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Julian Unterweger
Letztes Update: 16:42 / 31.07.2011

Sonntag, 31. Juli 2011

  Resümee

Nach Abschluss meines Praktikums bin ich sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen konnte und ein solches Praktikum machen durfte. Ich bin von der Forschung total begeistert und habe einen wirklich perfekten Einblick erhalten wie die Projekte in der Foschung ablaufen. Von Forschungs,- und Tierversuchsantrag über Tierhaltung und Zucht bis hin zu den Studien und deren Zielen konnte ich alles mitverfolgen.

Vielen, vielen Dank an das gesamte Team des Hahnhof und die Forschungsgruppen denen ich beiwohnen konnte.

  4.Forschungswoche

Da meine letzte Woche eigentlich nur ein großteils zusammenhängendes Thema hatte dachte ich es wäre besser dies alles auf einmal und nach Abschluss meines Praktikums zu posten, so hatte ich am Wochenende jetzt noch genung Zeit zur Erholung...:-)

Da mein Betreuer Alexander Hofmeister in dieser Woche bereits Urlaub hat, bin ich diese Woche großteils und auf meinen Wunsch hin bei der Forschungsgruppe von Dr. Georg Singer und unterstütze Rebecca bei der IVM der Lunge. Da wir Montag den Elektro-couter erhalten haben, begannen wir natürlich sofort und bereiteten unsere Maus vor. Rebecca intubierten die Trachea und zeigte mir auch noch den weiteren Operationsverlauf, damit ich diese OP schließlich auch ausführen kann. Nachdem die Maus erfolgreich operiert wurde, starb sie leider am Mikroskop da die Umlagerung etwas problematisch verlief ( es war ja schließlich der erste Versuch). Dienstag hatte ich mit Rebecca und einem ihrer Diplomanten eine Einschulung zur Verwendung des ELISA, das für die Feststellung verschiedener Hormonwerte für die Studie sehr wichtig ist. Nachdem am Mittwoch die Operation bei der Forschungsgruppe Schalamon/Ainoedhofer ausfiel hatte ich einiges an Zeit um mich im Archiv und der Bibliothek des Institutes umzusehen, anschießend war ich noch an einem Ratten und Maus MRT beteiligt und nahm an einer Studie zu Altersbestimmung teil, wozu sich Fotos in meiner Forschungsdokumentation befinden werden. Donnerstag war ich nun wieder an einer Operation zur IVM und einer weiteren Darmverlängerungs-operation beteiligt.Außerdem führte ich beim Blutparamter-messgerät Standardmessungen durch.

Am schließlich letzten Tag meines Praktikums hatte ich das Glück selbst eine IVM Operation unter Anweisung und Assistenz von Rbecca durchzuführen.

Donnerstag, 21. Juli 2011

  Donnerstag 21.07.2011

Heute bekam ich von Ing. Gabi Horwath das Angebot ihr bei einer Arbeit mit Anästhesie zu helfen, wobei sich aber erst später herausstellte, dass es dabei um eine Studie über die Herzmuskulatur geht und dafür die Tiere einfach getötet wurden..... naja.... nach dem Mittagessen und einer gewissen Verdauungszeit begann Rebecca wieder mit der IVM Studie aber dieses mal mit der Arbeit am Lungenfenster, dies musste aber wegen eines Fehlers in der Anästhesie beendet werden.

  Mittwoch 20.07.2011

Auch heute haben wir wieder am CT gearbeitet. Dieses mal aber haben wir auch die 2D Möglichkeiten genutzt um unterschiedlichste Funktionen des Gerätes kennenzulernen.

Anschließend an das ging es auf in einen klinischen Bereich wo die MRT-Scans durchgeführt wurden und ich die Techniker über Einsatzmethoden, Zielgebiete und genaue Arbeitsabläufe ausfragte. Die derzeit vom LBI durchgeführten Studien reichen in den Bereich der Forensik und befassen sich mit Gewaltverbrechen und eine andere Studie, an der ich nächsten Mittwoch auch Teilnehmen werde, mit der Altersbestimmung anhand von z.B. Zähnen...:-)

  Montag 18.07.2011 Dienstag 19.07.2011

Da ich Freitag wegen Fieber nicht arbeiten gegangen bin hat auch der Montag erst um ca. 12 Uhr begonnen. Dabei haben wir mit den Preclinical Imaging systemen begonnen. Montag war das das Maestro-System, mit dessen Hilfe man Fluoreszenzen nachweisen kann. Da dieses System aber nur 2 Dimensional ist, ist es hervorragend für Ja-Nein Aussagen geeignet, dennoch wird intensiv an einer Verbesserung für 3D gearbeitet.

