wie ich bereits berichtet habe, habe ich am freitag mein pipetttierschema für die dna-verdünnungen und den pcr-mix entwickelt.
montag morgen begann ich damit die bereits aufgenommenen primer auf die gewünschte konzentration von 5pmol/µl zu bringen. nach dem erneuten messen der dna, stellte ich auch die benötigten mengen an verdünnungen für die pcr-ansätze her.
wir wollten 2 pcr's machen: als erstes einen testlauf der verschiedenen dna-konzentrationen mit 17 und 19 (die beiden stellen, die wir mit inner primern zum sequenzieren einschicken wollten. das bedeutet statt dem bei der pcr verwendeten primer wird bei der probe, die zu sequenzieren eingeschickt wird, ein anderer primer - also der "inner" mitgeschickt, der das zu sequenzierende stück auf die gewünschten etwa 400 Basenpaare bringt)
die 2. pcr enthielt alle 5 kurzen stücke + einen reverenzprimer aus wien, die verwendete dna-konzentration betrug 20 ng/µl.
der mastermix für den ersten ansatz enthielt keine dna, ich habe die bestandteile in folgender reihenfolge und menge hinzugefügt: 170µl hochrein destilliertes H2O, 100 µl GC-Buffer, 15µl DMSO, 10µldNTP (dieses vorgemisch wurde kräftig gevortext und danach wieder zentrifugiert) und 5µl Polymerase(die wird mit einem teifkühlhalter, der sie auf -20°C hält, transportiert und schnellst möglich wieder zurück gebracht)
sobald die polymerase hinzugefügt wurde, muss schnell gearbeitet werden.
30µl des mastermix wird in pcr-behälter gegeben, dazu 10µl der DNA-Verdünnung und je 5µl der primer.
Die pcr-tubes werden in einen der 4 blöcke des thermocyclers gestellt und das bereits vorher eingestellte temperaturprofil aktiviert. dann heißt es warten: meist 1 bis 2.5 stunden.....
am montag haben wir aber gleich weiter gearbeitet und die pcr für die kurzen fragmente vorbereitet. was heißt wieder mastermix erstellen. aber diesmal haben wir die DNA in einer konzentration von 20ng/µl noch vor der polymerase noch. hätte diese konzentration nicht gut funktioniert (was wir beim ergebniss der gelelektrophorese gesehen hätten), hätten wir später noch eine mit 40ng oder 10 ng versucht.
zusätzlich zu den 5 kurzen fragmenten haben wir noch ein referenzprimerset, das wir aus wien bekommen haben, eingesetzt. bei den mussten wir aber vorher noch die konzentration messen und anpassen, da sie uns nicht bekannt war.
nachdem beide pcr fertg ware, legten wir die ergebnis schnell auf eis und entnahmen 20µl zum ansetzen einer gel-eletrophorese. das ergebnis füge ich hier ein:
zur genaueren erläuterung was hier zu sehen ist: das erste bandenmuster ist eine vergleichsleiter für fragmente im hundrterberreich, danach kommen die 5 kurzen stücke plus den referenzprimer und dann eine refernzleiter für 1000-3000Bp. stark sichtbar ist die 17er probe in allen konzentrationen (40ng, 20ng & 10ng), wesentlich schwächer die probe für #19. dahinter (nicht erkennbar) eine probe ohne primer und eine ohne DNA zur krontrolle (die beiden haben wir bei der PCR für 17&19 mitangesetzt, hätten wir hier banden bekommen wäre irgendwo eine verunreinigung mit dna festzustellen gewesen)
Den rest des pcr-produktes (etwas 30µl) haben wir mit unserem kit aufgereinigt und die konzentrationen gemessen. nachdem wir sie entsprechend den vorgaben der sequezierfirma angepasst hatten, wurden sie abschickfertig gemacht und eingekühlt (abhohlung solcher dinge findet üblicherweiße um 4 statt, wir verließen das labor erst um halb 7)
ursprünglich wollte ich die primer für die nächste pcr bereits aufnehmen, hatte mich aber in der einsortierung geirrt und alle bereits aufgenommenen noch einmal mit wasser versetzt :(