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Katharina Woess
Letztes Update: 21:46 / 25.08.2011

Montag, 22. August 2011

  Auf in die letzte Woche

Heute haben wir wie immer zu Beginn der Woche die Proben (samples) hergestellt.
Zuerst müssen die Glimmerplättchen (Micas) gecleaved werden. Das heißt, die oberste Glimmerschicht wird mit Hilfe eines Klebestreifens abgezogen. Danach werden die Micas noch mit APTES beschichtet. Das macht aber jemand aus dem Chemielabor.
Nun werden die Glimmerplättchen in ein Chloroform – EGS – Gemisch eingelegt. Dann heißt es warten und warten und warten,…
Nach der Inkubationszeit müssen die Micas noch gebadet (nicht mit Schwamm und Seife ;) ) und getrocknet werden. Erst dann können wir die Proteine hinaufpipettieren. Und was glaubt ihr kommt jetzt? Richtig! Warten, Mensa, warten…
Gestärkt und voller neuer Energien machen wir uns erneut ans Werk. Im letzten Schritt werden die Micas noch mit Puffer (den haben wir letzte Woche selbst gemacht) gewaschen. Und fertig!
Genaueres über die Funktionalisierung der Spitzen kann ich leider nicht schreiben, denn das ist streng geheim :-o

Sonntag, 21. August 2011

  Juchhuu!!! Endlich funktioniert auch mein Blog =) Vor drei Wochen...

Juchhuu!!! Endlich funktioniert auch mein Blog =)
Vor drei Wochen habe ich mein Praktikum am Biophysikinstitut der JKU Linz begonnen. Ich bin in der AFM (Atomic Force Microscopy) – Gruppe tätig, wo wir verschiedene Messungen durchführen. Ich habe bereits viel erlebt. Glücksmomente, aber auch mehr oder weniger lange Pechsträhnen (Nicht immer funktioniert alles so wie man es möchte.), die aber nie der guten Stimmung im Labor schaden.
Mit dem Rasterkraftmikroskop kann man einerseits Imagen, andererseits eine Kraftspektroskopie durchführen.
Durch das Imagen entsteht ein Bild der Probe. Eine ganz kleine Nadel, die sich auf einer Blattfeder (Cantilever) befindet, rastert die Oberfläche der Probe ab und wenn diese auf eine Unebenheit trifft, verbiegt sich die Spitze. Ein Laserstrahl, der auf die Rückseite der Spitze auftrifft, wird je nach Stärke der Verbiegung abgelenkt. In unserer Gruppe werden auf diese Weise zum Beispiel Thrombozyten untersucht.
Wir sind jedoch mit der Kraftspektroskopie vertrauter. Hier wird eine funktionalisierte Spitze auf die Probe abgesenkt. Dann sollte es zu einer Bindung zwischen der Probe und der Nadel kommen. Wenn man nun die Spitze wieder wegbewegt, verbiegt sich diese nach unten, da ja noch die Bindung zwischen Rezeptor und Ligand herrscht. Ab einer gewissen Kraft reißt sie aber ab. Das Ganze sieht man dann in den Kraft – Abstands – Kurven am Computer.

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