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Thomas Buttinger
Letztes Update: 20:59 / 11.09.2007

Dienstag, 11. September 2007

  Tag 6 - Färben, färben, färben

Es kehrt ein bisschen Routine ein. Heute kommt mal nichts Neues zur Anwendung. Stattdessen färben wir weitere Präparate mit dem Roboter. Aber der will schließlich bestückt und programmiert werden. Also. An die Arbeit Männer!

Montag, 10. September 2007

  Tag 5 - Weitere Färbungen

Für weitere Untersuchungen haben wir jetzt Primer bestellt um eine PCR durchführen zu können. Nachdem die aber noch immer nicht angekommen sind, fahren wir damit fort diverse Präparate immunhistochemisch zu färben.
Diesmal sind ein paar Paraffinschnitte dran. Die müssen erstmal vom Paraffin befreit werden und dann geht man wieder eine Liste von Tätigkeiten durch bis die Färbung komplett ist. Hatten wir das das letzte mal noch händisch gemacht, zwecks dem besseren Verständnis, kommt heute der Roboter dran, der das für uns übernimmt. ; )
Aber ganz ohne Arbeit geht das halt auch wieder nicht. Die Reagenzien müssen ja auch hergestellt werden und das Ding will ja auch programmiert und entsprechend bestückt werden.
Was der Nachmittag noch für Überraschungen mit sich bringt, wird sich zeigen.

Freitag, 7. September 2007

  Tag 4 - Es gibt viel zu tun

Auch wenn man das nicht unbedingt annehmen könnte, wenn man sich meinen bisherigen Arbeitstag ansieht.
Bis jetzt habe ich nur diverse Literatur exzerpiert, weil die Frau Blaschitz durch andere Termine verhindert war.
Aber es gibt einfach noch so viele Dinge die erledigt werden müssen, nachdem ich ja auch noch einen ganzen Tag verloren habe.
Heute steht aber nur noch Fotomikroskopie auf dem Plan. Nachdem wir ja gestern noch unsere Präparate immunhistochemisch gefärbt haben, werden heute ein paar interessante Bilder davon geschossen. Diese werden dann auch in meiner Arbeit wiederzufinden sein.
Ich hoffe sie gelingen auch so wie wir uns das vorstellen.
Danach werde ich mich in mein verdientes Wochenende zurückziehen.

Donnerstag, 6. September 2007

  Ein Horrortrip

Ich sags euch. Wenn ich nicht so ein gutmütiger Mensch wäre, dann wäre ich schon längst Amok gelaufen.
Ich habe euch ja schon von meinem kleinen Intermezzo berichtet: Dem Info-Day in Salzburg zwecks meinem Studium.
Die ganze Sache hat sich so gestaltet, dass ich gestern (oder war es doch heute?) um 6 Uhr Früh aus dem Bett gekrochen bin, mich beeilt hab zu frühstücken und den richtigen Bus zu erwischen, um pünktlich um 8:30 Uhr vor den Toren der naturwissenschaftlichen Fakultät von Salzburg zu stehen.
So weit so gut. Hab mich dann dort in eine Liste eingetragen. Ich hätts wohl besser nicht tun sollen, war dies doch der Beginn einer 9-stündigen Informationsodysee. Freilich war es auch interessant, und verpflichtend war es sowieso. Aber wieso muss ich mir die 80% Information, die mich gar nicht betreffen auch zu Gemüte führen?
So weit so gut.
In der Mittagspause bin ich zu Fuß in Richtung Kapitelgasse gesprintet. Muss mich ja schließlich auch noch irgendwann immatrikulieren, und bin ja den ganzen September nicht in der Heimat. Da sind mir allerdings zu viele Leute angestanden.
Als ich dann endlich irgendwann wieder daheim war, habe ich mir noch etwas zu essen gemacht, meine sieben Sachen gepackt und dann war es eh schon wieder 10.
Hab versucht mich ins Bett zu legen, hab aber keinen Schlaf gefunden.
Nachdem ich für ne halbe Stunde wohl doch eingeschlafen bin, hat mich der Wecker gnadenlos aus dem Bett geworfen.
Ein Freund hat mich dann zum Bahnhof gefahren, wo ich um 1:38 in den Zug eingestiegen bin. Um 4:20 hatte ich dann erst den Anschluss in Bischofshofen, bin mit Verspätung um 8:30 in Graz eingetroffen und erst einmal auf dem Rangiergleis gelandet, weil sich der Schaffner wohl nicht die Mühe gemacht hat, die Abteile der 4 Waggons zu kontrollieren, ob nicht doch noch jemand drin ist.

