3. Woche (24.07- 28.07)
19:34 / 28.07.2006
11. Tag
Der heutige Montag hat, so wie man es auf gut lungauerisch sagen könnte „richteg g’miatlech“ (zu Deutsch: „wirklich gemütlich“) begonnen. Obwohl ich um halb fünf in der Früh aufgestanden bin und um ca. 8 Uhr dann in Graz war, gestaltete sich der Rest des Vormittags ausgesprochen ruhig, da ich aufgrund eines Stromausfalls im Institut bis ca. 12 Uhr meine freie Zeit außerhalb des Labors genießen konnte.
Nach diesen entspannenden Stunden, freute ich mich allerdings schon wieder auf die mir bevorstehend Arbeit im Labor. Dabei führte ich mit Bernd wieder eine Gelelektrophorese durch, wobei heute kein 10%- sondern ein 15%- iges Gel verwendet wurde, um noch kleiner Proteine beziehungsweise Proteinbande herauszufiltern.
Nachdem ich nun schließlich die beiden dazu benötigten Gele (stacking und separating gel) hergestellt hatte, musste ich dieser nur noch fest werden lassen und konnte dann die Gelelektrophorese starten. Um aber letztendlich ein Ergebnis zu erhalten, wäre es zuvor allerdings noch ratsam die Proben sowie den Marker in die dafür vorgesehenen Slots zu geben.
Während nun die Gelelektrophorese liefe, konnte ich wieder eine neue Lektüre [Thema: NirA (= mein zu analysierendes Protein)], um die Stunde bis zum Ergebnis etwas zu verkürzen und sinnvoll zu nutzen.
Das fertige Gel wurde nun nach dem Silver Staining Protocol gewaschen, sodass ich am Ende die einzelnen Spots (= Proteinbande) im Gel gut erkennen konnte und sie morgen ausschneiden und weiterbearbeiten kann.
12. Tag
Heute konnte ich also meine Proteinbande (Spots), wie gestern schon erwähnt, weiterbearbeiten. Dazu schneidet man mit einem Skalpell die zuvor ausgesuchten Bande aus dem Gel aus und zerkleinert dieser wiederum in kleine, ca. 1x1 mm große Stückchen. Die weiterführenden Schritte werde ich hier nicht genauer erklären.
Wichtig ist hierbei nur, dass die Proben am Ende dieser Arbeitsvorgänge für die weitere maschinelle Analyse bereit stehen.
Zwischendurch hatte ich auch heute immer wieder die Gelegenheit mich im Bezug auf das Protein NirA geistig etwas weiterzubilden und um 13 Uhr stand dann noch ein Seminar auf dem Programm.
13. Tag
Als ich um 9 Uhr im Labor ankam, hatte ich zunächst keine Ahnung, was und mit wem ich heute arbeiten werde. Deshalb versuchte ich zunächst meinen Betreuer Bernd zu finden. Er teilte mir gleich mit, dass am Vormittag für mich wieder „reading- time“ angesagt war, da er selbst noch einiges zu erledigen hatte. Weiters wurde mir auch eine kleine Rechenaufgabe gestellt, die ich, nur nebenbei erwähnt, erfolgreich lösen konnte.
Am Nachmittag ging es dann weiter zur Massenspektrometrie, wobei, wie der Name schon verrät, die Masse der Proteine ermittelt wird. Aufgrund einiger Schwierigkeiten mit dem Spektrometer versuchte Bernd zunächst natürliche die Ursache dafür zu finden. 2 Stunden später schien das Gerät nach zahlreichen Versuchen doch wieder relativ reibungsfrei zu funktionieren und so konnten wir schlussendlich doch noch die Proben mit dem Massenspektrometer messen.
Anschließend haben wir noch einige Proben mittels Trypsin verdaut und danach den Arbeitstag für heute beendet.
14. Tag
Nachdem ich heute, wie so ziemlich an jedem Tag in den letzten 3 Wochen, um 9 Uhr ins Labor kam, hatte ich zunächst noch einige Zeit um etwas zu lesen. Danahc begann ich damit meine Proben zu extrahieren während ich BSA im Chromatographie- Gerät und Massenspektrometer durchlaufen ließ, um sicher zu sein, dass beide Geräte ihre volle Funktion erfüllten.
