15:21 / 04.09.2007
Kaum angekommen muss ich auch schon wieder weg. An dieser Stelle eignet sich meine Situation auch gleich sehr gut um ein wenig Sozialkritik zu betreiben.
Zu den Gründen warum ich mich bei der Summerschool angemeldet habe, zählt sicher zum größten Teil der, dass ich sie als Vorbereitung für mein angestrebtes Studium absolvieren wollte.
Es handelt sich hierbei um die molekulare Biologie.
Nun habe ich letzte Woche, während meinem Italienurlaub wohlgemerkt, erfahren, dass es nun doch ein Auswahlverfahren für mein Studium gibt. So weit so gut. Bis Freitag letzter Woche musste eine Onlinevoranmeldung und eine Kopie des Reifezeugnis bei der Uni in Salzburg vorliegen.
Und ich bin nicht daheim. Echt der Wahnsinn sage ich euch. Wie dem auch sei, habe ich es arrangiert, dass das alles von meiner guten Freundin Melanie in die Wege geleitet wurde. Vielen Dank an sie an dieser Stelle.
Nun ist es aber so, dass ich morgen extra wieder von Graz nach Salzburg fahren muss, um an einer verpflichtenden, 9-stündigen Orientierungsveranstaltung teilzunehmen.
Das sind also knapp 10 Stunden Zugreise, innerhalb von 2 Tagen. Für nichts und wieder nichts.
Ärgerlich sowas.
So wird also auch mein Praktkum unerwartet unterbrochen.
Dabei fing es gerade an richtig spannend zu werden.
Es hat heute begonnen, dass ich und Frau Blaschitz Paraffinschnitte von verschiedenen Präparaten angefertigt haben, die im Laufe des Donnerstags dann noch immunhistochemisch eingefärbt werden.
Die Methoden die hierbei angewendet werden, werden im zweiten Teil dieses Blogs noch näher erläutert.
Des weiteren haben wir andere Präparate, die gestern noch vorbereitet wurden, in Paraffin eingegossen. Quasi die Vorbereitung für weitere Paraffinschnitte.
MIkroskopiert wurde auch.
Alles im Dienste meines Projektes. Dem Erforschen von Zusammenhängen zwischen dem immunologischen Abwehrprozess des Menschen gegenüber fremdem Gewebe, und dem Paradoxon, dass genau dieser Abwehrprozess bei einer Schwangerschaft lokal außer Kraft gesetzt wird. Das ganze wird einem Enzym zugeschrieben.
Ich möchte allerdings an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen, da ich der Pflicht der Geheimhaltung unterliege, sollen doch die Ergebnisse die auf diesem Gebiet im Laufe der nächsten Wochen und Monate zu Tage gefördert werden publiziert werden.
Ich werde selbstverständlich auch einen Zwischenbericht über meine kurzfristige Rückkehr nach Salzburg online stellen und hoffe, dass ich mich ab Donnerstag wieder der Wissenschaft widmen kann.
In diesem Sinne.
Cya later