Ein Horrortrip wie er im Buche steht, und geschlafen habe ich einstweilen auch noch nix. Mal schaun wie ich diesen Tag noch überstehe.
In diesem Sinne...

Dienstag, 4. September 2007

  Tag 2 - Es war ein kurzes Vergnügen

Kaum angekommen muss ich auch schon wieder weg. An dieser Stelle eignet sich meine Situation auch gleich sehr gut um ein wenig Sozialkritik zu betreiben.

Zu den Gründen warum ich mich bei der Summerschool angemeldet habe, zählt sicher zum größten Teil der, dass ich sie als Vorbereitung für mein angestrebtes Studium absolvieren wollte.
Es handelt sich hierbei um die molekulare Biologie.
Nun habe ich letzte Woche, während meinem Italienurlaub wohlgemerkt, erfahren, dass es nun doch ein Auswahlverfahren für mein Studium gibt. So weit so gut. Bis Freitag letzter Woche musste eine Onlinevoranmeldung und eine Kopie des Reifezeugnis bei der Uni in Salzburg vorliegen.
Und ich bin nicht daheim. Echt der Wahnsinn sage ich euch. Wie dem auch sei, habe ich es arrangiert, dass das alles von meiner guten Freundin Melanie in die Wege geleitet wurde. Vielen Dank an sie an dieser Stelle.
Nun ist es aber so, dass ich morgen extra wieder von Graz nach Salzburg fahren muss, um an einer verpflichtenden, 9-stündigen Orientierungsveranstaltung teilzunehmen.
Das sind also knapp 10 Stunden Zugreise, innerhalb von 2 Tagen. Für nichts und wieder nichts.
Ärgerlich sowas.

So wird also auch mein Praktkum unerwartet unterbrochen.
Dabei fing es gerade an richtig spannend zu werden.
Es hat heute begonnen, dass ich und Frau Blaschitz Paraffinschnitte von verschiedenen Präparaten angefertigt haben, die im Laufe des Donnerstags dann noch immunhistochemisch eingefärbt werden.
Die Methoden die hierbei angewendet werden, werden im zweiten Teil dieses Blogs noch näher erläutert.
Des weiteren haben wir andere Präparate, die gestern noch vorbereitet wurden, in Paraffin eingegossen. Quasi die Vorbereitung für weitere Paraffinschnitte.

MIkroskopiert wurde auch.
Alles im Dienste meines Projektes. Dem Erforschen von Zusammenhängen zwischen dem immunologischen Abwehrprozess des Menschen gegenüber fremdem Gewebe, und dem Paradoxon, dass genau dieser Abwehrprozess bei einer Schwangerschaft lokal außer Kraft gesetzt wird. Das ganze wird einem Enzym zugeschrieben.
Ich möchte allerdings an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen, da ich der Pflicht der Geheimhaltung unterliege, sollen doch die Ergebnisse die auf diesem Gebiet im Laufe der nächsten Wochen und Monate zu Tage gefördert werden publiziert werden.

Ich werde selbstverständlich auch einen Zwischenbericht über meine kurzfristige Rückkehr nach Salzburg online stellen und hoffe, dass ich mich ab Donnerstag wieder der Wissenschaft widmen kann.

In diesem Sinne.
Cya later

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