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Stephanie Gingl
Letztes Update: 11:10 / 25.07.2008

Hallo! Mein Name ist Steffi Gingl, ich bin 17 Jahre alt und habe heuer am BG/BRG Klosterneuburg maturiert. Obwohl ich an meiner Schule im humanistische Zweig war, habe ich versucht durch Wahlpflichtfächer und Extrakurse trotzdem auch einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt in meiner Bildung unterzubringen. Vom 1. bis zum 18. Juli absolviere ich mein Praktikum bei Dr. Christian Reichel im Dopinglabor Seibersdorf, mit dem Schwerpunkt auf Proteinchemie. Lest euch doch mal mein Blog durch, die Methoden die wir im Labor anwenden sind wirklich interessant!

Mittwoch, 9. Juli 2008

  Halbzeit, sozusagen

Gestern habe ich erfrahen, dass ich doch einen urlaubstag zugesprochen bekomme, deswegen arbeite ich nächste woche nur bis donnerstag.

Gestern und heute habe ich meine ersten beiden "eigenen" Elektrophoresen gemacht, einmal die SDS-Page und einmal die IEF Methode. Erstere habe ich hier noch nicht gepostet, bin leider mit dem Protokoll noch nicht fertig.

Im Fachjargon heißts ja "ein Gel fahren", woran ich mich noch nicht ganz gwöhnt habe: immer, wenn jemand aus dem Nachbarlabro kommt und fragt:
"Fahrt ihr morgen ein Gel? Könnt ihr meine Probe mitnehmen?"
...klingt das für mich wie:
"Fahrt ihr morgen nach Linz? Könnt ihr meinen Assistenten mitnehmen?"

Ich hab auch schon versucht Fotos hochzuladen, aber irgendwie klappt es nicht. Ich versuche es am Wochenende nochmal.
Spätestens dann kommt auch das Protokoll von der SDS-Page online, und vielleicht schreib ich noch ein bisschen Gelaber ;)

Samstag, 5. Juli 2008

  Zeitmangel!

Ich hätte wirklich nicht gedacht dass die zeit so schnell vergeht.

Schon eine Woche "arbeite" ich unter der Leitung von Dr. Christian Reichel in den ARCS Seibersdorf im Dopingkontrolllabor. "Arbeit" unter Anführungszeichen, weil ich bis jetzt hauptsächlich in die nötigen Arbeitsschritte eingewiesen wurde. Aber Anfang dieser Woche hat Dr. Reichel ja gemeint dass sich in der zweiten Woche wohl schon selbstständig arbeiten werden darf.

Mir ist es nur recht dass ich nicht völlig auf mich alleine gestellt bin. Immerhin ist die Dopingkontrolle eine sehr heikle Angelegenheit. Wenn bei einem Experiment eine Bakterienkultur abstirbt kann man sie, vielleicht nur unter mühsamem Zeitaufwand, aber doch, neu anlegen. Wenn bei der Dopingkontrolle eine Probe vernichtet wird, war's das in den meisten Fällen. Und daher ist es schon gut so wie es ist, dass Dr. Reichel mit erstmal alles genau zeigt und erklärt, und ich hin und wieder einfache Aufgaben übernehme wie das Zentrifugieren oder Ab- und Umpipettieren der Proben.
Ich mache mir jedoch fleißig Notizen über alle Vorgänge, Dosierungen von Lösungsmitteln und Puffern, und über Einstellungen von Geräten. Nachzulesen was ich so gemacht habe gibt es in aktuelles Version in der Rubrik Methoden/Experimente.

Ich weiß es ist recht lange, aber ich habe mir Mühe gegeben alles möglichst verständlich zu erklären, und würde mich freuen wenn ihr mir ein Feedback gebt, ob es mir auch wirklich gelungen ist =)

Achja, es tut mir leid dass ich mit dem Aktualisieren/Schreiben des Blogs so in Verzug bin, aber ich komme jeden Abend erst um 19:00 nach Hause, und werde wohl immer erst am Wochenende genauen Bericht darüber Abgeben können, was ich so gemacht habe!

Also, bis (spätestens!) Freitag!!

  Persönliches / Eindrücke

  Diskussion / Auswertung

  Probleme / Aufgaben

Probleme bei der Analyse von Erythropoetin (EPO) in der Dopingkontrolle

  Methoden / Experimente

Hier findest du Platz für deine Forschungsdokumentation.

