14:00 / 13.07.2009
Nun geht es weiter. Nach einem enspannenden Wochenende sind wir nun wieder voll im Einsatz- naja, fast!
Es sind nämlich "hochbegabte Jugendliche" an der Uni, die auch wie wir einmal alles inspizieren wollen. Also brauchen sie auch unsere Labore und wir haben nicht so viel Platz wie sonst.
Aber immerhin haben wir heute trotzdem allerhand gemacht:
Wie schon erwähnt durften wir heute zu Philipp in das Chemielabor. Als erstes entgasten wir einmal alles, sprich den Puffer, damit keine Luftblasen entstehen. Dies passierte durch Filtrieren. (Vakuumfiltration) Das wiederholten wir auch noch einmal um sicher zu sein, dass sich keine Luft mehr darin befinet.
Nach diesen kleinen Tätigkeiten ging ich zu Mike ins Büro, er ist mein neuer Betreuer, da ich mit ihm für die nächste Zeit zusammen arbeite. Aber dazu später.
Weiter im Chemielabor:
x BSA zentrifugieren (10 mg/ml)
x Sample wird in den Loop gegeben
x System wird gestartet und somit werde die Proteine über die Säule geschickt.
x Schreiber und Fraktionssammler gestartet
Im Gegensatz zu Gel-Chromatographie:
Bei der Gel-Chromatohraphie kommen die kleinsten Moleküle schneller vorwärts, aber hier bewegen sich die längeren schneller, weil:
Es befinden sich Zwischenräume in der Säule, in die die kurzen Mleküle eindringen können, die langen jedoch nicht und sie flitzen sozusagen direkt vorbei und sind deswegen schneller.
Nun zurück zu Mike (=Michael Leitner).
Er befasst sich gerade mit DNA-Imaging bzw DNA rings und hiermit werde auch ich mich in nächster Zeit befassen. Man schaut im Wesentlichen die Oberfläche von einer DNA und, wobei es sich hier auch in manchen Fällen um Ringe handeln kann.
Heute hatten wir jedoch nicht mehr genug Zeit und somit betrachteten wir die neuen Chips, die Mike bekommen hat unter dem Lichtmikroskop und dem AFM (über die Kamera welche bei den neuen Geräten vorhanden ist)
Wir wollten also wissen, ob sich noch eine Spitze auf dem Chip befindet. Eigntlich sollten ja 2 oben sein, aber eine davon hat sich umgebogen- und das bei jedem Chip. (Insgesamt 8 Chips). Es handelt sich hier nämlich um sehr sehr dünne Cantilever. Diese benutzt man, weil je dünner ein Cantilever ist, desto weniger Rauschen passiert.
Sie sind etwan 100 nm groß. Materialspannungen bestehen und das führt dazu, dass der Cantilever abknickt.
Mike erklärte, dass die Spitzen wahrscheinlich nicht funktionieren würden, da:
x der Cantilever ist zu klein und hat somit natürlich auch zu wenig Fläche, was zu Problemen mit dem Laser führt (man muss den Laser ja auf die Spitze des Cantilevers fokussieren) und es können außerdem leichter Störungen auftreten.
x Man bekommt vielleicht einfach zu wenig Informationen.
x Wenn der Winkelt des Cantilevers zum Chip falsch ist, kann der Cantilever nach unten oder nach oben gebogen sein und das heißt, dass es einfach nicht funktionieren wird.
Ja, das war im Großen und Ganzen mein Tag und ich freue mich schon auf das Arbeiten mit Mike. :)
Wenn das Wetter noch schön bleibt gehen wir alle noch nach der Arbeit grillen :)
Was ich heute gelernt habe:
Lektion 1: Hochbegabte Schüler sind genau wie wir- nur etwas klüger :D
Lektion 2: Immer durch die Glastür schauen, bevor man sie jemanden rauf haut. (Ja, Türen sind nicht meine Freunde:D )
Lektion 3: Nicht so viel Kaffeepulver verwenden ;D
Schönen Tag noch und bis morgen.