Nach einigen Arbeitsschritten hatte ich schließlich auch meine 10 Proben extrahiert und für die weitere Analyse (mittels Chromatograph und Massenspektrometer) vorbereitet.
Einigen Erklärungen bezüglich der Vorgänge, die nun in den beiden Geräten ablaufen werde, stand meiner Mittagspause nun nichts mehr im Wege.
Am Nachmittag arbeitete ich dann mit Erich zusammen, da Bernd morgen schon gemütlich seinen Urlaub genießen wird.
Unter Erichs Aufsicht stellte ich 3 Puffer her, die wir morgen für eine Elektrophorese benötigen werden. Nachdem ich also meine dazu benötigten Mengen gewogen, gemessen und zusammengemischt hatte, war mein Tag im Labor schon wieder beendet.
15. Tag
Heute, wir schreiben den 28. Juli 2006, war also mein letzter Tag im Labor.
Dieser begann mit meinem Erscheinen im Institut um 8:30 Uhr, wo ich kurze Zeit später erfuhr, dass Erich, mit dem ich heute zusammengearbeitet hätte, kurzfristig verhindert wurde und somit heute nicht im Labor erscheinen würde. Deshalb bat sich mir die Gelegenheit, mit Angelikas fachkundiger Anleitung mit dem Luminescence Spektometer zu arbeiten. Die Arbeitsschritte dazu sind zwar einfach, jedoch möchte ich diese hier nicht näher erläutern.
Danach gingen die ganze Crew des Labors und ich natürlich auch essen. Somit endete also mein letzter Arbeitstag in Grazer Institut für pharmazeutische Wissenschaften.
Wenn ich nun in einem kurzen Resümee das alles noch einmal zusammenfassen sollte, würde mir nur Folgendes einfallen: lustig, nett & sympathisch (die Crew ist damit gemeint), lehrreich, manchmal anstrengend (in den Ferien so konzentriert zu arbeiten ist nicht immer leicht) und auf alle Fälle eine positive Erfahrung!
Der heutige Montag hat, so wie man es auf gut lungauerisch sagen könnte „richteg g’miatlech“ (zu Deutsch: „wirklich gemütlich“) begonnen. Obwohl ich um halb fünf in der Früh aufgestanden bin und um ca. 8 Uhr dann in Graz war, gestaltete sich der Rest des Vormittags ausgesprochen ruhig, da ich aufgrund eines Stromausfalls im Institut bis ca. 12 Uhr meine freie Zeit außerhalb des Labors genießen konnte.
Nach diesen entspannenden Stunden, freute ich mich allerdings schon wieder auf die mir bevorstehend Arbeit im Labor. Dabei führte ich mit Bernd wieder eine Gelelektrophorese durch, wobei heute kein 10%- sondern ein 15%- iges Gel verwendet wurde, um noch kleiner Proteine beziehungsweise Proteinbande herauszufiltern.
Nachdem ich nun schließlich die beiden dazu benötigten Gele (stacking und separating gel) hergestellt hatte, musste ich dieser nur noch fest werden lassen und konnte dann die Gelelektrophorese starten. Um aber letztendlich ein Ergebnis zu erhalten, wäre es zuvor allerdings noch ratsam die Proben sowie den Marker in die dafür vorgesehenen Slots zu geben.
Während nun die Gelelektrophorese liefe, konnte ich wieder eine neue Lektüre [Thema: NirA (= mein zu analysierendes Protein)], um die Stunde bis zum Ergebnis etwas zu verkürzen und sinnvoll zu nutzen.
Das fertige Gel wurde nun nach dem Silver Staining Protocol gewaschen, sodass ich am Ende die einzelnen Spots (= Proteinbande) im Gel gut erkennen konnte und sie morgen ausschneiden und weiterbearbeiten kann.
12. Tag
Heute konnte ich also meine Proteinbande (Spots), wie gestern schon erwähnt, weiterbearbeiten. Dazu schneidet man mit einem Skalpell die zuvor ausgesuchten Bande aus dem Gel aus und zerkleinert dieser wiederum in kleine, ca. 1x1 mm große Stückchen. Die weiterführenden Schritte werde ich hier nicht genauer erklären.
