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Katja Götschl
Letztes Update: 23:35 / 19.07.2011

Dienstag, 19. Juli 2011

  7. Tag

Heute war ich wieder mit Frau Kieslinger auf der Endo bei den Patienten. Heute haben wir eine Patientin mit Schilddrüsenüberfunktion gehabt. Die Vorgehensweise war wieder gleich wie beim letzten mal. Heute durfte ich die Fettvermessung mit dem Lipometer durchführen.

Später half ich Christine noch kurz beim CRP ELISA und ich war auch noch bei der Auswertung des T3 Tests bei Herrn Dr. Gruber dabei. Er berechnete diese Werte alle händisch, da es noch immer einige Probleme mit dem Messgerät gibt.

Montag, 18. Juli 2011

  6. Tag

Heute lernte ich wieder etwas ganz neues kennen. Ich bekam einen Einblick in die Arbeit mit Zellkultur. Besonders wichtig dabei ist, dass alles sehr steril ist. Dafür gibt es auch einen eigenen Arbeitsplatz hinter einer Glasscheibe mit Abzug (Bench). Zellen müssen regelmäßig "gefüttert" werden mit Nährmedium damit sie prächtig gedeihen.
Wenn die Flüssigkeit orange ist wird es Zeit sie zu füttern.

Heute haben wir auch gesplittet.
Die Zellen haften am Boden der Flasche. Der Boden der Flasche muss zuvor aber mit Gelatine bedeckt werden damit sich die Zellen festhalten können. Wenn man die Schicht unter dem Mikroskop anschaut sieht man eine dicht gepackte Zellschicht.
Das alte Medium wird abgesaugt und die Flasche wird mit PBS gespült und dann wieder abgesaugt. Dann wird eine Trypsin-Lösung in die Flasche gegeben und geschwenkt und anschließend wird die Flasche für 2 Minuten in den Inkubator gestellt. Nun sind die Zellen gelöst und schwimmen frei herum. Dann wird Medium hinzu gegeben und somit wird das Trypsin wieder unwirksam. Die Zellen können nun in neue schon vorbereitete Flaschen aufgeteilt werden. Das ganze kommt wieder bei 37° C in den Inkubator.
Wichtig ist auch darauf zu achten dass das Medium und die Trypsin-Lösung gewärmt sind bevor man mit der Arbeit beginnt.
Der Absauger wird während dem Arbeiten immer wieder mit einer Flamme steril gemacht.

Später haben wir auch noch einen neuen Assay durchgeführt. Rat CRP ELISA. Dieser war heute nicht so zeitaufwändig wie die letzten ELISA. Der Anlauf war jedoch ziemlich gleich. Es waren nur nicht so lange Inkubationszeiten nötig. Dieser Test wird aber morgen nochmal wiederholt, da heute die Konzentration nicht ganz gepasst hat. Morgen verdünnen wir die Proben 1:4000 statt 1:1000.

Die Auswertung von Freitag wurde heute auch noch gemacht und da hat alles bestens funktioniert. Die Ergebnisse waren signifikant und man konnte sehr gut einen Zusammenhang erkennen.

Freitag, 15. Juli 2011

  5. Tag

Gleich in der Früh begannen wir heute mit dem ELISA (Sandwichmethode). Heute war der 2. OxLDL dran und 3 Proben vom 1. Test am Mittwoch wurden wiederholt. Frau Kieslinger hat in der Früh alles vorbereitet und Christine und ich begannen um 9.00 h mit dem pipettieren. Heute gelang mir das schon sehr gut. Bei dem ELISA sind am Boden der 96er-Platte die Enzyme und darauf habe ich die Serum Proben der Ratten pipettiert. Christine machte die Standardreihe. Die Platte kam dann für 2 Stunden bei 37° C in den Inkubator. Danach wurde die Platte ausgeklopft und der 1. Antikörper kam drauf. Dann wieder für eine Stunde in den Inkubator. Dann wurde die Platte mit dem Waschgerät und dem Waschbuffer gewaschen und wir pipettierten den 2. Antikörper darauf und legten die Platte wieder für eine halbe Stunde in den Inkubator. Danach wurde die Platte wieder gewaschen und die Substrat Solution wurde aufgetragen. Dadurch färbte sich die Flüssigkeit blau. Dann wieder für 10-15 min in den Inkubator. Zum Schluss wurde noch die Stop Solution aufgetragen und dann konnten wir die Platte mit dem Photometer auswerten. Die Analyse wird am Montag noch besprochen denn jetzt gehts ab ins Wochenende :)
Und heute wird noch Geburtstag gefeiert ;)

Donnerstag, 14. Juli 2011

  4. Tag

Heute lernte ich eine ganz andere Seite der NOTHYS Studie kennen. Ich durfte Frau Petra Kieslinger bei der Betreuung und Untersuchung der Patienten zuschauen. Dazu gingen wir in die Abteilung für Endokrinologie.

