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Judita Huber
Letztes Update: 13:52 / 26.08.2008

Freitag, 22. August 2008

  Tag 13-Der letzte Tag

Heute in der Früh habe ich gleich mit dem scannen der Slides begonnen, Johanna kam erst ein bisschen später.
Nach dem scannen dann folgte die Übergabe des mitgebrachten Tees und der Brownies, die dann auch fleißig gegessen wurden. Allerdings nicht lange, da wir heute ein straffes Tagesprogramm zu erledigen hatten. Wir wollten verschiedene Inkubationszeiten von Slides inkubiert mit Plasma ausprobieren, und zwar 10, 30, 60 und 120 Minuten. Das heißt, wir mussten den Zeitplan (gestern von Johanna erstellt) ziemlich genau einhalten.
Es fing schon einmal gut an, da wir mit einer leichten Verspätung begannen. Allerdings war das nicht allzu dramatisch, nur die Mittagspause verzögerte sich um 10 Minuten, was zu verkraften war.
In den kleinen Pausen, die zwangsweise entstanden, habe ich ein bisschen herumfotografiert.
Nach der Mittagspause fing ich an, die bereits fertigen Slides zu scannen, damit Johanna diese noch auswerten konnte. Ich schaffte es alle Slides (diesmal ja 12 anstatt 9) bei einem PMT zu scannen.
Danach arbeitete ich ein bisschen an meiner Dokumentationsarbeit. Zum Schluss zeigte mir Johanna noch die Ergebnisse der Experimente und erklärte mir die Resultate. Schließlich musste ich mich von Johanna verabschieden.
Abschließend muss ich sagen, dass ich die drei Wochen wirklich toll fand und ich wirklich viel neues gelernt habe. Jetzt kann ich mir in etwa vorstellen, was ein Wissenschaftler die ganze Zeit macht. Ich habe auch gemerkt, dass ein Wissenschaftler durchaus auch physisch belastbar sein müssen. (Das merkte ich, als ich am zweiten Tag schon um 9 Uhr schlafen gehen musste... :D) Trotzdem ist es wirklich schade, dass ich nur drei Wochen im Austrian Research Center verbringen durfte, ich wäre auch gerne länger geblieben- aber vielleicht darf ich, wenn ich dann studiere, eine Ferialarbeit dort absolvieren.

  Tag 11

Heute habe ich in der Früh wieder einmal Slides gescannt.Da es für mich nicht viel zu tun gab, arbeitete ich wieder im Mikrobiologielabor. Zuerst beschriftete ich die Nährbodenschalen. Eine Schale musste in 12 Felder unterteilt werden, danach übertrug ich in in jeweils zwei Schalen (also 24 Felder) Bakterien von einer kleineren Nährbodenschale, die schon ein paar Tage Zeit zum wachsen hatten. In jeweils ein Feld musste ich genau eine Bakterienkolonie auftragen.(Siehe Bild, wo ich schemenhaft versucht habe, das übertragen von einer Kolonie auf ein Feld zu erläutern ?)
Nach dem Mittagsessen machte ich dann weiter, wobei ich es allerdings nicht schaffte, von allen Nährbodenschalen Bakterienkolonien zu übertragen, da es einfach zu viele waren bzw . ich zu langsam ;-) . Schließlich sortierte ich noch eine Mappe.

  Tag 10

Da ich am Freitag einen freien Tag hatte, kam ich erst am Montag wieder ins ARC.
Dort scannte ich in der Früh scannte die „bespuckten“ Slides auf 650 PMT.
Danach machten wir wieder Protein Arrays, nur mit dem Unterschied, dass wir heute Blutplasma statt Blutserum verwendet haben.
Dieses Plasma, das von einem anonymen Spender vom ARC stammt, hatte ziemlich viele kleine „Flankerl“ , also haben wir es für 10 Minuten zentrifugiert.
Das ziel war es herauszufinden, welche Verdünnung am Besten geeignet ist, also benutzen wir benutzten pures, 1:10 und 1:100 verdünntes Plasma.
Nach dem alles fertig inkubiert hat, ging es wieder ans scannen (bei PMT 800).

  Tag 9

Heute haben wir wieder Slides vorbereiten können, da das CRP geliefert geworden ist.
Heute allerdings probierten wir einmal etwas anderes: wir benutzten Speichel statt Blutserum. Und zwar nicht irgendeinen Speichel, sondern meinen… :D Und dieser musste erst gesammelt werden- das heißt ich stand etwa 15 Minuten im Labor mit einer kleinen Fläschchen uns spuckte. Naja, das war etwas komisch, vor allem wenn Personen hinein und hinausgingen- aber die schien es nicht besonders aufzufallen, vielleicht macht man so etwas ja auch häufiger *g*
Jedenfalls sammelte ich immerhin fast 10 ml Speichel. Diesen zentrifugierten wir, zunächst für 10 Minuten auf ca. 40000 rpm, schließlich dann noch einmal etwa 20 Minuten. Von dem Überstand pipettierten wir 800 µl, den Rest froren wir dann ein.
Nun mischten wir die Antikörper mit –konzentriertem Speichel –mit 1:10 und mit 1:100 verdünntem Speichel.
Am Nachmittag schließlich scannte ich noch die Slides auf 850 PMT, am Montag (am Freitag habe ich nämlich frei) werde ich sie dann aber noch auf 650 PMT scannen müssen.

  sorry...

