Profil
Einträge: 18
Kommentare: 0

Marion Anderl
Letztes Update: 09:34 / 20.08.2007

Freitag, 17. August 2007

  Freitag, 17.08.2007 – 14.Tag

Heute war mein letzter Tag im Institut für Labortierkunde. In der Früh habe ich Fredi im Stall geholfen. Zuerst durfte ich ihm beim Hormonspritzen zu schauen. Die Spritze wurde intraperitoneal (in die Bauchhöhle) gegeben. Dazu wurde die Maus mit dem Kopf schräg nach unten gehalten, damit die Organe nicht verletzt werden und die Nadel wird flach zwischen 2 Zitzen hineingestochen. Danach haben wir noch Mäuse abgesetzt, wir haben die 3 Wochen alten Jungen von ihren Eltern getrennt, nummeriert, Schwanzproben genommen und in frische Käfige gesetzt.
Am Nachmittag habe ich Wachskammern für die Mikroinjektion hergestellt. Dazu benötigt man Wachs, einen Objektträger, Wattestäbchen, einen Löffel und eine Flamme. Über der Flamme wird dann das Wachs geschmolzen. Mit dem Wattestäbchen formt man auf dem Objektträger mit flüssigem Wachs eine Ellipse. Man muss mehrere Schichten auftragen, damit man auf den Objektträger später Öl schichten kann und es nicht weg rinnt.
Jetzt möchte ich mich auch hier noch einmal bedanken, dass ich mein Praktikum im Institut für Labortierkunde machen durfte und ihr euch alle so viel Zeit genommen habt, um mir alles genau zu erklären.

Donnerstag, 16. August 2007

  Donnerstag, 16.08.2007 - 13.Tag

Nachdem ich am Dienstag gesehen habe, wie die Mikroinjektion funktioniert, konnte ich heute beobachten, wie embryonale Stammzellen in Blastozysten injiziert werden. Dazu wurden wieder Blastozysten entnommen und anschließend in jede Blastozyste acht Stammzellen injiziert. Vor der Injektion kann man ganz genau die Trophoektodermzellen, die ICM (Inner Cell Mass) und das Blastocoel unterscheiden. Danach kollabiert die Zelle und wird in den Brutschrank gestellt. Dort expandiert sie wieder, bevor sie beim Embryotransfer in den Uterus übertragen wird.
Dann wurden Embryonen aufgetaut. Dazu wurde das Röhrchen, in dem sie eingefroren waren, kurz in warmes Wasser gehalten, damit die Gefrierlösung flüssig wird und dann die Embryonen in die Auftaulösung geschüttet. Diese Auftaulösung besteht u.a. aus Saccharose, die verhindert, dass Wasser in die frisch aufgetauten Embryonen diffundiert. Auch diese Embryonen wurden beim Embryotransfer übertragen, allerdings in den Eileiter.

  Dienstag, 14.08.2007 – 12.Tag

Heute durfte ich bei einer Mikroinjektion zuschauen. Nachdem die Weibchen aus den Verpaarungen genommen worden sind, wurden sie getötet und die „Zygoten“ – noch im Vorkernstadium – entnommen. Diese Zellen sind durch Hyaluronsäure mit Kumuluszellen verbunden und um diese abzuspalten, wird das Enzym Hyaluronidase verwendet.
Wenn die Zelle befruchtet wurde, hat sie 2 Vorkerne und die Lipide sind in der Zelle verteilt. Bei der Mikroinjektion wird die Zelle mit einer Haltepipette festgehalten und mit der Injektionspipette wird die zusätzliche DNA zu einem der beiden Vorkerne injiziert. Beim Verschmelzen der beiden Vorkerne wird die DNA umgebaut und bei diesem Vorgang wird, so hofft man, die zusätzliche DNA eingebaut und die Zelle teilt sich zum Zweizeller. Diese durch Mikroinjektion bearbeiteten Zellen wurden anschließend durch Embryotransfers übertragen.
Heute war es echt spannend, weil Thomas in 270 Zellen im Vorkernstadium die DNA injiziert hat und ich über einen Bildschirm mitschauen konnte, welchen Vorkern er auswählt.