Am Dienstag begannen wir an der langwierigen Arbeit am CT, dass auf Kleintiere ausgelegt ist und Bilder liefert, die ideal geeignet sind um Dichtenunterschiede darzustellen d.h. auch Knochen. Außerdem lassen sich damit auch faszinierende 3D -Scans machen, was jedoch allles extrem zeitintensiv ist, da die Datenmengen so groß sind.

Donnerstag, 14. Juli 2011

  Donnerstag 14.07.2011

Heute war ich eigentlich der Gruppe Olschewsky zugeteilt, doch deren Leiter Peter Blümel kam mit einer 7-Mann starken Gruppe an und entschuldigte sich, dass Neuzugänge in seiner Gruppe sind und so nicht mehr Platz im OP ist. So kam es dass ich bei der Gruppe Weinberg im CT half, und dort ein wenig das Arbeitsgerät erklärt bekam. Doch um ca. 13 Uhr waren die dann auch fertig und so fragte ich meine bisherigen Betreuer durch was diese noch anstehen haben, bzw. ob man helfen kann.... ok so kam es eben, dass ich heute um 14:00 schon wieder zuhause war...!^^ auch schön oder ?^^

  Mittwoch 13.07.11

Habe nun die Grundeinweisung am ZMF erhalten. Dadurch konnte ich nun schließlich am Mikrotom unsere in Paraffin gegossenen Gewebestücke schneiden. Das ist extrem aufwändig. Zuerst musst du das überschüssige Paraffin weghobeln => dann am besten wieder kühlen, denn sonst werden die Schnitte nichts und bekommen Furchen/Rillen oder sind brüchig (d.h in der Zwischenzeit kurz warten) durch das Abkühlen zieht sich das Paraffin wieder zusammen und du musst erneut genau einstellen. Nun kannst du versuchen einige 2 mikro-meter dicke Scheiben vom Paraffinblock abzuhobeln, doch die Schnitte rollen sich ein, und so musst du mit einer Pinzette, oder mit ganz feinen Haarpinseln versuchen das zu verhindern. Die entstandenen Schnitte müssen nun in ein Wasserbad um auf die Objektträger aufgebracht werden zu können. In einem warmen Wasserbad kann sich das Paraffin schließlich noch einmal ausdehnen und das Präparat ist soweit fertig... Ok also jetzt braucht man von jedem Gewebe 4 Präparate...^^ so richtig viel vorwärts gekommen sind wir also bis jetzt noch nicht bei ca. 80 Proben...^^

Mittwoch Nachmittag durfte ich bei 2 Rattenoperationen zusehen, bei denen ein Stück Dünndarm mit einer Schraube die subcutan platziert wird gedehnt, wodurch mehr mitotische Teilungen stattfinden und das Gewebe wächst. Dieser Teil wird dann nach ca. 3-4 Wochen um ca. 2-3 cm länger wieder in den Dünndarm eingegliedert. Dieses Verfahren könnte Babys mit zu kurzem Dünndarm aber auch Darmkrebspatienten, bei denen große Stücke des Darms entnommen werden müssen sehr helfen.

Dienstag, 12. Juli 2011

  Dienstag 12.07.11

Heute war ich einer Veterinärmedizinerin mit dem Spezialgebiet der Anästhesie zugeteilt. Im Bereich der chirurgischen Forschung, konnte ich somit an einem weiteren Forschungsprojekt teilnehmen und bekam gleichzeitig einen Einblick in die Welt der Anästhesie und der Wirkung verschiedener Anästhetika. Das Forschungsprojekt der chirurgischen Forschung arbeitet mit Nervenprothesen, um eine schnellst- u. bestmögliche Heilung, bei der kürzesten Operationszeit , zu gewährleisten. Dazu werden die Hauptnerven eines Minipigs am Hinterlauf durchtrennt und anschließend durch 2 verschiedene Methoden verbunden, wobei die herkömmliche Methode dem Vergleichszweck dient.