Dienstag, 1. Juli 2008

  Mein erster Arbeitstag

Soo, da ich mir ja schon für das "Laborprotokoll" ziemlich viel Zeit genommen habe, werde ich mich hier wohl etwas kürzer halten. ;)

Also, mein erster Arbeitstag in Seibersdorf hat mir schon mal gut gefallen. Nach einem kurzen Laborrundgang erhielt ich einen Universalschlüssel für das Labor und einen Kittel, und auch ein eigener Schreibtisch wurde mir zugewiesen.
Und dann ging‘s auch schon los. Anfangs bin ich fast nicht mitgekommen bei all dem was mir Dr. Reichel zu erklären versucht hat. Da das Dopinglabor viele Proben gleichzeitig und schnell untersuchen muss, befinden sich auch die Proben mit denen ich gearbeitet habe in verschiedenen Stadien, und heute Morgen stieg ich einfach irgendwo in der Mitte ein, und kannte mich erstmal gar nicht aus.
Am Vormittag bestand meine Aufgabe Größtenteils darin, Lösungen anzumischen: die Pufferlösung PBS und Milch (ja, Milch!) waren dabei am stärksten vertreten.
Mit der Milch ist das so eine Sache: sie wird zum „Blockieren“ verwendet, ein Arbeitsschritt den ich noch nicht in meinem Protokoll habe, und den ich morgen genauer erklären werde. Jedenfalls habe ich viel Zeit damit verbracht Milchpulver in MQ-Wasser aufzulösen.
MQ-Wasser rockt, es ist nicht nur destilliert, sondern auch ent-ionisiert! Es hat also praktisch keine Leitfähigkeit.
Anfangs jedenfalls war ich noch ein bisschen verwirrt von alldem was sich mir in diesem Labor so bot, aber bald durchblickte ich die Reihenfolge der Arbeitsschritte, und am Nachmittag begannen wir mehr oder weniger „von Vorne“, also mit einem sehr frühen Arbeitsschritt an einer „neuen“ Probe“ so dass sich schließlich der Arbeitsablauf am Ende des Tages zu einem (halbwegs) sinnvollen Ganzen zusammenfügte.

Was ich sonst so gemacht habe könnt Ihr ja im Großen und Ganzen unter dem Thema „Forschungsdokumentation“ durchlesen, dort werde ich neue Techniken die ich erlerne natürlich auch noch posten, sowie das was schon dort ist bei Bedarf aktualisieren.
Ich werde auch noch ein paar Fotos hochladen, die ich von der Gelelektrophorese gemacht habe.

Dr. Reichel hat mir angekündigt, dass ich ihm diese Woche bei den Laborarbeiten noch assistieren werde, und vermutlich ab nächster Woche selbst Proben bzw. Projekte zugeteilt bekomme, die ich dann alleine bearbeiten werde.

Ich bin schon gespannt was der morgige Tag bringt! (Außer aufstehen um 5:45…)

Montag, 30. Juni 2008

  ...der erste Eintrag!!

Herzlich willkommen in meinem Blog!

Freut mich, dass ihr vorbeischaut, auch wenn es ja im Moment noch nicht viel zu sehen gibt. Mein Praktikum im Rahmen der Summerschool 2008 beginnt ja auch erst morgen.

Da ich gerade eben erst von meiner Maturareise zurückgekehrt bin, konnte ich hier noch nicht früher schreiben. Aber jetzt erstmal eine kurze Zusammenfassung von dem, was ich bis jetzt über meine Tätigkeit weiß:
Ich werde in den Austrian Research Centers Seibersdorf vom 1. bis zum 18. Juli abreiten, und zwar unter der Leitung von Dr. Christian Reichel. Sein Tätigkeitsfeld in den ARC umfasst meines Wissens nach v.A. die Gendopingforschung. Bei meinem Vorstellungsgespräch hat er mir nur kurz angedeutet, dass ich wohl im Bereich der Proteinchemie arbeiten werde (Gelelektrophorese habe ich ja schon mal gemacht, da habe ich also schon ein bisschen Erfahrung!)

Da ich morgen, um den Werksbus in Wien zu erwischen, um 5:30h aufstehen muss, halte ich mich fürs erste hier kurz, auch wenn das sonst gar nicht meine Art ist.
Morgen Abend werde ich dann meine ersten Erfahrungen im Labor schildern.

Also bis dann!

summerschool.at | gen-au labor blogs

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