10:37 / 26.06.2009
Hier findest du Platz für deine Forschungsdokumentation.
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10:37 / 26.06.2009
Hey,
Ich heiße Oliver, gehe in Wien,13, zur Schule und besuche das BG Fichtnergasse.
Schon gestern Abend bin ich in Innsbruck angekommen und heute konnte ich meinen ersten "Arbeitstag" im Urologischen Labor Innsbruck unter der Leitung von Dr. Helmut Klocker antreten. Zur Zeit werde ich von der Kollegin Martina Egger betreut, jedoch werden sich noch andere Kollegen um mich kümmern sobald zwei weitere Praktikannten hier eintreffen :-)
Im Urologischen Labor geht es primär um die Prostatakrebs Forschung. Immerhin eine ernstzunehmende Sache, dich auch mich später einmal betreffen könnte.
Zunächst wurde mir die ganze Einrichtung gezeigt und auch die Kollegen wurden mir vorgestellt, welche ausnahmslos einen netten Eindruck machen.
Danach konnte ich bestimmten gezüchteten Krebszellen ein neues Nährmedium verabreichen, welches regelmäßig ausgetauscht werden muss, um das Wachstum der Zellen zu gewährleisten. Dies ist nötig, da erst ein Stamm von Zellen bestimmten Alters für diverse Experimente zu gebrauchen ist.
Außerdem begann ich ich die Stripping Western Blot Reaktion mit einem anderen Zell Stamm, welchen ich wohl erst Morgen nach Vollendung komplett verstehen werde.
In der Zeit zwischen den Arbeitsschritten hatte ich immer wieder Zeit Fakten über mein Themengebiet zu lesen, welches mir ebenfalls meine Betreuerin zur Verfügung stellte.
Alles in allem finde ich es bis jetzt großartig hier und ich freue mich durchaus auf den morgigen tag....
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4.8.2009
Heute Vormittags stand zunächst die quantitative Auswertung von lebenden/toten Zellen in diversen Proben auf dem Programm.
Ein Computergesteuertes Gerät namens "Casy" kann mithilfe von Stromwiderstand die Anzahl lebender und toter Krebszellen ermitteln. Zunächst muss die bestimmte Art der Zelle im Computer definiert werden, um auch ein richtiges Ergebnis herauszubekommen.
Außerdem erhält der Rechner Information über Konzentration der Zellen in der Salzlösung, um die Berechnung richtig durchzuführen. Im Gerät wird ein Teil der Lösung in eine Kapillar-Röhre gesaugt, wo dann mit Hilfe des Stromwiderstand die Zellenanzahl zu berechnen.
Um ein noch genaueres Ergebnis zu liefern, führt er bei jeder Probe drei Mal das Programm aus und errechnet danach den Mittelwert der Daten.
Diese Prozedur ist notwendig um in kurzer Zeit zu erfahren ob die Zellen auf die jeweilige Behandlung in den verschiedenen Proben wie gewünscht reagieren.
Danach habe ich mit meinem neu eingetroffenen Genau-Kollegen Lukas noch einmal die Zellen für einen Medienwechsel vorbereitet.
Mithilfe des oben erwähnten Gerätes haben wir eine genaue Anzahl von Zellen in ihre Behältnisse gepflanzt, da dies für folgende Experimente wichtig ist!
Am Nachmittag war es noch meine Aufgabe, besonders aufbereitetes Wasser eines 25ml Behälters in 25 jeweils 1ml fassende Behältnisse zu füllen. Das Wasser wird für die PCRs (Polymere Chain Reaction) benötigt! Da es hier um die Vervielfältigung von DNA geht und das Wasser als VErdünnungsmittel absolut rein und Dna frei sein muss ist hier äußerste Sauberkeit geboten, um den Inhalt der Behältnisse vor geringsten Verunreinigungen zu schützen. Das Wasser ist frei von Dna/Rna und Dnasen und Rnasen( diese können DNA/RNA zerstören).
Ist der Schritt des Umfüllens getan, werden die Behältnisse eingefroren und gelagert, bis sie für jeweilige Proben benötigt werden. (Jedes Mal nur geringe Mengen -daher das Umfüllen)...
Ich habe noch ein wenig Fachlektüre vor mir, um mir noch allgemein besser über das Thema einen Überblick verschaffen zu können. Ich will doch die folgenden Experimente verstehen und richtig ausführen...