Wichtig ist hierbei nur, dass die Proben am Ende dieser Arbeitsvorgänge für die weitere maschinelle Analyse bereit stehen.
Zwischendurch hatte ich auch heute immer wieder die Gelegenheit mich im Bezug auf das Protein NirA geistig etwas weiterzubilden und um 13 Uhr stand dann noch ein Seminar auf dem Programm.
13. Tag
Als ich um 9 Uhr im Labor ankam, hatte ich zunächst keine Ahnung, was und mit wem ich heute arbeiten werde. Deshalb versuchte ich zunächst meinen Betreuer Bernd zu finden. Er teilte mir gleich mit, dass am Vormittag für mich wieder „reading- time“ angesagt war, da er selbst noch einiges zu erledigen hatte. Weiters wurde mir auch eine kleine Rechenaufgabe gestellt, die ich, nur nebenbei erwähnt, erfolgreich lösen konnte.
Am Nachmittag ging es dann weiter zur Massenspektrometrie, wobei, wie der Name schon verrät, die Masse der Proteine ermittelt wird. Aufgrund einiger Schwierigkeiten mit dem Spektrometer versuchte Bernd zunächst natürliche die Ursache dafür zu finden. 2 Stunden später schien das Gerät nach zahlreichen Versuchen doch wieder relativ reibungsfrei zu funktionieren und so konnten wir schlussendlich doch noch die Proben mit dem Massenspektrometer messen.
Anschließend haben wir noch einige Proben mittels Trypsin verdaut und danach den Arbeitstag für heute beendet.
14. Tag
Nachdem ich heute, wie so ziemlich an jedem Tag in den letzten 3 Wochen, um 9 Uhr ins Labor kam, hatte ich zunächst noch einige Zeit um etwas zu lesen. Danahc begann ich damit meine Proben zu extrahieren während ich BSA im Chromatographie- Gerät und Massenspektrometer durchlaufen ließ, um sicher zu sein, dass beide Geräte ihre volle Funktion erfüllten.
Nach einigen Arbeitsschritten hatte ich schließlich auch meine 10 Proben extrahiert und für die weitere Analyse (mittels Chromatograph und Massenspektrometer) vorbereitet.
Einigen Erklärungen bezüglich der Vorgänge, die nun in den beiden Geräten ablaufen werde, stand meiner Mittagspause nun nichts mehr im Wege.
Am Nachmittag arbeitete ich dann mit Erich zusammen, da Bernd morgen schon gemütlich seinen Urlaub genießen wird.
Unter Erichs Aufsicht stellte ich 3 Puffer her, die wir morgen für eine Elektrophorese benötigen werden. Nachdem ich also meine dazu benötigten Mengen gewogen, gemessen und zusammengemischt hatte, war mein Tag im Labor schon wieder beendet.
15. Tag
Heute, wir schreiben den 28. Juli 2006, war also mein letzter Tag im Labor.
Dieser begann mit meinem Erscheinen im Institut um 8:30 Uhr, wo ich kurze Zeit später erfuhr, dass Erich, mit dem ich heute zusammengearbeitet hätte, kurzfristig verhindert wurde und somit heute nicht im Labor erscheinen würde. Deshalb bat sich mir die Gelegenheit, mit Angelikas fachkundiger Anleitung mit dem Luminescence Spektometer zu arbeiten. Die Arbeitsschritte dazu sind zwar einfach, jedoch möchte ich diese hier nicht näher erläutern.
Danach gingen die ganze Crew des Labors und ich natürlich auch essen. Somit endete also mein letzter Arbeitstag in Grazer Institut für pharmazeutische Wissenschaften.
Wenn ich nun in einem kurzen Resümee das alles noch einmal zusammenfassen sollte, würde mir nur Folgendes einfallen: lustig, nett & sympathisch (die Crew ist damit gemeint), lehrreich, manchmal anstrengend (in den Ferien so konzentriert zu arbeiten ist nicht immer leicht) und auf alle Fälle eine positive Erfahrung!