Meine letzten Arbeitstage hatte ich leider keinen Zugang ins Internet und konnte daher meine Blogeinträge nicht posten... Das hole ich aber hiermit nach ;-)

Mittwoch, 6. August 2008

  Tag 8

Oh nein, bereits Tag 8! Mehr als die Hälfte meiner Praktikumszeit ist schon vergangen...
Momentan gibt's nicht viel zu berichten, da wir auf eine Lieferung von einem ANtikörper warten, daher habe ich heute im Labor dort ausgeholfen, wo's ging... Leider gab es nicht viel zu tun. Am Vormittag habe ich lediglich DNA Proben im NanoSpot analysiert und Agar gegossen (Nährstoffboden für Bakterien), am NAchmittag dann schließlich Bakterienkolonien aufgetragen.
Morgen geht's dann wieder los, denn da wird's heißen!
Aufs Spucken, fertig los! :D

Dienstag, 5. August 2008

  Tag 7

Heute in der Früh habe ich wieder Listen geschrieben, danach durfte ich wieder DNA von Pflanzen extrahieren.
Nach dem MIttagessen dann scannte ich den Rest der Slides von gestern.
Tja, das war's eigentlich schon ;-)
P.S: Tut mir Leid wegen dem Foto, es ist etwas verschwommen, ich versuch noch ein paar bessere zu machen....

Montag, 4. August 2008

  Tag 6

Die zweite Woche meines Praktikums hat heute in Seibersdorf begonnen... Ja, Seibersdorf, dort wo die Plutoniumprobe am Sonntag explodiert ist.
(Bis jetzt fühle ich mich noch wohl- auch wenn ich zugeben muss, dass es komisch war, während dem Mittagessen Leitungswasser zu trinken... :D)
Aber gut, bis auf diesen Umstand verlief der heutige Tag ganz normal.
Am Vormittag habe ich nicht viel gemacht, habe nur eine Tabelle von Kontaktdaten verschiedener Pharmaziefirmen erstellt.
Nach dem Mittagessen begannen wir dann mit einem neuen Experiment. Wieder habe ich Micro Arrays erstellt, allerdings diesmal mit dem Unterschied, dass wir statt einem Antikörper mit Farbstoff Lysosome verwendet haben. Lysosome sind kugelförmig und habe außen einen hydrophilen Kopf und zwei hydrophobe Fetsäurereste.
In der Kugel gibt es einen Raum, der eben u.a. auch mit Farbstoff gefüllt sein kann.
Der Vorteil von Lysosomen besteht darin, dass sie eine stärkere "Leuchtkraft" besitzen.
In dem Experiment ging es dann schließlich darum herauzufinden, welches der Lysosome als Farbstoff am besten geeignet ist.
Danach gings noch ans Scannen, allerdings sahen die Ergebnisse nicht besonders toll aus- ich befürchte etwas, dass wir das ganze noch einmal wiederholen werden müssen. Naja, wird sich morgen noch heraustellen.

Freitag, 1. August 2008

  Tag 5

Heute war ich gewissermaßen auf mich alleine gestellt, da meine Betreuerin heute nicht da war. Das bedeutete aber gottseidank nicht, dass ich nichts zu tun hatte- meine Aufgabe war es heute, die Slides einzuscannen.
Und zwar diesmal mit einem PHT von 650V und 850V. (Dadurch ändert sich die Stärke der Spots)
Heute habe ich auch meinen Fotoapparat mitgenommen und fotografiert, wie dieses Gerät ausschaut. (Leider habe ich vergessen, die Slides zu fotografieren, kommt aber noch ;-)
Das ganze dauerte bis 12- der richtige Zeitpunkt zum Mittagessen.
Da der Freitag in Seibersdorf extrem kurz ist, hatte es kaum noch Sinn, mit irgendetwas nach dem Essen anzufangen, und so gings, um halb 2 nach Hause...

  Tag 4

Der Tag im Labor fing zuerst damit an, dass ich Pipettierspitzen einordnete, da alle 'richtigen' Forscher das Labor aufräumten und div. Chemikalien aussortierten. (In dieser Hinsicht war ich mit meiner Aufgabe ganz zufrieden, allerdings war ich schon etwas über meine geistige Gesundheit besorgt, als ich anfing, aus den Pipettierspitzen Bilder zu machen... :D)
Naja, schließlich kamen wir doch zur Arbeit. Und zwar mussten wir den Versuch von Tag1 wiederholen, da nicht wirklich brauchbare Ergebnisse geliefert wurden. Der einzige Unterschied war nur, dass wir diesmal den Antikörper IL-8 nicht verwendeten.
In der 2 stündigen Inkubationszeit wog ich gefrorene Pflanzenproben ab, deren DNA schließlich extrahiert werden sollte.
Nach der Inkubationszeit wusch ich die Slides. Danach war wieder eine Inkubationszeit von 45min., die ich nutzte um die DNA der 6 vorher abgewogenen Proben zu extrahieren.
Das ganze habe ich mit einem schon fertigen Set gemacht (ein FastDNA Kit), wo ich 'nur' das Protokoll befolgen musste, das allerdings auf englisch war. Gottseidank half mir jemand dabei, also war ich nicht ganz auf mich alleine gestellt.
Leider bin ich dann nur noch zur Hälfte gekommen.

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