Ovarektomie
19:43 / 16.09.2010
14/09/10
Gerade als ich den Griff der Eingangstür des Institutes in der Hand hielt, ging die Sirene los- FEUERALARM! Jener war zum Glück nur ein Test, doch der Tag ging aufregend weiter…
…Wir verbrachten den ganzen Tag im Mouse House (mit Mittagspause), denn wir hatten vor 20 Mäuse zu operieren. Für eine weitere Versuchsreihe von dem bereits erwähnten Experiment (siehe 02/09/10, Krebsforschung) mussten wir weitere Mäuse ovarektomieren.
Zuerst narkotisierte ich sie, indem ich ihnen ein Gemisch aus Ketasol (muskelentspannend, anästhesierend), Xylasol (schmerzlindernd) und Kochsalzlösung in den unteren Bauch injizierte. Verena schnitt die Maus an der Seite auf; ein Schnitt in das Fell, danach kommen die Muskelfasern zum Vorschein, welche sich mit der Pinzette zur Seite ziehen lassen, dann ein Schnitt in die innere, festere Haut – und schon sieht man in den Bauchraum. Jetzt gilt es den EIERSTOCK zu finden. Er sitzt als winziges, weißes Körnchen auf einem Fettgewebe. Der Uterus wird mit einem Faden abgebunden und das Ovarium mitsamt Fettgewebe heraus geschnitten. Den Rest wieder im Bauch verstauen und zunähen. Noch nicht fertig! Es gibt ja noch den 2. Eierstock auf der anderen Seite.

Der Mäuseorganismus verträgt Narkosen generell nicht so gut und um ein zu starkes Absinken der Körpertemperatur zu vermeiden, bekamen unsere Patienten ein „Papiermäntelchen“ und wurden unter die Wärmelampe gelegt. Leider starben trotzdem 3 Mäuschen.
Meine Aufgabe war es außerdem, die Mäuse zu wiegen, ihnen die Augen einzutropfen (damit die offenen Augen während der Narkose nicht austrocknen) und sie zu clipsen.

Mäuschen in Papiermäntelchen unter der Wärmelampe

Danach wurden die „Referenzmäuse“ SCHEINOPERIERT. Das heißt, man schneidet sie genauso auf, führt keine Ovarektomie durch, sondern näht sie gleich wieder zu. Man macht das, um Faktoren der OP an sich zu berücksichtigen und gleiche Bedingungen für beide Testgruppen herzustellen. Diese sham (engl. Schein- im Vgl. zu ovx=ovarectomy) Mäuse durfte ich operieren.

Die innere Haut zunähen
Schon nach den ersten Schnitt kam ich gut damit zurecht und auch das Zunähen-erst die innere Haut-Knoten mit den Pinzetten-dann das Fell-Knoten-funktionierte, nachdem ich Verena aufmerksam zugeschaut hatte, ganz gut! Fertig. Erleichtert spürte ich das Mäuseherz in meiner Hand schlagen.
Gerade als ich den Griff der Eingangstür des Institutes in der Hand hielt, ging die Sirene los- FEUERALARM! Jener war zum Glück nur ein Test, doch der Tag ging aufregend weiter…
…Wir verbrachten den ganzen Tag im Mouse House (mit Mittagspause), denn wir hatten vor 20 Mäuse zu operieren. Für eine weitere Versuchsreihe von dem bereits erwähnten Experiment (siehe 02/09/10, Krebsforschung) mussten wir weitere Mäuse ovarektomieren.
Zuerst narkotisierte ich sie, indem ich ihnen ein Gemisch aus Ketasol (muskelentspannend, anästhesierend), Xylasol (schmerzlindernd) und Kochsalzlösung in den unteren Bauch injizierte. Verena schnitt die Maus an der Seite auf; ein Schnitt in das Fell, danach kommen die Muskelfasern zum Vorschein, welche sich mit der Pinzette zur Seite ziehen lassen, dann ein Schnitt in die innere, festere Haut – und schon sieht man in den Bauchraum. Jetzt gilt es den EIERSTOCK zu finden. Er sitzt als winziges, weißes Körnchen auf einem Fettgewebe. Der Uterus wird mit einem Faden abgebunden und das Ovarium mitsamt Fettgewebe heraus geschnitten. Den Rest wieder im Bauch verstauen und zunähen. Noch nicht fertig! Es gibt ja noch den 2. Eierstock auf der anderen Seite.

Der Mäuseorganismus verträgt Narkosen generell nicht so gut und um ein zu starkes Absinken der Körpertemperatur zu vermeiden, bekamen unsere Patienten ein „Papiermäntelchen“ und wurden unter die Wärmelampe gelegt. Leider starben trotzdem 3 Mäuschen.
Meine Aufgabe war es außerdem, die Mäuse zu wiegen, ihnen die Augen einzutropfen (damit die offenen Augen während der Narkose nicht austrocknen) und sie zu clipsen.

Mäuschen in Papiermäntelchen unter der Wärmelampe

Danach wurden die „Referenzmäuse“ SCHEINOPERIERT. Das heißt, man schneidet sie genauso auf, führt keine Ovarektomie durch, sondern näht sie gleich wieder zu. Man macht das, um Faktoren der OP an sich zu berücksichtigen und gleiche Bedingungen für beide Testgruppen herzustellen. Diese sham (engl. Schein- im Vgl. zu ovx=ovarectomy) Mäuse durfte ich operieren.

Die innere Haut zunähen
Schon nach den ersten Schnitt kam ich gut damit zurecht und auch das Zunähen-erst die innere Haut-Knoten mit den Pinzetten-dann das Fell-Knoten-funktionierte, nachdem ich Verena aufmerksam zugeschaut hatte, ganz gut! Fertig. Erleichtert spürte ich das Mäuseherz in meiner Hand schlagen.


