also was gibt es über mich zu sagen? ich habe meine matura hinter mich gebracht und bin nun frisch inskripierter student an der TU wien. das praktikum dient zu meiner orientierung, da ich nach dem bachelor mich noch zwischen synthese oder biochemie entscheiden kann.
betreuerin: Nicole Leitner
ort:VetMEd uni
Es war ein aufregend und zu gleich anstrengender Tag. Nachdem uns Niki die Informationen zu unserem Projekt geliefert hat, waren wir- oder jedenfalls ich- noch verwirrter als davor, doch nach und nach wurden die diffusen Fachbegriffe immer klarer. Nach der Theorie tauchten wir in das Leben eines Wissenschaftlers ein. Ich fand mich nicht so schnell zurecht im Vergleich mit meiner Kollegin, die mit einer unglaublichen Präzession arbeitete. (Wieso studiert sie nur Jus?) Zum Beispiel nahm ich ohne es zu merken Behälter kurz weg vom Abzug...da musste einiges weggeschmissen werden wegen der Gefahr, dass es kontaminiert sein könnte.
Die vielen Geräte haben mir die Sprache verschlagen, wo ich doch beim Pipettieren den Peleusball gewohnt bin! Doch hier gab es eine Reihe an unterschiedlichsten Pipetten...meine Schule kommt mir noch archaischer vor.
Nachdem die meisten Unklarheiten geklärt wurden, machten wir uns daran unsere Vermutungen mit handfesten Beweisen zu untermauern, doch unser Versuch wird sich ein wenig verzögern, weil wir durch Plaudereien das Zeitgefühl verloren haben.
Heute haben wir uns mit Proteinen beschäftigt, die wir am Vortag isoliert haben. Um die Anzahl der Proteine in den Proben zu bestimmen färben wir sie ein und geben sie ins Fotometer, welches die Menge durch die Absorbtion des Lcihtes ermittelt. Dann wollten wir unser gesuchtes Protein Stat1ind nachweisen. Dazu mussten wir unsere Proteinproben durch ein Trenngel laufen lassen, damit die Proteine in der Lösung nach ihrer Größe aufgeteilt werden. Wir bauen nun einen Western Blot. Fünf Schichten Waterman, eine Membran, dann das Gel ud weitere fünf Watermans. Daraufhin setzten wir den Turm unter Spannung mit 100 Amper.
Heute haben wir den Western Blot vollendet. Den Film entwickelt und nun den Versuch nochmal gestartet, aber mit einem Unterschied: bessere Werte! Morgen werden wir unser Werk vollenden.
Heute sind wir dabei den am gestrigen Tag begonnen Western blot weiter zu machen und außerdem das Medium des ersten Western blots mit dem Antikörper Flag zu behandeln, um das von uns gesuchte Stat1 sichtbar zu machen.
Nun beschäftigen wir uns mit PCRs. Das ist ein Verfahren um definierte DNA-Sequenzen amplifiert werden. Dazu verwenden wir Primer,kurze komplimentäre Sequenzen mit 30 Basenpaaren. Um die DNA zu vervielfältigen,brauchen wir noch zusätzlich Tak Polymerase. Da wir col, rosa und stat1ko nachweisen wollen, machen wir 3 PCRs. Danach tragen wir die DNA auf einem Gel auf und trennen sie nach ihrer Größe auf. So können wir col, rosa und stat1ko nachweisen, weil sie sich von der Länge unterscheiden.
Wir fahren fort mit dem PCR, welches wir gestern vorbereitet haben. Wir stellen uns ein 1,5%iges Gel aus einem Puffer, der Glycerin enthält, damit die Probe absinken kann, und Sacharose und EtBr. Nachdem wir das Gel in eine Apparatur abgefühlt haben, füllen wir es noch zusätzlich mit Laufpuffer. Mit Kämmen, die wir vor der Polymerisation des Gels einsetzen, machen wir Kerben, wo wir unsere DNA Proben einfüllen. Wir setzen dann das Gel unter Strom. Da DNA negativ geladen ist, wandert es zum positiven Pol, das heißt in unserem Fall nach unten. Das fertige Gel fotographieren wir mit UV Licht, da dabei die DNA sichtbar wird, doch leider schlug bei uns die Nachweise von Rosa und Col nicht so hin wie sie sollten.
Morgen versuchen wir es wieder. Außerdem habe wir noch einen Western Blot gemacht, um die Posphorilierung zu zeigen. Die Membranen behandeln wir wieder mit zwei unterschiedlichen Antikörpern.
Nun waschen wir zuerst die Membranen, die wir auf Phosporilierung von Serin und Tyrosin getestet haben. Wir behandeln sie mit einem Antikörper behandeln.
Das Gel für das PCR ist auch vorbereitet. Die DNA Proben haben wir mit einem Mastermix versetzt und den PCR gemacht.
Es steht außerdem am Tagesprogramm, dass wir selber Makrophagen isolieren. Das heißt, dass wir Mäusen die Beine abtrennen und dann die Zellen herausspülen. Die kleinen Säuger waren schon tot, als wir sie "operierten". Wir machten zuerst einen Einschnitt beim Oberschenkel und zogen dann die Haut ab. Dann trennten wir die Sehnen durch und zogen das Fleisch herunter. Die Gelenke kegelten wir aus und lösten so die Beine.
Wir haben auch bei der Herstellung von Serum mitbeobachten können. Dabei muss man Blut abnehmen, in dem man mit einem feinen Glasrohr ins Auge der Maus fährt. Das Blut lässt man bei Raumtemperatur stehen bis der Blutkuchen sich absetzt. die Flüssigkeit darüber ist Serum.
Den heutigen Tag haben wir mit Spitzenstecken begonnen und dem Beschriften unserer Filme. Außerdem haben wir die Membranen wieder gewaschen und mit Antikörpern behandelt.
PCRs, Membranen waschen und mit antikörpern behandeln, Filme entwickeln, Maus zerlegen, Knochen spülen, ausplattieren von Zellen für den Versuch(Virenbehandlung) den wir übermorgen machen.
Heute hat uns Christian einen Überblick geliefert über seine Forschungen. Er hat sich auf Stat1alpha und Stat1beta spezialisiert. Dabei war früher die Annahme das beta zum regulieren von alpha da ist und selber keine Arbeit verrichtet. Doch das wurde widerlegt, denn Die Proteinexpression kann nur mit alpha und beta zu 100%exprimiert werden. beta ist somit nicht überflüssig. Nu beschäftigen wir uns mit einem Realtime PCR. Der Unterschied zu einer herkömmlichen PCR ist, dass man die Menge des exprimierten Proteins bestimmen kann. Das erreicht man durch das Plazieren einer Sonde, die ein fluriszierendes Element und ein Repressor enthält. Sobald die Polymerase die Sonde auflöst, werden beide Stoffe frei und durch den größer werdenden Abstand kann der Repressor nicht mehr wirken, wodurch der andere Stoff fluriszieren kann. An der Intensität des Lichtes kann man die Menge der Expression bestimmen.
Mein erster Tag
Die vielen Geräte haben mir die Sprache verschlagen, wo ich doch beim Pipettieren den Peleusball gewohnt bin! Doch hier gab es eine Reihe an unterschiedlichsten Pipetten...meine Schule kommt mir noch archaischer vor.
Die Leute? irrsinnig nett alle!