Zum Operationsverlauf:

Zuerst wird das Minipig mit einer Vierfach- Narkose anästhesiert, anschließend wird der Hauptnervenstrang des linken Hinterlaufes frei präpariert und einige Stimulations- und Muskelreaktionstests durchgeführt. Daraufhin wird der Nerv durchtrennt und wieder zusammengesetzt sowie das Minipig wieder vernäht. Bei einer Lebenszeit von ca. 10 Monaten die die Minipigs im Versuch bleiben wird monatlich der Heilungsprozess kontrolliert. Die verwendete Narkose ist einer humanen sehr ähnlich.

  Montag 11.07.11

Also hier das Forschungsprojekt unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Georg Singer mit meiner Betreuerin Rebecca zum Thema der Pulmonalen Mikrozirkulation bei Sepsis und Adipositas.

Laut der Hypothese besteht ein Zusammenhang zwischen erhöhter Akkumulation von Leuko- u. Trombozyten durch eine pro-entzündliche Umgebung in der Lunge von adipösen Mausmodellen.

Da für die Durchführung dieser aufwändigen IVM ( intra-vitale-Mikroskopie) Operation ein wichtiges Gerät fehlt ( Elektrocouter), wird der Versuch zuerst am Darm der Maus durchgeführt. Dabei werden die aufgezeichneten Aufnahmen nicht so gut, da der Darm durch Peristaltik dauernd kontrahiert.

Zur Vorbereitung: Abhängig von dem Mausmodell, geht eine Operation 6h vorher, wobei der Darm abgebunden und perforiert wird, wodurch die Maus septisch wird. In der eigentlichen Operation wird die Maus mit einem dreifach Anästhetikum betäubt und daraufhin zwei Katheter in die Iugularis und Karotis eingeführt, einer zur Messung des Blutdruck und der andere zur Verabreichung der Fluoreszenzen. Anschließend wird die Bauchdecke (erneut) geöffnet und die Maus mit dem Darm nach unten auf einem großen Objektträger platziert.
Dann werden durch das Auflichtmikroskop Aufnahmen der Blutgefäße des Darms aufgezeichnet wobei die Leuko- u. Thrombozyten speziell gefärbt sind.

Die Auswertung der Ergebnisse bzw. die Ergebnisse selbst sind natürlich für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

In den nächsten Wochen werden auch die Versuche an der Luge begonnen und ich hoffe auch dort dabei sein zu können.

Montag, 11. Juli 2011

  Freitag 08.07.11

Wie am Vortag besprochen verbrachte ich den Tag mit Rebecca einer Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Singer, die mir mit großer Freude ihr Forschungsprojekt vorstellte und erklärte. Anschließend kamen wir am Nachmittag wieder ans ZMF wo wir Organteile zu dieser Studie in Paraffin gossen, um sie in den nächsten Tagen schneiden zu können.

Nachdem dieser Arbeitstag abgeschlossen war, stieg ich in den Bus zurück nach Kärnten um dort das Wochenende zuhause zu verbringen. So freue ich mich schon auf die 2. Woche.^^ :-)

  Mittwoch 06.07.11 u. Donnerstag 07.07.11

Nachdem am Mittwoch die Arbeit in der Tierhaltung, wie an den beiden Vortagen, nun in der Rattenhaltung fortgesetzt wurde, konnte ich Donnerstag erstmals Forscherluft schnuppern.
Mein Betreuer machte mit mir einen Rundgang durch das ZMF wobei ich die unterschiedlichsten Forschungsgruppen sah. Anschließend besprachen wir beim BBQ den weiteren Verlauf des Praktikums und nützten diesen Anlass um möglichst viele Forschungsgruppenleiter anzusprechen, ob sie für mich Zeit finden könnten. So kam es, dass bereits jetzt die nächsten beiden Wochen beinahe komplett mit unterschiedlichsten Forschungsprojekten duchgeplant sind. :-)

  Dienstag 05.07.11

Am Dienstag wurde nun die Arbeit vom Vortag in der Tierhaltung fortgesetzt. Dieses mal aber in einer der Maus-abteilungen....zuerst ohne spezielle Quarantäne. Dort wurden die Mäuse aus den alten verunreinigten Käfigen in die neuen Käfige gesetzt.

  Montag 04.07.2011

Am Montag begann wie erwartet mein Forschungspraktikum wo bei ich sofort in die Tierhaltung eingeschult wurde. So verging der ganze Tag mit der Säuberung und Fütterung der Minnipigs.

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