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Marlene Reisinger
Letztes Update: 13:20 / 30.08.2006

Matura im Schuljahr 2005/06 im BRG Traun (RG mit Sprachenschwerpunkt). Nächster Schritt: Interuniversitäres Studium der Molekularen Biologie in Salzburg bzw Linz

Sonntag, 30. Juli 2006

  Lab diary - Woche 3

Liebe GEN-AU- Kolleginnen und Kollegen!
Ich schulde euch eine umfassende Beschreibung meines Aufgabengebietes und will dies nun nachholen!
Nächstes Jahr, voraussichtlich im Oktober, wird das Biologiezentrum eine Ausstellung zum Thema „Evolution“ starten. Im Rahmen dieser Ausstellung wird es ein gläsernes Labor geben, in welchem Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geboten wird, sämtliche Laborgeräte und Arbeitstechniken eines DNA-Labors kennen zu lernen.
Darüber hinaus haben sie die Chance, ihre DNA zu „spenden“ und diese einer Haplogruppe zuordnen zu lassen. Was das genau bedeutet? Dazu muss ich etwas weiter ausschweifen:

Jeder Mensch gehört mütterlicher- als auch väterlicherseits einer bestimmten Haplogruppe an. Eine Haplogruppe ist gewissermaßen eine genetische Großfamilie bzw. Erblinie. Sie zeichnet sich durch eine gewisse Menge genetischer Merkmale aus, nämlich durch Marker.
Da jedoch solche Mutationen im codierenden Bereich der DNA aufgrund des Selektionsdrucks „wegrepariert“ werden, untersucht man nur die (nicht-codierende) mitochondriale DNA als auch die DNA der Y-Chromosomen. Die mitochondriale DNA wird unverändert in der mütterlichen Linie weitervererbt, das Y-Chromosom in der väterlichen.
Da im Laufe der Jahre immer mehr Mutationen zu den bereits vorhandenen hinzukommen, lässt sich eine so genannte „molekulare Uhr“ definieren. Mit dieser Methode, mit dieser Uhr, werden die Verzweigungen des Evolutionsbaumes datiert. Anhand der Zahl von Mutationen zwischen zwei Abstammungslinien (Haplogruppen) lässt sich nämlich der Zeitraum bestimmen, an dem sich die beiden Linien getrennt haben.

Das heißt, dass die Besucherinnen und Besucher selbst aktiv GENealogie betreiben können. (Ich liebe Wortspiele mit „Gen“). ☺

Um diese Ausstellung vorzubereiten, extrahierten wir in der verganGENen Woche (`tschuldigung, ab jetzt keine Wortspiele mehr) unsere DNA mithilfe eines DNA buccal swab extraction kit, vervielfältigten diese mittels PCR und machten daraufhin eine Gel-Elektrophorese. Leider missglückte diese, also machten wir eine „gradient PCR“, das heißt, dass die Proben unter unterschiedlichen Temperaturen vervielfältigt wurden (in der ersten Spalte betrug die Denaturierungs-Temperatur 40°C, in der letzten Spalte 50°C). Bei einer gradient PCR werden also die gleichen Proben verschiedenen Temperaturen ausgesetzt, um festzustellen, bei welcher Temperatur die PCR am besten klappt.
Tatsächlich bekamen wir bei der folgenden Gel-Elektrophorese ein „schönes“ Ergebnis.
Am Donnerstag fuhren wir den Sequencer hoch und sequenzierten die Proben. Martin Pfosser erklärte mir den Umgang mit dem Gerät genau und machte mich mit der Bedienung vertraut. (Und wieder habe ich viel dazugelernt – das ist der Grund, warum der Wert von Praktika unschätzbar hoch ist).
Am Freitag lieferte der Sequencer das Ergebnis, welches es in den folgenden Tagen auszuwerten gilt.


Liebe Grüße und eine schöne nächste Arbeitswoche!

Marlene

Montag, 24. Juli 2006

  Lab Diary - Week 2 (17. - 21- Juli)

day 1

Getting more and more familiar with English as the „official“ language of a laboratory, I decided to write this entry in English!

