter Univ.-Prof. Dr. Ulrike Felt 3 Wochen arbeite.
Nach einer Erläuterung des Faxgerätes, des Kopierers, (der Kaffeemaschiene) und der Arbeitsweise im Institut wurden wir auf die verschiedenen laufenden Projekte aufmerksam gemacht, an denen wir in den folgenden drei Wochen mitarbeiten werden.
Natürlich mussten auch noch einige Formalitäten erledigt werden, wie zum Beispiel unseren Praktikantenvertrag von der Uni Wien unterzeichnen und abholen.
Gegen Ende des Arbeitstages konnten wir bereits einen genaueren Einblick in eines der Projekte bekommen. Unter dem Titel "Living Changes in the Life Sciences" wurden verschiedenste Wissenschaftler interviewed. Eines dieser Interviews konnten wir bereits lesen, um einen besseren Einblick in die Geschehnisse und Abläufe des Forschungsalltages zu bekommen. Hoffentlich folgen bald weitere spannende Interviews, die auch einige andere Standpunkte vertreteten, damit wir die verschiedenen Ansichten im Bereich der Forschungsarbeit bald analysieren können.

Freitag, 26. Juni 2009

Persönliches / Eindrücke

Schon nach meinem ersten Tag im Institut für Wissenschaftsforschung bin ich total beeindruckt. Hier herrscht ein absolut super Arbeitsklima, das es leicht macht hier gerne zu arbeiten. Auch bei einem gemeinsamen Mittagessen können gut Gedanken ausgetauscht werden.
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Die erste Woche hier am Institut für Wissenschaftsforschung hat mir sehr gut gefallen. Alle Leute sind wirklich wahnsinnig nett und hilfsbereit. Die meiste Zeit komme ich mir gar nicht vor, wie auf einem Arbeitsplatz, sondern mehr wie in einem Wohnzimmer/Bibliothek. Die Räume sind alle so eingerichtet, dass man sich automatisch wohl fühlt.

Laufende Projekte

Folgende Projekte werden gerade vom Institut für Wissenschaftsforschung bearbeitet:

o Wahrnehmungen und Vorstellungen von Übergewicht und Adipositas als sozio-wissenschaftliches Problem im österreichischen Kontext

o Gegenwärtige Zukünfte. Über die Ko-Produktion von Nano und Gesellschaft im österreichischen Kontext

o Living Changes in the Life Sciences: Spurensuche nach dem „Ethischen“ und „Sozialen“ in der wissenschaftlichen Praxis und Arbeitskultur

o Transdisziplinarität als Wissenskultur und Praxis. Eine Analyse transdisziplinärer Projektarbeit im Programm proVISION aus Sicht der Wissenschaftsforschung

Ich werde die Chance haben alle Projekte genauer kennenzulernen und bei ihnen mitzuarbeiten.

Genaueres findet ihr unter auf folgender Website: http://www.univie.ac.at/virusss/projects/0/788

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