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Rhea Jabbour
Letztes Update: 22:26 / 03.09.2010

  Viel Aufwand für so ein bisschen DNA ...

Ja ja, der Laboralltag ist manchmal gar nicht so einfach!! Der heutige Tag ist nämlich durch viele Wartezeiten zwischen den verschiedenen Schritten gekennzeichnet! Tatsächlich steht nun die Transformation auf dem Programm: Und zwar führen wir heute das Plasmid, das hoffentlich (!) die gewünschte DNA-Sequenz beinhaltet, in Escherichia Coli Zellen ein, und lassen dann einen Stamm auf einer Petri Schale wachsen. Doch zunächst einmal muss das Plasmid in die Zellen gelangen. Dafür verwenden wir Ecoli Zellen, die bei -80°C gelagert wurden. Diese stellen wir dann auf Eis, damit sie ganz langsam auftauen können. Danach fängt auch schon die Transformation, also die Aufnahme der DNA an. Wir stellen zuerst einmal die verdaute DNA-Sequenz ebenfalls auf Eis, und vermischen sie dann mit den Ecoli-Zellen. Danach verändern wir öfters die Temperatur - zuerst 42°C, dann wieder auf Eis- um die Zellen zu stressen und so die DNA-Aufnahme zu fördern.

Um den Zellen nun die Möglichkeit zu geben, sich von diesem "Stress"^^ zu erholen, muss ihnen nun ein besonders nahrhaftes Medium angeboten werden. Das hier eingesetzte, selbst präparierte SOC-Medium, beinhaltet viel Glukose, was besonders gute Voraussetzungen für die Zellen darstellt. Da die Probe, die nun die Zellen und die DNA beinhaltet, steril bleiben soll, wird das Medium einfach unter einer Flamme dazugemischt, da die Hitze die Bakterien in der Luft einfach abtötet und so verhindert, dass die Probe kontaminiert wird.

Die gleiche Prozedur wird nun noch zweimal wiederholt, um zwei Kontrollproben zu machen, die jeweils Ecoli-Zellen und ein Plasmid (einmal pxG10 und einmal pxG30) beinhalten, aber keine DNA. Alle drei Proben werden dann anschließend auf 37°C gelagert, damit sich die Zellen gut erholen können.

Eine Stunde später habe ich dann die Petrischalen, die ich schon am Vortag mit einer selbst gemischten Gelose eingegossen hatte, aus dem Brutraum 37°C geholt, um nun darin die drei Zellkulturen wachsen zu lassen. Hier habe ich also erneut steril gearbeitet, unter einer Flamme. Die verwendete Gelose beinhaltet neben Agar-agar auch noch das Antibiotikum Chloramphenicol. Es können also nur diejenigen Bakterien darauf wachsen, die das Plasmid mit der Antibiotikumresistenz auch aufgenommen haben. Mal sehen, ob die Kulturen bis morgen auch wirklich gewachsen sind!!
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