Montag, 13. August 2007

  Montag, 13.08.2007 – 11.Tag

Heute durfte ich noch einmal bei der Entnahme von Morulae für die Kryokonservierung zuschauen. Dazu wurde wie an meinem ersten Tag, der Eileiter mit einem Stück des Uterus herausgeschnitten. Anschließend wurde der Eileiter mit einem Nährmedium durchgespült und die Morulae dann mit einer Mundpipette herausgesucht und in ein weiteres Medium gebracht.
Die Embryonen wurden mit der Einfrierlösung in dünne Straws gefüllt und in flüssigem Stickstoff eingefroren. Dazu wurde eine 1,5 M und eine 7 M Einfrierlösung verwendet.
Zum Schluss habe ich noch geübt mit einer Mundpipette zu hantieren.

Freitag, 10. August 2007

  Freitag, 10.08.2007 – 10.Tag

Gleich in der Früh habe ich die letzte Art zur Herstellung von Pipetten kennengelernt. Dazu muss man ein dünnes Glasröhrchen über einer Flamme erhitzen um eine Pipette formen zu können. Diese Pipette wird anschließend bis auf eine kleine Öffnung zugeschmolzen, damit die Embryonen fixiert werden können und nicht hineinrutschen. Außerdem wird eine Biegung von 30 Grad hinein geschmolzen. Heute hatte ich viel Glück, denn die Haltepipetten sind mir wirklich gut gelungen.
Am Nachmittag durfte ich mit Kai die Jungen abwiegen.

  Donnerstag, 09.08.2007 – 9.Tag

Am Vormittag habe ich versucht Mikroinjektionspipetten herzustellen. Diese Pipetten werden mit einer Maschine hergestellt. Man spannt dort ein sehr dünnes Glasröhrchen ein. Dort es wird durch einen glühenden Draht in der Mitte geschmolzen und von 2 Elektromagneten auseinander gezogen. So erhält man 2 Pipetten. Diese muss man im nächsten Bearbeitungsschritt beim richtigen Durchmesser kürzen und danach muss die Pipette in einem Winkel von ca. 30 Grad biegen.
Danach habe ich mit Sabine noch 2 Einfrierlösungen und 1 Auftaulösung hergestellt. Die Einfrierlösungen bestehen aus Ethylenglykol, Suchrose, PBS und 10% Fötalem Kälberserum.
Diese Lösungen werden zum Einfrieren der Embryonen verwendet.

Mittwoch, 8. August 2007

  Mittwoch, 08.08.07 – 8. Tag

Für eine Gruppe von Wissenschaftlern in Zürich wurden heute Gehirne von Mäusen präpariert und verschickt. Zuerst wurde die Maus durch einen Genickbruch getötet, und danach wurde die Schädeldecke weggeklappt und somit das Gehirn freigelegt. Zuerst wurde das Gehirn in flüssigen Stickstoff getaucht, und danach in einem Behälter mit Trockeneis verschickt.
Anschließend war ich in der Barriere und habe Kai beim Umsetzen der Mäuse in frische Käfige geholfen.
Danach habe ich mit Thomas die Tiere für die Verpaarungen herausgesucht. Zum Abschluss habe ich noch eine weitere Art zur Herstellung von Pipetten kennen gelernt.

summerschool.at | gen-au labor blogs

User Status

Username:

Passwort:


Suche

 

Aktuellste Beiträge

Donnerstag, 02.08.2007...
Heute durfte ich Thomas beim Immunisieren helfen. Zuerst...
marion.anderl - 20. Aug, 09:34
Freitag, 17.08.2007 –...
Heute war mein letzter Tag im Institut für Labortierkunde....
marion.anderl - 17. Aug, 19:04
Donnerstag, 16.08.2007...
Nachdem ich am Dienstag gesehen habe, wie die Mikroinjektion...
marion.anderl - 16. Aug, 21:21
Dienstag, 14.08.2007...
Heute durfte ich bei einer Mikroinjektion zuschauen....
marion.anderl - 16. Aug, 21:20
Montag, 13.08.2007 –...
Heute durfte ich noch einmal bei der Entnahme von Morulae...
marion.anderl - 13. Aug, 20:15

Status

Online seit 1819 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 20. Aug, 09:34

Credits

Bundesmininsterium für Wissenschaft und Forschung

Genomforschung in Österreich

supported by



built with

powered by Antville powered by Helma


  • xml version of this page