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Marianne Lahnsteiner
Letztes Update: 14:13 / 15.09.2011

Montag, 12. September 2011

  Persönliche Eindrücke

Jeglichen Klischees und Vorurteilen ueber den Laboralltag konnte ich Gott sei Dank nach 1 Woche Praktikum den Begriff "Mythos" zuschreiben.

Forschungsarbeit aehnelt keinesfalls einem Einsiedlerleben,alle Kollegen sind sehr offen und kontakfreudig, es bildet sich in der Forschung eine Einheit, wo nicht einfach jeder sein Ding durchzieht, sondern einander behilflich ist. Die Arbeitsgemeinschaft ist vermutlich besser als in einem gewoehnlichem Buero.
Die Atmosphaere hier ist locker und der Typus verrrueckter Professor ist eher die Ausnahme als die Regel.

Heute durfte ich mehrere Projekte mitverfolgen und entfernte mich somit der Kraftspektroskopie und wandte mich eher angewandteren Gebieten zu, wie, zum Beispiel die Aktivierung von Thrombozyten, die fuer die Blutgerinnung verantwortlich sind.

Mit jeder Erfahrung, die ich hier mache, wird mir bestaetigt, dass ich mich auf jeden Fall in die richtige Richtung bewege, was meine Zukunftsplaene betrifft.

Das tolle am Biophysik Institut ist, dass fast alle Naturwissenschaftlichen Richtungen zusammenarbeiten. Chemiker, Physiker, BIologen und FH Absolventen kommen hier in der AFM Gruppe zusammen.

Von den Studenten und Forschern im Labor bekomme ich wertvolle Tips fuer mein Studium, die keine Studienberatungsstelle geben koennte.

Hoffentlich gehts so weiter! :)

Montag, 5. September 2011

  Tag 1 am Biophysik Institut Linz

Endlich habe ich es geschafft in meinen Blog zu gelangen!
Momentan bin ich etwas geschafft von meinem 1. Tag in Linz.

Das Biophysikinstitut in Linz befindet sich am Kampus der JKU im TNF Turm 10. Stock. Rund um das Buero der Gruppe "AFM", in der ich die naechsten 3 Wochen verbringen werde, befinden sich Chemielabors, Laserraeume und anderen technischen Einrichtungen.

Heute bekam ich eine Einfuehrung in die Atomkraftmikroskopie (AFM). Nach der SIcherheitseinfuehrung erklaerte mir mein Betreuer und einer weiteren Praktikantin sehr geduldig das Prinzip des AFM.

Das AFM ist ein Mikroskop das Proben im Picometerbereich und sogar in Fluessigkeit aufgeloest sichtbar machen kann, wie z.B. lebende Zellen.
Ausserdem koennen Molekuele manipuliert werden und inter- bzw. intramolekulare Kraefte gemessen werden.

Das AFM funktioniert im Prinzip wie ein Plattenspieler wo eine NAdel durch Hoehenunterschiede eine Tonfolgebestimmt, nur das dabei ein Bild entsteht
Die "Nadel" ist im Fall des AFM ein sogenannter Cantilever. Dies ist ein ein Metallplaetchen auf dem Spitzen angebracht sind welche ueber die Proben gleiten und ein darauf gerichteter Laser reflekiert die Verbiegung welches ein Falschfarbenbild des Samples erzeugt.

Damit die Probe nicht zerstoert wird, darf der Cantilever nicht zu fest darauf druecken. Dies wird mit einer Feedbackschleife reguliert. Diese praezisen Bewegungen werden durch Piezokristalle erreicht, die bei Spannung sich ausdehnen oder zusammenziehen, bzw. durch Druck Spannung erzeugen.

Es gibt 5 verschiedene Cantilever die auf einem Chip angebracht sind. Bezeichent werde sie B-F, wobei B Balkenfoermig ist und C-F Pyramidenfoermig.
Jeder Cantilever hat eine Federkonstante und Resonanzfrequenz (thermisches Rauschen).

Um die Cantilever-Verbiegungen mit den Federkonstanten in Verbindung setzen zu können, verwendet man das Hooke'sche Gesetz:

zΔ=ΔF/k

Je niedirger die Federkonstante desto empfindlicher ist daher der Cantilever.

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