Der heutige Patient litt an einer Schilddrüsenunterfunktion. Zu Beginn machte die Oberärztin einen Schilddrüsen-Ultraschall und legte dem Patienten eine Leitung. Dann wurde ihm Blut abgenommen. Wichtig dabei ist, immer die entsprechenden Röhrchen dafür zu verwenden und die Leitung immer wieder zu spülen wenn später noch weitere Blutabnahmen nötig sind.
Im Labor angekommen waren weitere 3 Blutabnahmen vorzunehmen. Die 1. nochmal auf nüchteren Magen. Danach bekam der Patient ein Zuckerwasser (Glucose). Die 2. Blutabnahme erfolgte nach einer halben Stunde und die 3. und letzte nach einer weiteren Stunde. Inzwischen bekam der Patient einen Fragebogen auszufüllen und wurde von Frau Kieslinger auch noch zu verschieden Sachen befragt. In den Wartezeiten brachten wir die Blutproben, Speichelprobe und Harnprobe in die entsprechende Labore (LB2, Hormonlabor und Endo). Für die Studie wurden natürlich auch Proben entnommen, welche wir zentrifugierten und später auch portionierten. Wichtig nach dem Zentrifugieren müssen das Serum und das Plasma durchgehend gekühlt werden.
Zum Schluss maßen wir das Körperfett und die Körperfettverteilung des Patienten. In einem halben Jahr kommt er wieder zur Kontrolle.

Am Ende des heutigen Tages tippte ich Ergebnisse von den Laboruntersuchungen in die Datenbank ein und sortierte einige Unterlagen in die angelegten Ordner der Patienten ein.
Frau Kieslinger erklärte mir heute noch viele interessante Sachen über die Studie und auch die Funktion des Stickstoffmonoxid in unserem Körper.

Mittwoch, 13. Juli 2011

  3. Tag

Heute gings weiter mit dem nächsten Test: OxLDL. Das ist ein Elisa und der dauert auch etwas länger, da inzwischen immer wieder lange Inkubationszeiten notwendig sind. Frau Pailer hat in der Früh schon alles vorbereitet und als ich um 9.00h kam konnten Christine und ich gleich mit dem pipettieren auf die 96er-Platte beginnen. Das Gerät für die Auswertung war heute leider nicht verfügbar, da es irgendeinen Fehler hat. Christine hat die Analyse später mit einem anderem Gerät gemacht, doch das konnte ich nicht mehr mitverfolgen, da ich heute die Chance hatte, bei einer Ratten-OP zuzuschauen. Man versucht bei der Ratte mithilfe einer Schraube den Darm zu verlängern. Diese Forschung wird gemacht, um die beste Möglichkeit zu finden damit man Neugeborenen mit Kurzdarmsyndrom das Leben ermöglichen kann. Später konnte ich mir mit Herrn Ainödhofer noch den Ratten- und Mäusestall anschauen und er erklärte mir noch viele interessante Sachen.

Der heutige Tag war wieder sehr lehrreich und hochinteressant.

  2. Tag

Heute hatte ich noch eine kurze Einführung von der Leitstelle des ZMF. Ich lernte heute auch die 2. Assistentin Frau Sabine Pailer kennen. Später gings gleich mit dem Versuch los. Wir machten heute einen Glucose Assay. Dazu wurden die Serums unserer 60 (eigentlich 57) Ratten in Reagenzgläser aufgeteilt und eine Standardreihe angelegt. Dann kam das Enzym dazu und das ganze wurde für 10 min in den Brutschrank gestellt. Nach 10 min war die Flüssigkeit pink und wurde auf eine 96-Wellplatte aufpipettiert. Mit Hilfe des Photometers bekamen wir die Ergebnisse unseres Tests. Später habe ich mit Herrn Dr. Gruber die Ergebnisse noch händisch und mittels Excel durchgerechnet und wir schauten ob ein statistischer Zusammenhang gegeben ist. Die Ergebnisse des Tests waren zufriedenstellend. Die 5. Gruppe (hypo high fat) zeigte hohe Glucose Werte auf und ist somit hoch signifikant.

Zum Abschluss des heutigen Tages haben wir das Waschgerät gereinigt, als Vorbereitung für morgen, denn morgen wird schon wieder der nächste Test durchgeführt.

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