19:23 / 29.07.2009
Bei Verena's Experiment ging es darum herauszufinden welche Proteine in bzw. auf einem Raft sind. Dazu wurden humane ICV/T24-Zellen (Endothelzellen) mit zwei verschiedenen Markern versehen. Der eine war ein Lipidanker namens CD59, an das ein Antikörper mit dem Farbstoff angehängt ist, der mit dem roten laser engeregt wird. Von diesem CD59 ist man sich ziemlich sicher, dass es ein Raft-Protein ist. Der zweite war das Lipid Bodypie GM1, wobei Bodypie das Fluroflor ist und GM1 das Lipid. Das Bodypie hängt dabei am GM1 dran und baut sich dadurch in die Zellmembran ein (im Gegensatz zum GFP, das sich in das Genom einbaut). Bei dem Bodypie GM1 ist es eben noch nicht gesichert, ob es ein Raft-Protein ist, deshalb sucht Verena nach Collocationen.
Das Lipid GM1 besitzt jeder Mensch und spielt z.B. eine Rolle bei Cholera, da das GM1 verursacht, dass man sehr viel Wasser ausscheidet und das führt dann zum Durchfall.
Normal sind Lipide nur einige wenige Nanometer groß und normal kann man Partikel, die kleiner als die Wellenlänge des Mikroskops sind nicht abbilden bzw. auflösen. Bei den Mikroskopen in der UNI beträgt die maximale Auflösung ca. 200-300 nm. Bei allen Signalen kleiner als diese Größe sind keine (Weg-)Differenzen mehr zu sehen und die Signale schmieren aus. Durch einen mathematischen Prozess, nämlich eine Punktlichtquelle als Gauß-Funktion zu betrachten, kenn man einzelne Signale identifizieren und lokalisieren.
Außerdem hat uns Stefan erzählt, was er schon so alles gemacht hat. Unter anderem hat er die Nanotubes untersucht. Das sind die Kanäle, mit denen sihc zwei Zellen verbinden. er hat entdeckt wie groß sie sind, wie die Mobilität der Proteine in ihnen ist, dass sie nicht nur zwischen Tochterzellen bestehen, aber auch nicht zwischen allen und auch auf ziemlich große Distanzen. Wie und warum sie nicht zwischen allen Verbindungen aufbauen, ist noch ein Rätsel.
Und zusätslich bekamen wir heute noch von Clemens eine ausführliche Erklärung wie ein Mikroskop funktioniert...