DNA-extraction from plant leaves (pulsatilla vulgaris, ornithogalum montanum)
I probably didn't tell you that until now I've never worked in a lab before. Nevertheless, my boss Dr. Martin Pfosser and his assistant introduce me to the world of molecular biology: They make me get used to microscopy, DNA-extractions, PCRs etc etc.
Although I'm a bit clumsy with the use of pipets and co. they trust me and let me get some exercise - that's great! (And in case they don't know: I'm very thankful)

Well, now to the plant-DNA-extraction: We followed a protocol which took quite a long time (in comparison to „ready for use“-DNA-extraction kits).
I do have the protocol (however in handwritten form). If you're interested, please don't hesitate to ask me (via e-mail).

After the extraction we amplified the DNA with the PCR.



day 2
Agarose gel electrophoresis of the PCR products which unfortunately wasn't quite succesful.

Day 3
New extraction of plant DNA - this time using an extraction kit which allowed us to be faster.

Day 4 and day 5
Due to the absence of „the crocodile“ (the PCR machine), we used the time to study various protocols and to read books on the topics of the migrations and spread of human beings throughout early history which can be determined by analyzing individuals' mitochondrial DNA and Y-chromosomal DNA.
TO BE CONTINUED! ...

Mittwoch, 12. Juli 2006

  Lab Diary - Tag 3

Liebe etwaige Leser!
Aus Zeitmangel (bzw. weil mich andere terminliche Verpflichtungen rufen) werde ich mich etwas kürzer fassen.
Tag 3, Mittwoch, 12. Juli: Vorbesprechungen zum bevorstehenden Sequenzieren - bevorstehend deshalb, weil erst heute Primer bei GenXPress bestellt (eine Base à 40 Cent, nur zur Information :))

  Lab Diary - Tag 2

Bereits am 2. Tag meines Praktikums bei Herrn Pfosser stand eine Dienstreise nach Wien am Programm.
Im Biocenter Wien besorgten wir DAPI, einen Fluoreszenz-Farbstoff zur Anfärbung der DNA und wandten diesen beim neuen Mikroskop des Botanischen Institutes an: Wieder mikroskopierten wir Epithelzellen und fotografierten diese.

  Lab Diary - Tag 1

Wir beschäftigen uns im Wesentlichen mit dem GENOGRAPHIC PROJECT (initiiert von National Geographic), welches sich mit der Genealogie des Menschen auseinandersetzt.
Nähere Beschreibungen des Projekts folgen bald in der Sparte Probleme/Aufgaben, bis dahin möchte ich euch auf den offiziellen Link hinweisen: https://www3.nationalgeographic.com/genographic/

Tag 1 nutzte ich also, um mich mit diesem Projekt vertraut zu machen.
Am Nachmittag wurde ich in die für mich bisher unbekannte Kunst des Mikroskopierens eingeführt.
Die von mir untersuchten Objekte waren Epithelzellen (Wangenabstrich).

  Lab Diary

Ich absolviere mein Praktikum bei DI Dr. Martin Pfosser, Leiter der Botanik-Abteilung, im Biologiezentrum Linz, genau gesagt im DNA-Labor.
Da ich noch keine Laborerfahrung habe, werden die nächsten Arbeitswochen äußerst abwechslungs- und lehrreich!

Dienstag, 13. Juni 2006

  Persönliches / Eindrücke

Heute, am 10. Juli, durfte ich mein Praktikum im DNA-Labor des Biologiezentrums Oberösterreich antreten.

Und ich habe nun leider keine Zeit mehr, all meine (sehr positiven) Eindrücke niederzuschreiben.

Während ich euch vom genetischen Adam, von meinen mikroskopierten Mundschleimhautzellen (ist nicht so eklig wie es klingt), einem freundlichen Bürohund und netten Arbeitskolleg/innen und und und erzählen möchte, muss ich schlafen gehen, um mich auf die morgige Dienstreise nach Wien vorzubereiten!

Wichtig ist für mich an dieser Stelle nur, euch meine Begeisterung von meinem Praktikum näherzubringen - ich wünsche euch ebenso viel Freude mit eurem Summerschool-Job!

summerschool.at | gen-au labor blogs

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Zuletzt aktualisiert: 30. Aug, 13:20

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Bundesmininsterium für Wissenschaft und Forschung

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