11:24 / 18.06.2010
„Untersuchungen über immunologische und regenerative Mechanismen in Bezug zu Lokalisation und Größe des Infarktarsenals bei Patientinnen und Patienten mit akutem Schlaganfall.“
Dieser Satz beschreibt, was das momentane Forschungsprojekt bewirken soll. Ich möchte versuchen zu erklären: Bei Herzinfarktpatienten beispielsweise gibt es sogenannte Marker, die am Blutbild festgestellt werden können. Diese geben quasi mit Sicherheit an, dass beim Herzen etwas nicht stimmt. Genau so ein im peripheren Blut bestimmbarer Marker soll nun auch für Schlaganfallpatienten gefunden werden, der zuverlässig über die Diagnose oder Prognose dieser Erkrankung informiert.
11:24 / 18.06.2010
Mit Hilfe der Elisa Tests werden unterschiedliche Werte berechnet (MP9, DCX etc.). Diese Werte werden anschließend verglichen: Es soll herausgefunden werden, ob ein Zusammenhang zwischen dem errechneten Wert und den Schlaganfallsymptomen (bzw. wie schwer der Patient an den Folgen leidet) zu erkennen ist. Sollte ein Zusammenhang gefunden werden, ist gleichzeitig der Marker gefunden.
Mittlerweile konnte bereits das DCX als möglicher Marker ausgeschlossen werden.
11:24 / 18.06.2010
Die Atmosphäre im Labor ist sehr freundlich und ich habe mich von Beginn an wohl gefühlt. Thomas ist für Fragen stets offen, und ich habe das angenehme Gefühl alles Fragen zu können und darauf professionelle und gut erklärte Antworten zu erhalten. Das Labor selbst wirkt sehr sauber und ordentlich und ist zu meinen großen Freuden klimatisiert.^^
11:24 / 18.06.2010
Um diesen Marker finden zu können werden unter anderem ELISA –Tests durchgeführt. ELISA steht für „Enzym Linked Immunosorbent Assay“. Unter meiner Bildergalerie ist ein Bild zu sehen, welche das Prinzip dieser Testform veranschaulicht. Das Elisa-Kit ist mit einem bestimmten Antigen präpariert. Somit können Proteine gebunden und durch Färbung erkannt werden. Je nach Firma unterscheidet sich die Vorgehensweise - das Testprinzip bleibt dabei aber immer gleich. Im folgenden Text wird eine Art der Durchführung beschrieben.
Nachdem das Kit zusammengebaut ist, wird eine Verdünnung der Lösung
hergestellt, die als Standart dient: 10ng/ml, 5ng/ml, 2,5ng/ml, 1.25ng/ml, 0,625ng/ml, 0,312ng/ml, 0,156ng/ml.
Dazu wird in jede Eppi 500 Mikroliter Wasser pipettiert. In die erste Eppendorf werden die 500 Mikroliter Flüssigkeit (Standart Diluent) zugefügt. Diese wird verschlossen und geschüttelt. Danach wieder geöffnet, wieder 500 Mikroliter Flüssigkeit entnommen und der zweiten Eppendorf zupipettiert usw. So entstehen die benötigten Verdünnungen. Die Verdünnungsreihe wird benötigt, um mit Hilfe des Computers eine Standartkurve berechnen zu können, auf der die Ergebnisse eingetragen werden.
Von diesen Verdünnungen werden jeweils 100 Mikroliter in das Elisa-kit pipettiert, wobei immer jeweils zwei Näpfchen mit der gleichen Verdünnung gefüllt werden, um ein genaues Ergebnis zu erhalten (da beim Pipettieren Abweichungen passieren können). Dann werden die restlichen Näpfchen mit dem Serum von Patienten gefüllt (auch jeweils zwei). Die Näpfchen werden abgedeckt und müssen 2 Stunden lang ruhen.
Zwei weitere der Packung enthaltene Verdünnungen werden hergestellt: Verdünnung A und B.
Inzwischen wird auch eine Waschlösung hergestellt. 20ml Waschbuffer mit 580ml AD (Aqua Dest. = destilliertes Wasser).
Die Flüssigkeit wird aus dem Elisa-Kit entfernt und mit der Verdünnung A gefüllt (wieder jeweils 100 Mikroliter). Das Kit muss nun im "Brutkasten" bei 37°C 30 Minuten lang ruhen. Nach dieser Zeit wird die Flüssigkeit entfernt und mit der Waschlösung 3x ausgespült. Der Vorgang wird mit der Verdünnung B wiederholt. Danach wird das Elisa-Kit mit einem Farbindikator gefüllt und wieder in den Brutkasten gestellt. Nun fügt man einen Stopper ein, damit die Farbe nicht zu dunkel wird, damit der Computer in der Lage ist, das Ergebnis zu errechnen. Der Computer errechnet die Kurve und der Test ist damit abgeschlossen.